Sonntag, 27. Mai 2018

Eichenrinde gegen Darmbeschwerden

Ausgabe 2018.05

Wenn man an die Heilkraft der Natur denkt, so fallen uns dabei zumeist grüne Gewächse und deren Teile wie Blüte und Blatt ein.


Foto: Adolf Blaim

Dabei übersieht man leicht, dass auch Bäume einen guten Beitrag leisten können, wenn es gilt, unser Wohl in leiblicher und seelischer Hinsicht zu unterstützen.

Die Eiche (Quercus robur) mitsamt ihrer Rinde kann uns beispielsweise helfen, in menschlichen Dimensionen vorauszudenken. Einem stattlichen Baum, wie es nun einmal die Eiche ist, traut man eher zu, dass er nach jahrzehntelangem Wachsen ein solides Holz herangebildet hat, das uns für Möbel und Zimmermannsarbeiten zur Verfügung steht. Aber stecken in diesem Baumriesen auch Heilkräfte?

In der Rinde der feinen Zweige befinden sich sehr wertvolle Gerbstoffe, die man zur Stärkung der Haut nützen kann. Die zusammenziehende Wirkung, die durch derlei Inhaltsstoffe ausgelöst wird, tut generell dann gut, wenn es auf unserer äußeren Schutzschicht zu Entzündungen oder zu anderen Irregularitäten kommt.

Wir wissen aber ebenso, dass unser Verdauungstrakt Schaden nehmen kann, weil womöglich unsere Nerven stark strapaziert und belastet werden. Das überträgt sich wiederum bei vielen auf den Magen, den Darm und die Leber. Wer darum weiß, der sollte deswegen schon vorausschauend gerade diese Bereiche umsorgen. Die Eichenrinde, die von daumendicken Ästen gewonnen wird, ist dafür eine brauchbare Hilfe. Um diese gerbstoffhaltige Droge nun aufzubereiten, ist es ratsam, sie mit bloßem Wasser zusammenzuführen.

Aus getrockneter und zerkleinerter Rinde kann man einen Tee zubereiten. 2 gestrichene Teelöffel der Rindendroge werden über Nacht in 1/4 l kaltem Wasser angesetzt. In der Früh aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Es genügt, diesen herben Tee einmal pro Woche am Morgen zu trinken, um vorbeugend gegen Magen-Darm-Schleimhautentzündungen und gegen nervöse Darmbeschwerden vorzugehen. Dieser Tee unterstützt auch die Regeneration von geschwächten Organen wie etwa Nieren und Leber.

Ich möchte zum Abschluss auch noch auf die äußerlichen Anwendungsmöglichkeiten aufmerksam machen. So lässt sich ein Eichenrindentee als Waschung erfolgreich heranziehen. Dies kann bei vielen Hauterkrankungen der Fall sein, aber auch bei Drüsenanschwellungen, bei Nachtschweiß, bei Nagelgeschwüren und bei harten Geschwülsten. Selbst Rheuma- und Gichtleiden können ein Anlass sein, um sich mit der Eichenrinde eine Erleichterung der Beschwerden zu verschaffen.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.kraeuterpfarrer.at

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