Freitag, 22. Februar 2019

Am Arbeitsplatz im Gleichgewicht

01. Oktober 2010

Einen großen teil des Tages verbringt man im Job - deshalb ist es sehr wichtig, sich dort auch wohlzufühlen.


Foto: flickr.com - alancleaver_2000 Jeder 16. Krankenstandstag geht bereits auf das Konto des Erschöpfungssyndroms Burn-out. „Es werden vermehrt selbstständige Leistungen verlangt, zugleich stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker unter hierarchischem Diktat“, sagt Dr. Gerhard Schwarz, Autor und Univ.-Doz. für Philosophie und Gruppendynamik. Sein Tipp: „Pausen machen und Zeit nehmen für Gesprächsthemen abseits des Jobs.“ Auch Meditation, Yoga und Bewegung helfen, ins Gleichgewicht zu kommen. „Wenn es gelingt, ein Arbeitsklima herzustellen, in dem gemeinsam gelacht wird, gibt es kein Burn-out.“ Dafür ist in erster Linie die/der ChefIn zuständig. Sie/er sollte ein offenes Ohr haben und im Notfall Hilfestellungen anbieten.

Entspannt im Büro. Im Gegensatz zur Überforderung steht das Phänomen der Unterforderung – das Bore-out-Syndrom. Sobald man die Zeit etwa auch mitprivatem Surfen totschlägt, sollte man versuchen, mehr oder andere Aufgaben zu erhalten. „Man kann seine Expertise selbstständig anbieten“, rät Schwarz. Auch für Krankheitsfalle Nummer drei, Mobbing, gibt es eine Lösung: Kontakte knüpfen! „Pflegen Sie Beziehungen und erhalten Sie Freundschaften. Der größte Sicherheitszuwachs sind ein, zwei ,Bundesgenossen‘ im Job“, weiß Schwarz.

Burn-out, Bore-out, Mobbing – Definition, Ursachen & Folgen: Das Erschöpfungssyndrom Burnout wird verursacht durch Dauerstress und permanente Überforderung.  Aber auch Unterforderung – gepaart mit dem Stress, beschäftigt wirken zu müssen – macht auf Dauer krank: Bore-out kann genauso zu Schlaf- und Konzen - trationsstörungen, Freudlosigkeit und körperlichen Beschwerden wie Rücken-, Magen- oder Kopfschmerzen führen. Krankheitsfalle Nummer drei am Arbeitsplatz: Mobbing. Alle scheinen gegen einen zu sein. Die Folgen für das Opfer reichen von Antriebslosigkeit, Selbstzweifel, Nervosität bis hin zu Depressionen.


Buchtipp
„Führen mit Humor“, Dr. G. Schwarz, 220 Seiten, Gabler-Verlag, ca. 30 Euro, ISBN: 978-3-8349-0815-5


Autor: Isolde Seidl

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