Samstag, 06. Juni 2020

Basen fasten mehr Wohlbefinden, weniger Kilos

Ausgabe 02.2020
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Bei „Fasten“ denken wir an Entbehrungen und eine mehr oder weniger lange Zeit von Verzicht auf Nahrung. Beim sogenannten Basenfasten ist das anders: Es ist eine milde Form des Fastens, bei der man sich ein bis zwei Wochen lang mit rein basischen Lebensmitteln ernährt – und sich dabei satt essen darf. Trotzdem kommt es zu einem gründlichen Reinigungs- und Entschlackungseffekt.


Foto :© iStock - vicuschka

Hunger entsteht aus einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Die geballte Ladung Vitalstoffe beim Basenfasten nährt den Körper und man nimmt gesund und ohne Hunger ab“, erklärt die deutsche Heilpraktikerin und Buchautorin Sabine Wacker, die 1997 die Methode des Basenfastens erfunden hat. „Mein Wunsch war es, Menschen einen Weg zu zeigen, sich langfristig mit viel Genuss gesund zu ernähren. Die Gewichtsabnahme in einer Woche Basenfasten war für die meisten ein angenehmer Nebeneffekt.“

Buchtipp

cover essenSabine Wacker, Martina Huber

Basenfasten zum Abnehmen

Sabine Wacker und Martina Huber stellen ein vierwöchiges Basenfasten-Programm zum Abnehmen mit vielen Rezepten vor: In der ersten und letzten Woche ernährt man sich basenreich, in der zweiten und dritten Woche nimmt man ausschließlich Lebensmittel zu sich, die der Körper basisch verarbeitet.

€ 16,99, TRIAS Verlag, 2019

So funktioniert das Basenfasten
Über einen begrenzten Zeitraum verzichtet man auf alle säurebildenden Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier, Getreideprodukte aus Weißmehl, Süßigkeiten, Kaffee und Alkohol. Dafür darf der Fastende alles essen, was der Körper in seinem Stoffwechsel basisch verarbeiten kann. Das sind Obst, Gemüse, Pilze, Sprossen, Kräuter und Keimlinge. Auch neutrale Lebensmittel wie alle Öle sind während des Basenfastens erlaubt. Fastenkrisen und Energielosigkeit gibt es dabei nicht, denn die Nahrungsaufnahme wird nicht vollständig eingestellt und die Stoffwechselvorgänge im Körper laufen wie gewohnt ab. Außerdem trinkt man jeden Tag zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Am besten natürlich Quellwasser oder kohlensäurefreies Wasser oder Tee aus heimischen Kräutern. Schwarzer, grüner, weißer oder Rooibos-Tee sind fürs Basenfasten nicht geeignet.

Der wissenschaftliche Hintergrund
Durch eiweißreiche und tierische Lebensmittel und Getreide entstehen im Körper Säuren. Werden es zu viele, können sie nicht mehr über die Nieren und den Darm ausgeschieden werden, sondern Basen übernehmen ihre Neutralisierung. Sind die schnell im Blut verfügbaren basischen Mineralien aufgebraucht, greift der Organismus auf Kalium, Magnesium und Kalzium in den Muskeln, Knochen und Zähnen zurück. Als Folge davon kann es zu Konzentrationsschwäche, schwachem Immunsystem, Krämpfen, Karies, Herzrhythmusstörungen, Allergien, Gicht, Neurodermitis oder in extremen Fällen zu Osteoporose kommen.
Durch Basenfasten in Form einer zeitweiligen rein basischen Ernährung soll das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederhergestellt werden. Und das Beste: Basenfasten ist grundsätzlich für jeden Menschen geeignet. Im Unterschied zum radikalen Heilfasten, das einen starken Kreislauf und hohe Willenskraft erfordert und am besten in Begleitung eines Fastenarztes durchgeführt wird, ist Basenfasten viel leichter umzusetzen und kann auch bei chronischen Krankheiten ohne ärztliche Begleitung erfolgen. Es kann von jedem Erwachsenen als reine Gesundheitsprävention durchgeführt werden. Auch Menschen mit chronischem Durchfall, Blähungen oder chronischer Verstopfung, mit Hautproblemen, Migräne, Rheuma, Autoimmunerkrankungen und anderen Gesundheitsproblemen erreichen eine Entlastung und Entgiftung ihres Körpers. Die Zufuhr von Nährstoffen während einer Basenfastenwoche ist ausreichend und der Stoffwechsel wird nicht strapaziert. „Basenfasten ist der perfekte Startschuss für alle Menschen, die etwas an ihrem Lebensstil ändern möchten“, erklärt Birgit Haglmüller, diplomierte Ernährungstrainerin und zertifizierte Yogalehrerin im Gesundheitshotel Miraverde im oberösterreichischen Bad Hall. „Allergiker profitieren davon, aber auch Menschen, die sich aus ihrem Alltag zurückziehen wollen und eine Auszeit brauchen. Kontraindikationen gibt es kaum. Lediglich für Schwangere, Jugendliche und Kinder, aber auch bei Krebserkrankung, Untergewicht sowie Depressionen ist Fasten nicht geeignet. Wir haben Kurärzte, die jeden Gast am Beginn des Fastenaufenthaltes untersuchen und dann erst die Fastenkur befürworten. Wichtig ist auch die innere Einstellung und Bereitschaft des Fastenden.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Basen fasten mehr Wohlbefinden, weniger Kilos
Seite 2 Basenfasten in der Praxis

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