Freitag, 22. Februar 2019

Tierischer Spaß im Grünen

Ausgabe 04/2012
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Für Bello, Mieze und Bunny ist der eigene Garten ein Stückchen vom Paradies. Damit sich auch alle Nutzer der Privatoase wohl fühlen, sollten Sie beim Auslauf für Ihren Vierbeiner einige wichtige Punkte berücksichtigen.

Foto: istock.com - Roberto A Sanchez Soeben hat Frauchen blühende Vergissmeinnicht und leckere Salatsetzlinge gepflanzt. Die aufgelockerte Erde riecht wunderbar frisch. Hasso, Minka und Kaninchen Hoppel finden das super: Da wälzt man sich als Hund doch gerne über der duftenden Blumenpracht, während die scharrenden Samtpfoten Frauchen sogleich beim Unkrautjäten unter die Arme greifen. Keine Ahnung, warum Frauchen dann so kreischt?

Mehr Infos zu Tier & Umwelt finden Sie auf der Seite www.gesünderleben.at/haus-und-tier.

Spielwiese für alle. Vierbeiner im Garten sorgen blitzschnell für Ärger unter Hobbygärtnern: Durch Probegrabungen zerstörte Rasenflächen, angepinkelte Baumstämme, das als Katzenklo missbrauchte Gemüsebeet und entwurzelte Zierpflanzen trüben pünktlich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen die heimische Idylle. Die größten Randalierer sind Hunde, die das Fleckchen Grün sehr oft mit Vehemenz und unbändiger Energie als persönliche Spielwiese vereinnahmen. Kurzum: Der Streit zwischen Zwei- und Vierbeinern um wertvolle Rasenflächen und Rabatten ist meist unausweichlich. Glücklicherweise geht es auch anders, wie die Mödlinger Tierärztin Dr. Michaela D‘Alonzo aus eigener Erfahrung weiß: „Mensch und Tier haben zwar unterschiedliche Bedürfnisse, dennoch müssen Spieltrieb und ein schöner Garten kein Widerspruch sein.“

airoFoto: istock.com - Roman Shklovskiy

Bellos Spiel- und Tabuzonen. Mit etwas Planung und Kompromissbereitschaft lassen sich alle Ansprüche an die Privatoase unter einen Hut bringen: „Besonders bei aktiven Hunden hilft es, tiergerechte Bereiche anzulegen“, betont die Veterinärin und Hundeliebhaberin. „Kraterlandschaften im Beet lassen sich zum Beispiel vermeiden, indem man seinem Hund eine Buddelecke aus lockerer Erde zur Verfügung stellt.“ Um Bello zu zeigen, wo euphorische Grabungen offiziell erlaubt sind, kann man hier zu Beginn und zwischendurch immer wieder Leckereien verstecken. Ein eigenes „stilles Örtchen“, das zum Beispiel mit Rindenschnitzeln oder Sand bedeckt wird, hilft gelbe Urinflecken im heiklen Planquadrat „Englischer Garten“ zu vermeiden. Wichtig ist ein ruhiger, schattiger Schlafplatz und ständiger Zugang zu frischem Wasser. D‘Alonzo: „Wer mit seinem treuen Begleiter auch ein Fitnessprogramm im heimischen Grün absolvieren möchte kann zusätzlich einen Trimm-dich-Pfad aus natürlichen Baustoffen kreieren.“

Achtung! Viele bunt blühende Zierpflanzen und Sträucher sind für unsere vierbeinigen Freunde hochgiftig. Informieren Sie sich unter www.giftpflanzen.ch!

Tipps für Tiere im Garten
  • Einzäunung. Der Garten sollte v. a. für Hunde ausbruchssicher sein, der Zaun darf keine Verletzungsgefahr darstellen. Dichte Hecken bieten zusätzlich Sichtschutz, um Bellattacken zu minimieren.
  • Flora. Viele Gartenpflanzen wie Thuja, Buchsbaum oder Primeln sind leider für Tiere hochgiftig. Vor der Gartengestaltung sollte man sich genau über verträgliche Gewächse informieren (z. B. auf www.giftpflanzen.ch). Herumliegendes Fallobst lockt nicht nur Wespen an, auch verschluckte Kerne können ernsthafte Verdauungsprobleme verursachen. Ebenso sind giftige Pflanzenschutzmittel und synthetischer Dünger im Garten für Vierbeiner tabu, weil hier schon der Kontakt zu Vergiftungen führen kann.
  • Gefahrenquellen. Schattige Ruheplätze und frisches Trinkwasser gehören vor allem im Sommer zum Pflichtinventar des Gartens. Eine unterschätzte Gefahr für alle Tiere im Garten stellen ungesicherte Swimmingpools und Biotope mit steiler Böschung dar. Auch Regentonnen können schnell zur tödlichen Falle werden.


Ein Steinhaufen zum Klettern, Baumstämme zum Balancieren und Springen halten Bello auf Trab. Klare Regeln sind auch im Garten die beste Basis für eine gute Partnerschaft: „Zonen, die der Hund nicht betreten soll, kann man einzäunen oder mit natürlichen Barrieren aus nicht giftigen Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin begrenzen.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Tierischer Spaß im Grünen
Seite 2 Frustrierte „Wachhunde“

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