Dienstag, 22. Oktober 2019

Pflanzen zur Raumluftverbesserung

01. September 2011
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Menschen verbringen über 20 Stunden pro Tag in Innenräumen. Deshalb ist nicht nur die Luftverschmutzung vor der Haustür, sondern auch die Luftqualität in Räumen für die Gesundheit wesentlich. Zimmerpflanzen befeuchten die Luft in Innenräumen, filtern Schadstoffe und verbessern Ihr persönliches Wohlbefinden. "die umweltberatung" gibt Tipps, wie Sie das Raumklima in Ihren Arbeitsund Wohnräumen mit einfachen Mitteln verbessern können.

Foto: flickr.com - seishin17
Schadstoffe in Innenräumen können für verschiedenste Beschwerden verantwortlich sein.

In den USA wurde das "Sick Building Syndrom" zum geflügelten Wort. Menschen reagieren unterschiedlich empfindlich auf Umweltgifte und Stoffe, die Allergien auslösen können.

Häufige Symptome bei erhöhter Schadstoffbelastung sind: Schwindel, Reizung von Augen, Nase und Hals, Kopfschmerzen, nervöse Beschwerden, Allergien, Asthma und Nebenhöhlenverstopfung. Die Schadstoffe gelangen aus Möbeln, Wandfarben, Bodenbelägen und Baumaterialien in die Raumluft.

Unser Tipp
  • Wählen Sie baubiologisch empfehlenswerte Materialien, um von Anfang an keine Schadstoffe in die Raumluft einzubringen.
  • Lüften Sie bei neu adaptierten Wohnungen und nach Renovierungsarbeiten in Ihrer Wohnung (z. B. nach Ausmalen, Lackieren, Verkleben von Bodenbelägen) sowie nach Möbelkäufen häufiger und kräftig.
  • Nutzen Sie die positive Wirkung von Zimmerpflanzen.


Nutzen von Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen-grafNatürliche Luftbefeuchter
Zimmerpflanzen haben vielfältige Auswirkungen auf unser Wohlbefinden in Innenräumen: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, filtern Schadstoffe aus der Raumluft und wirken positiv auf unser Gemüt. Im Winter kann in Innenräumen die Luftfeuchtigkeit oft auf nur 25-30 % sinken. Dies führt zum Austrocknen von Schleimhäuten und Atemwegen. Das Gefühl der Trockenheit wird durch die Staubbelastung in der Raumluft verstärkt. Es können Reizungen der Atemwege und Erkältungen entstehen. 3 bis 6 größere Zimmerpflanzen sorgen in einem Raum mit 30 m2 dafür, dass die ideale Luftfeuchtigkeit von 45-55 % erreicht werden kann. So verdunstet zum Beispiel eine Papyrus-Pflanze (Cyperus papyrus) von 1,5 m Höhe ein bis zwei Liter Wasser pro Tag.

Wirkung von Zimmerpflanzen
In mehreren Studien konnten die unterschiedlichen Auswirkungen von Zimmerpflanzen nachgewiesen werden. Einerseits wurden Befragungen zu medizinischen und psychologischen Faktoren durchgeführt. Andererseits wurden Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lärm und Schadstoffgehalt gemessen. Den höchsten Wirkungsgrad haben Pflanzen hinsichtlich Wohlfühlen und Raumklima.

Besseres Klima in Schulen und Büros
Untersuchungen an norwegischen Grundschulen beweisen, dass Pflanzen im Klassenraum Gesundheitsprobleme verringern. Neben der besseren Raumluftqualität erlebten die Kinder eine Klasse mit Pflanzen als frischer, schöner und angenehmer. Auch 52 % der Büroangestellten klagten in begrünten Büros weniger über Kopfschmerzen, trockene Haut oder Erkältungen.

Grün ist stressmindernd
Der Anblick von Pflanzen hat eine entspannende Wirkung. WissenschafterInnen wiesen nach, dass Menschen mit Blick auf Pflanzen schwierige Situationen besser meistern. PatientInnen in Spitälern erholen sich schneller von Operationen und benötigen weniger Medikamente, wenn sie Ausblick auf einen Park oder sogar nur auf Pflanzenbilder haben.


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Pflanzen zur Raumluftverbesserung
Seite 2 Zimmerpflanzen als Schadstofffilter
Seite 3 Zimmerpflanzen im Schlafzimmer


logoQuelle und weitere Informationen: "die umweltberatung"
Gesundheitskurse: www.vhs.at

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