Dienstag, 19. Februar 2019

Gelsen - Lästige Quälgeister ohne Gift vertreiben

25. August 2011
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Sie rauben den Schlaf und saugen Blut. In unseren Breiten übertragen Gelsen normalerweise keine Krankheiten, doch die Fluggeräusche und juckenden Stiche sind lästig. Um Stiche zu vermeiden, wird oft zur chemischen Keule gegriffen. In diesem Infoblatt finden Sie die besten Alternativmaßnahmen gegen Gelsen sowie Erste-Hilfe-Tipps bei juckenden Gelsenstichen.

Foto: Flickr.com - atopisches_ekzem
In der Dämmerung und bei schwüler, feuchter Witterung werden Stechmücken aktiv. Nachts plagen uns die Hausgelsen (Culex-Arten), tagsüber, vor allem in Augebieten oder nach Überschwemmungen, die etwas größeren und sehr aktiven Auwaldmücken (Aedes-Arten).

Eiweiß zur Eiproduktion gesucht
Gelsen orientieren sich am Geruch und ausgeatmetem CO2. Es stechen nur die erwachsenen weiblichen Gelsen. Sie brauchen Blut zur Eiproduktion. Ein einziges erwachsenes Weibchen kann bis zu 500 Eier ablegen. Die Eiablage erfolgt an der Wasseroberfläche. Die Larven und Puppen leben im Wasser. Hausgelsen (Culex- Arten) suchen im Spätherbst Schutz in Häusern und überwintern häufig in Kellern, Ställen und auch an feuchten Stellen im Haus.

Kratzen verboten
Zwischen Anflug, Stich und Abflug verweilt die Gelse meist nur 50 Sekunden auf unserer Haut. Das Jucken wird durch körperfremde Eiweißstoffe verursacht, die die Mücken einsetzen, um die Blutgerinnung zu verhindern. Kratzen verschlimmert die Schwellung und führten zu einer örtlichen Entzündung.

Erste-Hilfe-Tipps bei Gelsenstichen
Eiswürfel, Essigsaure Tonerde oder Franzbranntwein auf die Stichstelle tupfen. Ebenso bewährt haben sich Zwiebelsaft, Essig, Zitronensaft und zerriebene Spitzwegerich- oder Tomatenblätter. Nicht Kratzen!

"Bite away“ - Stiche "wegbeißen"
Um die Entzündung zu verhindern, gibt es Geräte, die durch Hitze an der Einstichstelle – rund 50 °C – die Proteine der Gelse zerstört, die den Juckreiz hervorrufen. Das alte Hausmittel, eine Tasse mit heißer Flüssigkeit an die Einstichstelle zu halten, erfüllt denselben Zweck.

Vorbeugen ist besser als Heilen
  • Gelsen legen ihre Eier in jede Wasseransammlung z. B. Gießkannen, Regentonnen und Blumenuntersetzer. Daher sollten Sie diese entleeren oder gut abdecken. Teiche sind im Gegensatz dazu kaum Gelsenbrutstätten, weil sich in ihnen auch Tiere vermehren, die Gelsenlarven fressen.
  • Insektengitter an Fenstern und Türen verhindern, dass Insekten ins Haus gelangen. Geht das nicht oder ist der Gelsendruck sehr hoch, helfen Moskitonetze über den Betten.
  • Tragen Sie bei Gelsenalarm langärmelige Kleidung.
  • Einige Tropfen ätherisches Nelkenöl auf die Duftlampe geträufelt verbreiten einen sanften Wohlgeruch, der Gelsen fernhält.
  • Im Freien können ätherische Öle in Bioqualität von Lavendel, Sandelholz, Eukalyptus, Salbei oder Katzenminze, mit Körperlotion vermischt, sparsam auf die ungeschützten Körperpartien auftragen werden und so chemisch-synthetische Repellents ersetzen.
  • Achtung: Auch ätherische Öle können allergische Reaktionen und Hautreizungen hervorrufen! Vor allem Schwangere, Kleinkinder und Säuglinge sollten nicht mit ätherischen Ölen eingerieben werden. Es reichen einige Tropfen auf der Bettwäsche oder Kleidung, um Gelsen fernzuhalten.

Studien der Universität Iowa berichten von Katzenminze als effektivem Schutz. Das enthaltene Öl Nepetalacton, das der Pflanze ihren charakteristischen Duft gibt, ist demnach für Mücken sehr abstoßend.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Gelsen - Lästige Quälgeister ohne Gift vertreiben
Seite 2 Katzenminze-Lotion


logoQuelle und weitere Informationen: "die umweltberatung"
Gesundheitskurse: www.vhs.at

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