Donnerstag, 24. September 2020

Freunde auf vier Pfoten - Kuscheln macht Freu(n)de

Ausgabe 09/2011
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Kuscheln macht Freu(n)de
Kinder und Katzen werden oft dicke Freunde. Denn trotz ihrer Unabhängigkeit passen sich Stubentiger in vielen Fällen der jeweiligen Lebenssituation ihrer Menschen an. Zudem besitzen Samtpfoten die Eigenschaft, sich zu viel Stress elegant zu entziehen. Unterm Strich profitieren beide Seiten vom Zusammenleben: Schmusen, Kuscheln und Streicheln entspannen, das Spielen mit den flinken Miezen zeitigt häufiges Kinderlachen.

„Durch ihre Eigenwilligkeit machen Katzen das alles allerdings immer nur dann, wenn sie dazu Lust haben“, weiß Simon. „Daher sollte man seinen Kindern von Anfang an vermitteln, diese Freiräume des Tieres zu akzeptieren.“ Zudem will der richtige Umgang mit den Stubentigern geübt sein: „Von der richtigen Technik des Hochhebens angefangen bis zur simplen Erkenntnis, dass Tiere nicht geärgert oder gar geschlagen werden dürfen.“ Schließlich hat Mieze auch Krallen und Zähne, die bei Bedarf zum Einsatz kommen – sei es spielerisch oder um sich gegen aufdringliches Verhalten zu verteidigen.

Spielregeln für das Miteinander

Freund Hund schafft das, was Erwachsenen oft schwer fällt: Er ist einfach da. Ohne Zeitdruck und erhobenen Zeigefinger. „Bello lässt sich in das Spiel integrieren, schaut nicht auf die Uhr oder mahnt nicht ständig zur Vorsicht“, meint die Hundeexpertin Manuela von Schewik. Wie man weiß, passieren dennoch regelmäßig bedenkliche Zwischenfälle.

„Viele Menschen, die sich einen Hund anschaffen, wissen recht wenig über unterschiedliche Veranlagungen und Bedürfnisse der unterschiedlichen Rassen“, lautet Schewiks Begründung. Dieses Unwissen führt zu Missverständnissen, Fehleinschätzungen und leider auch immer wieder zu haarigen Situationen – vor allem im Bekannten- und Freundeskreis. Weswegen Kinder den Kontakt zu bestimmten „Problemhunden“ besser meiden sollten. Dazu zählen insbesondere ängstliche und unsichere Hunde, Tiere mit mangelhafter Sozialisierung und Umwelterfahrung in den sensiblen Lernphasen, Hunde in sozialer Isolation (z.B. Zwingerhunde) sowie Hunde, die nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten und ausgelastet werden (z.B. Jagdhunde, Schutzhunde, Hütehunde).

Nur unter Aufsicht
Auch ein Hund, der sehr freundliches Verhalten gegenüber Erwachsenen und Jugendlichen zeigt und ansonsten umgänglich und gelassen erscheint, sollte niemals mit einem jüngeren Kind alleine gelassen werden. „Ein Hund, der ein Kind verletzt, tut das nicht unbedingt in der Absicht, es zu verletzen. Aber oft reagieren Hunde bei Erwachsenen ganz anders als bei kleinen Kindern“, meint die Expertin. Auch sollten Kinder im Volksschulalter nie ohne Begleitung mit dem Hund Gassi gehen. Optimal ist es, wenn Mensch und Tier schon früh lernen, „artgerecht“ miteinander umzugehen. Viele Hunde­schulen und spezielle Projekte bieten Kindern die Möglichkeit, mögliche Berührungsängste zu überwinden und mehr über das Verhalten der bellenden Vierbeiner zu lernen.

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