Dienstag, 21. Mai 2019

Freunde auf vier Pfoten

Ausgabe 09/2011
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Tiere verhelfen Kindern auf sanfte Weise zu mehr Selbstbewusstsein und sozialerem Umgang. Kontakte zu Vierbeinern lassen Kids einfach gesünder aufwachsen.

Foto: istockphoto.com - Nina Shannon
Hund, Katz’ und Co sind Spielkameraden, bisweilen Seelentröster und sogar einfühlsame Pädagogen, wie Untersuchungen eindrucksvoll beweisen. In einer Studie haben Wissenschaftler vom Psychologischen Institut der Universität Wien festgestellt, dass Kinder, die gemeinsam mit Tieren aufwachsen, wichtige Fähigkeiten wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl schneller und besser entwickeln. Das
Zusammenleben mit Vierbeinern führt bei den Kids zu erhöhter Kontaktfreudigkeit und leichterer Eingliederung in die Gemeinschaft und sogar zu einer besseren Bewältigung von Schulproblemen. „Kinder mit häufigem Tierkontakt leiden zudem seltener an Allergien und werden nicht so oft krank“, ergänzt Renate Simon, Generalsekretärin des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT), das auch das Projekt „Schulhund“ ins Leben gerufen hat. Weiteres Plus: „Die Kleinen sitzen weniger oft und lang vor dem Computer.“
Infos auf www.iemt.at
Auf der Homepage des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) finden Sie viele weitere nützliche Informationen zum Thema „Kinder und Tiere“ sowie Details zum Projekt „Schulhund“ (www.schulhund.at), bei dem Kindergärten, Schulen und Tagesstätten die Vermittlung von alters­gerechtem Sachwissen zum Thema Hund (Abstammung, Verhalten, Anatomie, Pflege, Haltung, Ernährung und Bedürfnisse) geboten wird.


Eltern tragen die Verantwortung
Bevor ein Haustier angeschafft wird, gilt es allerdings einige Punkte genau zu abzuwägen. „Eltern müssen sich grundsätzlich darüber im Klaren sein, dass Kinder niemals die ganze Verantwortung für ein Haustier übernehmen können“, betont Renate Simon. Die erste Euphorie ist meist nach ein bis zwei Wochen verflogen: Die regelmäßige Reinigung des Hamsterkäfigs oder des Katzenklos, Tierarztbesuche, Impfungen und Gassigehen sind Pflichtpunkte, die letztendlich an den Eltern hängen bleiben.

Dazu kommt noch die Beaufsichtigungspflicht: „Lassen Sie jüngere Kinder nie mit den tierischen Spielgefährten allein“, warnt Simon. Das betrifft in erster Linie den Kontakt zu Hunden und Katzen, aber auch zu Kaninchen und Meerschweinchen: „Weil kleine Kinder auf Augenhöhe von Hunden sind, kommt es öfters zu schweren Bissverletzungen am Kopf. Umgekehrt können kleine Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweinchen beim allzu übermütigen Spielen und Kuscheln zu Schaden kommen“, ergänzt die Expertin.
 
Übersicht zu diesem Artikel:
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