Mittwoch, 20. Februar 2019

Zeigt her eure Füße! (und Hände)

Ausgabe 2016.04
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Obwohl sie das Aushängeschild guter Pflege sind, kommen sie in der täglichen Beauty-Routine oft zu kurz – Ihre Hände und Füße. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie nun von Finger- bis Zehenspitze frühlingsfit werden.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - dolgachov

Jetzt, da uns die ersten Sonnenstrahlen Lust auf Frischluft machen, fällt uns mit Schrecken auf, was wir über den Winter vernachlässigt haben. Hände und Füße waren, versteckt in Socken und dicken Handschuhen, verdammt zu einem Winter ohne viel Liebe, Streicheleinheiten und Pflege.

Und genau das rächt sich jetzt: Rissige Haut, spröde Nägel und vielleicht sogar Verhornungen oder Fältchen sind die unschönen Spuren mangelnder Fürsorge. Dazu haben die kalten Temperaturen des Winters und die trockene Heizungsluft diesen kosmetischen Sensibelchen den Rest gegeben. Hände und Füße sind nämlich echte Schönheitsmimosen – und brauchen daher erst recht eine permanente Extraportion an pflegender Aufmerksamkeit. Es ist daher höchste Zeit, kosmetische Buße zu tun und einen gepflegten Weg in die Sommer- und Sandalen-Monate zu ebnen.

Fußpflege bei Diabetes

Folge der Zuckerkrankheit kann eine schlechtere Wundheilung bei gleichzeitiger Schmerzunempfindlichkeit der Haut sein. Beugen Sie daher Verletzungen durch penible Sorgfalt und Pflege vor.

Gut trocknen: Damit kein Fußpilz entstehen kann, müssen die Füße nach jedem Wasserkontakt gründlich abgetrocknet werden.
Weich halten: Um Risse und Reizungen zu verhindern, sollten Diabetiker die Haut ihrer Füße vor Trockenheit schützen. Diabetiker-Fußcremes arbeiten mit einem hohen Anteil Urea. Es speichert Feuchtigkeit.
Blasen vorbeugen: Beugen Sie unerwünschter und schmerzender Reibung vor, indem Sie den Fuß vor dem Tragen der Schuhe sowie zwischendurch immer wieder mit Babypuder bestäuben.
Profi-Pflege: Diabetische Fußpflege durch einen Profi hat Sinn, weil eine Podologin bereits kleine Verletzungen erkennt und vorbeugend behandelt.
Natur pur: Diabetiker sollten Strümpfe aus natürlicher Baumwolle tragen. Synthetische Stoffe lassen oft keinen Feuchtigkeitsaustausch zu und fördern daher die Bildung von Schweiß und Bakterien.

Wenig Talg: eine Herausforderung. Das GESÜNDER LEBEN-Kosmetikprogramm wirkt umso besser, je feiner es auf die Bedürfnisse dieser Hautareale abgestimmt ist. Und das ist eine kleine Herausforderung. Die Haut an den Händen und Füßen ist nur spärlich mit Talgdrüsen ausgestattet. Durch diesen Mangel an natürlichem Hautfett ist die Dermis hier grundsätzlich trockener und damit anfälliger für Schüppchen, Juckreiz, aber auch für Fältchen und Rissigkeit als die übrige Haut des Körpers. Gleichzeitig sind die Hände und Füße mit einer erhöhten Anzahl an Schweißdrüsen ausgestattet. Kommt es zu einer latenten Befeuchtung dieser Areale durch eine leichte Schweißschicht, ist das kosmetische Problem noch größer. Der Kontakt mit Wasser trocknet die Haut weiter aus. Hinzu kommt, dass Schweiß einen hohen Anteil an Salzen enthält, die die empfindlichen Stellen reizen. An den Füßen ist es zudem der geringe Kontakt zu frischer Luft und/oder das Reiben von Schuhen, das für einen kosmetischen Hilferuf sorgt. Hand- und Fußpflege ist daher nicht nur eine kosmetische Herausforderung, sondern vor allem eine dermatologische Pflicht, um der Haut ein gesundes Wohlsein zu verschaffen.

Vorsicht: Nass kann trocken machen. Zwar hat der Kontakt mit Wasser grundsätzlich eine eher austrocknende Wirkung auf die sensible Haut der Hände und Füße. Dennoch gehört es zu einem gewissenhaften Pflegeprogramm, diese Hautstellen regelmäßig zu baden. Gezielte Pflegebäder haben glücklicherweise keine Reinigung, sondern vielmehr eine versorgende Pflege zum Ziel. Die fein abgestimmten Badezusätze von Hand- und Fußbädern nutzen dafür zunächst die aufweichende Wirkung warmen Wassers, um anschließend durch die geöffneten Poren einen Pflegemix aus Fett und Feuchtigkeit bis in die Tiefe der Haut zu schleusen. Wer keine fixfertigen Badezusätze kaufen möchte, kann auch auf eigene Faust ein pflegendes Hand- und Fußbad herstellen. Dafür tauchen Sie die Pflegemimosen einfach in eine Schale mit warmer Milch und ein paar Spritzern Mandelöl ab. Milch ist durch ihren hautähnlichen pH-Wert und den hohen Fettanteil besonders pflegend. In jedem Fall gilt: Achten Sie auf die Zeit! Pflegebäder wirken nur dann nährend, wenn sie nicht zu lange dauern. Wer länger als zehn Minuten abtaucht, riskiert, dass das Wasser die pflegenden Milchporteine oder aber die Pflege-stoffe der kommerziellen Badezusätze wieder aus der Haut herausspült.


Tipp: So machen Sie müde Füße munter!
Ob nach langem Stehen oder nächtelangem Tanzen: Erschöpfte und schmerzende Füße macht man wieder munter, indem man dem pflegenden Milchbad ein paar Spritzer ätherisches Pfefferminz- oder Lemongrassöl hinzugibt. Diese Ölessenzen wirken kühlend und regen zugleich die Durchblutung des Hautgewebes an.

Peelings und Bimsstein: die Weichmacher. Durch die natürliche Trockenheit der Haut neigen die Hände und Füße zur schnelleren Verhornung sowie zu einer unschönen Bildung von Schuppen. Werden Horn und Hautschuppen nicht regelmäßig und sanft entfernt, entsteht ein unschöner Teufelskreis: Die trockenen Horn- und Hautschichten werden immer dicker. So wird verhindert, dass Sauerstoff an die darunter liegenden jungen Hautzellen gerät, und so wiederum verlangsamen sich die Regenerations- und Wachstumsprozesse. Junge, weiche und schöne Haut wird also immer spärlicher nachgebildet, während die Verhornungen extremer werden. Das vorsichtige Abtragen durch Peelings und zarte Bimssteine an besonders herausfordernden Stellen ist daher Pflicht. Wichtig: Arbeiten Sie lieber regelmäßig und vorsichtig als zu intensiv und selten. Zwei Peelings oder peelende Masken pro Woche sind ideal. Wer nämlich zu hart vorgeht (z. B. durch Reiben mit groben Bimssteinen oder Metallfeilen) riskiert, dass von der Haut derart viel Horn abgetragen wird, dass sie ihre natürliche Schutzbarriere verliert und infolgedessen sogar noch mehr Horn nachproduziert als zuvor. Am besten beugen Sie vor, sodass es erst gar nicht zur Entstehung von Horn an den Füßen oder Trockenheitsschüppchen an den Händen kommt.


Tipp: Peeling selber machen!
Schon wieder nicht gepeelt? Keine Zeit gehabt? Oder kein Peeling zur Hand? Solche Ausreden gibt es ab sofort nicht mehr. Die simplen Zutaten für ein wirksames Hand- oder Fußpeeling hat nämlich jeder vorrätig. Mischen Sie einfach eine halbe Tasse grobkörniges Meersalz mit einer Tasse Olivenöl und rubbeln Sie damit die feuchten Hände und Füße ab. Fertig ist die pflegende Rubbelkur!

 

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Zeigt her eure Füße! (und Hände)
Seite 2 Satte Salbung

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