Sonntag, 17. Februar 2019

10 x Gesund durch den Sommer

Ausgabe 07-08.2014
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Während allerorts sommerliches Hochgefühl herrscht, wird die eigene Stimmung von der einen oder anderen Sommerkrankheit getrübt. Damit es erst gar nicht dazu kommt, haben wir für Sie die besten Tipps für einen gesunden Sommer!


Foto: © Can Stock Photo Inc. - photography33

Im Sommer tanzen wir bis spät in die Nacht hinein, verbringen unsere freien Tage im Schwimmbad, am Strand, beim Sightseeing in der Stadt oder erkunden kulturelle Schätze. Wir kleiden uns luftig-locker, genießen die Sonnenstrahlen, die lauen Sommernächte und das Leben. Und plötzlich – sind wir krank. GESÜNDER LEBEN hat daher bei Dr. Norbert Jachimowicz, Allgemeinmediziner in Wien, Mag. pharm. Elisabeth Sommer, Apothekerin in St. Pölten, sowie Mag. Anita Frauwallner, Darmexpertin und Gründerin des Grazer Instituts Allergosan, nachgefragt, wie man gesund durch den Sommer kommt.

Grippe im Sommer
Wie der „winterliche Klassiker“ ist auch die Sommergrippe eine Virusinfektion, meist aufgrund einer Abwehrschwäche. Während das Immunsystem im Winter vorwiegend durch nass-kaltes Wetter geschwächt ist, setzen ihm im Sommer Hitze und (zu) intensive Sonneneinstrahlung zu. Die Behandlung ist sommers wie winters dieselbe, erklärt Allgemeinmediziner Jachimowicz: „Abgesehen von verschiedensten Präparaten aus der Apotheke, die die Symptome lindern, sollte man viel trinken, schlafen und sich schonen, anstatt sich körperlich anzustrengen. Allerdings muss man sich nicht unbedingt unter die wärmende Decke begeben, schließlich ist es draußen schon heiß genug.“ Wir können den sommerlichen Grippeinfekt also auch auf der Liege im Garten oder auf dem Balkon auskurieren, jedoch gilt es zu beachten, dass man sich einen windgeschützten Platz im Schatten sucht.

Damit es erst gar nicht dazu kommt,  ist Sonnenschutz das A und O. „In südlichen Ländern gehen die Menschen auch nicht in die Sonne, sondern lassen vielmehr die Jalousien herunter“, weiß Jachimowicz. Das bedeutet nicht, dass man die Sonne gänzlich meiden muss, aber alles mit Maß und Ziel und vor allem mit entsprechendem Sonnenschutz!

Mein Hals tut weh!
Oft hört man auch Klagen über Halsweh und mitunter sind die Beschwerden eine Folge von zu hohen Ozonwerten: „In der Stadt stellen die Abgase sowieso eine Belastung dar. Wenn es zudem über 35 Grad hat, kann das zur Irritation der Schleimhäute führen“, weiß Jachimowicz. In diesen Fällen sollte man sich vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten. Treten Halsschmerzen als Begleitsymptom einer Erkältung auf, helfen Lutschtabletten, Sprays oder Gurgellösungen. Apothekerin Elisabeth Sommer: „Lutschtabletten beinhalten meist eine Kombination aus schmerzlindernden und desinfizierenden Wirkstoffen. Entscheidend ist, dass man die Pastillen nicht zerbeißt, sondern dass man sie langsam im Mund zergehen lässt, damit die Wirkstoffe möglichst lang im Hals bleiben.“ Abends greift man am besten zu Sprays, etwa mit Salbeiextrakt und Dexpanthenol, die auch für Kinder ab einem Jahr geeignet sind. Ferner zeigen pflanzliche Mittel gute Wirkungen: Dazu zählen Isländisch Moos (u. a. in Lutschtabletten), Kamille, Salbei und Myrrhe, die jeweils als Tinkturen und mit Wasser verdünnt zum Gurgeln verwendet werden.

Damit es erst gar nicht dazu kommt,  empfiehlt Sommer, die Schleimhäute feucht zu halten, indem man viel trinkt: „Empfehlenswert ist ein wässriger Auszug aus Eibischwurzel. Diese pflanzliche Schleim-stoffdroge wird kalt angesetzt und muss ein paar Stunden ziehen, um ihre Wirkung zu entfalten. Außerdem sollte man, wenn möglich, nicht rauchen.“

Von der Sonne „gestochen“
Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Brechreiz bis zum tatsächlichen Erbrechen deuten auf einen Sonnenstich hin, der schlussendlich sogar zu einem Kreislaufkollaps führen kann. „In diesen Fällen ist es sehr wichtig, dass die Betroffenen kühl gehalten werden – also raus aus der Sonne und ab in den Schatten“, betont Jachimowicz. Auch sollte man die Beine hochlagern, damit das Blut wieder zum Gehirn strömen kann. Und: Viel trinken, was jedoch ein Problem darstellen könnte, immerhin trinkt man nicht unbedingt gern, wenn einem ohnehin übel ist. „Daher“, so der Arzt, „ist es mitunter notwendig, dem Betroffenen eine Infusion zu verabreichen, was besonders bei älteren Menschen eine gute Möglichkeit ist, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ein Spitalsaufenthalt ist dafür nicht erforderlich, denn nachdem die Infusion subkutan, also direkt unter der Haut, von einem Arzt, einer Pflegekraft oder nach Anleitung sogar von einem Laien gelegt wurde, kann die Nadel nach zwei, drei Stunden selbst oder von einem Angehörigen entfernt werden.“

 Damit es erst gar nicht dazu kommt,  vermeidet man am besten die pralle Sonne, besonders zwischen elf und 16 Uhr. Zudem sollten sich Personen mit wenig bis gar keinen Haaren auf dem Kopf, Kinder sowie Menschen, die eine geringe Pigmentierung aufweisen, nur mit Kopfbe-deckung in die Sonne begeben – übrigens: vorzugsweise Sonnenhut statt Mütze. Außerdem gilt: Trinken Sie verteilt möglichst viel über den Tag, bei heißen Temperaturen dürfen es durchaus bis zu drei Liter sein.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 10 x Gesund durch den Sommer
Seite 2 Schwächelnder Kreislauf
Seite 3 Schwere Beine

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