Dienstag, 24. September 2019

Weniger Zucker, besser leben - In 2 Wochen zuckerfrei!

Ausgabe 2019.02
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In 2 Wochen zuckerfrei!

Das GESÜNDER LEBEN-„Zuckerfasten“-Programm ist eine Schritt-für-Schritt-Umstellung, die nicht zu schnell erfolgen soll, um nachhaltig zu wirken. Man muss dabei auch nicht völlig auf Zucker verzichten. Jedoch sollte man sich mindestens zwei bis drei Wochen Zeit nehmen, um sich an die neuen Verhaltensmuster zu gewöhnen. GESÜNDER LEBEN und Angela Mörixbauer präsentieren das „Zuckerfasten“-Programm in zehn Schritten:

1. Trinken Sie keine Kalorien!
Verzichten Sie vor allem auf zuckerreiche Getränke wie Limonaden oder puren Fruchtsaft und -nektar. Diese Getränke liefern viele Kalorien, sättigen aber nicht. Lassen Sie auch Zucker im Kaffee oder Tee weg und trinken Sie vorwiegend Wasser (am besten 1,5 bis 2 Liter pro Tag) bzw. in seltenen Fällen mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Für ein besonderes Geschmackserlebnis kann auch frische Minze, ein Spritzer Zitrone oder Ingwer im (kalten oder warmen) Wasser sorgen!

2. Vermeiden Sie Haushaltszucker
(auch in Form von braunem Zucker oder Vollrohrzucker), Honig, Sirupe (z. B. Ahornsirup, Agavendicksaft, Birnendicksaft), Süßigkeiten, süße Backwaren, Marmeladen, Ketchup, gesüßte Frühstückszerealien oder Fertiggerichte. Tauschen Sie sämtliche Weißmehl- gegen Vollkornprodukte aus!

3. Frühstücken Sie ausgewogen
Die erste Mahlzeit am Tag beeinflusst den weiteren Verlauf des Blutzuckerspiegels. Um Heißhungerattacken tagsüber zu vermeiden, sind Frühstücksvarianten aus folgender Dreier-Kombination zu empfehlen: Getreideprodukt plus Milchprodukt plus Obst oder Gemüse. Zum Beispiel: ein Müsli aus ungesüßten Flocken mit Milch oder Joghurt und frischen Früchten oder ein Vollkornbrot mit Käse und Gemüsestreifen.

4. Achten Sie auf ausreichend Nährstoffe
Je vitalstoffreicher man sich ernährt, desto weniger Lust entsteht auf Süßes. Viel grünes Blattgemüse, Kräuter und Salate machen satt und unterstützen dank der enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung, weil sie den Gallenfluss anregen. Zwischendurch ein Stück Obst oder Gemüsesorten wie Kürbis, Karotten oder Paradeiser zu essen, befriedigt wiederum die Lust auf Süßes und macht satt. Auch ein Smoothie, der langsam und genussvoll gelöffelt wird, ist mitunter eine Alternative. Von Smoothies in großen Mengen ist hingegen abzuraten, da sie sehr viel Fruchtzucker in konzentrierter Form enthalten.

5. Essen Sie (wenig) Süßes nur zum Nachtisch
Gönnen Sie sich ruhig ein Stück Schokolade – aber immer nur nach einer vollwertigen Mahlzeit. So fährt der Blutzuckerspiegel keine Achterbahn und bleibt weitgehend konstant. Genießen Sie diese Menge ohne schlechtes Gewissen, lassen Sie die Schokolade langsam im Mund zergehen, machen Sie nichts nebenbei und kosten Sie das Gefühl im wahrsten Sinn des Wortes aus. Sollte es zum Dessert einmal ein Kuchenstück sein, dann halbieren Sie es doch und heben sich die zweite Hälfte für den nächsten Tag auf. Es muss nicht alles aufgegessen werden, was auf dem Teller liegt!

6. Legen Sie sich keinen süßen Vorrat an!
Tafelweise Schokolade und etliche Kekspackungen haben bei einem „Zuckerfasten“-Programm daheim nichts zu suchen.

7. Beugen Sie Rückfällen vor
– und zwar mit stets griffbereiten gesunden kleinen Snacks wie z. B. Nüssen, Oliven, Naturjoghurts, Knäckebrot etc.

8. Lassen Sie Süßes nicht offen liegen!
Verstauen Sie Naschereien in eigenen, nicht leicht zugänglichen Kästchen oder Laden. Was nicht offen herumliegt, verleitet auch nicht zum Zugreifen.

9. Ersetzen Sie Zucker
Süßstoffe sind eine Möglichkeit, Zucker zu ersetzen, ohne auf den geliebten Süßgeschmack zu verzichten. Grundsätzlich kann man dadurch jene Kalorienmenge einsparen, die ansonsten auf den Zucker entfallen wäre. Allerdings konsumieren manche Menschen dann größere Mengen von stark gesüßten Lebensmitteln, weil sie die Kalorienersparnis überschätzen und letztlich überkompensieren. Achtung! Süßstoffe verhindern aber, dass man sich an einen weniger süßen Geschmack und damit an geringere Zuckermengen gewöhnt.

10. Suchen Sie sich Gleichgesinnte
Das „Zuckerfasten“ fällt natürlich leichter, wenn man es zusammen mit einem Gleichgesinnten durchzieht. Nehmen Sie das Programm also auch gleich zum Anlass, über den Zuckerkonsum in der gesamten Familie nachzudenken und zu optimieren. Oder führen Sie dieses Programm gemeinsam mit Freunden durch – und motivieren Sie sich gegenseitig.

Übersicht zu diesem Artikel:
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