Mittwoch, 18. September 2019

Weißdorn, Herzensfreund

Ausgab 2014.02

Die guten Vorsätze für das laufende Jahr 2014 sind schon in den meisten Fällen x-mal gebrochen worden.


Foto: wikipedia

Natürlich möchte ich diese Feststellung nicht verallgemeinern. Doch wer sich selbst gut genug kennt und realistisch betrachtet, wird mir in der einen oder anderen Sache recht geben. Wir alle sehnen uns nach Freiheit. Dieses dürfen und sollen wir auch vermehrt anstreben. Nur sollte dieses Begehren nicht zur völligen Unabhängigkeit bzw. rücksichtslosen Willkür führen. Denn dann würde das für meine Zeitgenossen und meine Umwelt zu dementsprechender Unfreiheit führen. Wie also kann ich die Freiheit für mich artikulieren, damit sie zu meinem Heil und dem der anderen führt?


Ich habe z. B. die Möglichkeit, all das, was momentan ist, zu bejahen. Alle Unzufriedenheit und alle daraus folgende Aggression schlagen sich nämlich auf mein Herz. Wer bescheiden annimmt, was durch Lebensumstände und Mitmenschen in einem erträglichen Maß zugemutet wird, der geht behände Schritte in Richtung Glück und Zufriedenheit. Um ein beherztes „Ja“ zu alldem und damit zu einem Stück vermehrter Freiheit sprechen zu können, kann das Herz durch den Weißdorn unterstützt werden.


Ich selber brauche nur ein paar Schritte vor mein Kloster zu tun, um in den nahen Kräutergarten zu gelangen. Dort begrüßt mich bereits ein mittlerweile stattlich herangewachsenes Exemplar des Eingriffeligen Weißdorns (Crataegus monogyna). Der zähe Kleinbaum hat ein hartes Holz und besiedelt in freier Natur gerne die Waldränder oder steinige Berghänge. Besonders gut kommt er mit einem lehmigen Boden zurecht. Alle seine Pflanzenteile lassen sich zugunsten des Kreislaufs verwerten. Damit sind also seine Blüten, seine Blätter samt den im Herbst rot leuchtenden Früchten gemeint. Da der Weißdorn gerne am Wegrand steht, bietet er sich signifikant dem gehetzten Menschen als Hilfe an, dessen Herz oft unter dem besagten Leistungsdruck zu leiden beginnt.


Um konkret dem gestressten Muskelorgan etwas Gutes zu tun, dürfen wir schon vorausschauend planen, wie wir den Weißdorn für unsere Gesundheit nützen wollen. So beginnen die Büsche im Mai zu blühen. Gemeinsam mit den sprossenden Blättern kann man die weißen Blüten ernten und vorsichtig im Schatten trocknen. Danach zerkleinert man die fertige Droge, um diese in gut verschließbaren Gefäßen aufzubewahren. 2 Teelöffel davon werden mit ¼ Liter kochendem Wasser übergossen. 20 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Mit Honig gesüßt, kann man von diesem Tee 3-mal am Tag eine Schale davon trinken. Das bewährt sich vor allem bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, denen zufolge man oft unter kalten Händen und Füßen leidet.

 

Heilkräuter aus dem Klostergarten
In seinem neuen Buch „Heilkräuter aus dem Klostergarten“ erzählt Benedikt Felsinger von den Wundern der Natur und den Gaben, die uns Gott gegeben hat. Er beschreibt detailreich zahlreiche Heilkräuter und Pflanzen – und gibt Tipps, wie wir dank deren Hilfe gesund bleiben – oder werden.
Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger, Heilkräuter aus dem Klostergarten
Ueberreuter, 160 Seiten, 19,95 Euro

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