Mittwoch, 20. Februar 2019

Wasser ist Leben

Ausgabe 2017.03
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Wasser, das „weiße Gold“, ist für uns Menschen überlebenswichtig: Es hält unseren Körper in Schwung, es kann Heilungsprozesse beschleunigen – und es ist eine wahre Wohltat. gesünder leben zeigt, warum Wasser – von innen und außen genossen – so wertvoll ist.


Foto: Copyright Parktherme Bad Radkersburg - Fotograf Harald Eisenberger

Österreich ist ein wasserreiches Land und die Alpen werden uns auch in 100 Jahren noch mit Wasser versorgen. Eine Verknappung ist sehr unwahrscheinlich“, sagt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl, Facharzt für medizinische Physiologe und Präsident der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED). (Leitungs-)Wasser als ökonomische Ware wird also in Österreich so bald nicht zu einem Wirtschaftsfaktor werden. Dennoch greift der eine oder andere auch hierzulande gerne zur Wasserflasche. Stellt sich die Frage: Was ist besser? Wasser aus der Leitung oder der Flasche? Für Marktl eher eine Geschmackssache: „Bei Mineralwässern aus der Flasche haben wir den Vorteil, dass sie Inhaltsstoffe wie Kalzium oder Magnesium sowie verschiedene Spurenelemente liefern, die aus ernährungsphysiologischer Sicht gut für den Organismus sind. Allerdings gibt es auch hier geschmackliche Unterschiede: Destilliertes Wasser etwa ist fast geschmacklos, während hoch mineralisiertes Mineralwasser fast schon einen laugigen Geschmack haben kann.“ Wie viele wertvolle Inhaltsstoffe in einer Flasche Mineralwasser stecken, hängt unter anderem davon ab, in welcher Tiefe sich die Quelle befindet und welche Gesteine das Wasser beim Weg in die Tiefe durchfließt.

Ausreichend trinken ist lebenswichtig!

Der Mensch besteht bis zu 80 Prozent aus Wasser, das im Rahmen eines kontinuierlichen Wasserkreislaufs lebenswichtige Funktionen erfüllt: von der Wärmeregulation (Schwitzen) über den Transport von Nährstoffen, Stoffwechselendprodukten und Atemgasen bis zu chemischen Reaktionen im Körper. „Allerdings wird Flüssigkeit ständig über die Haut bzw. die Schweißporen (selbst dann, wenn man nicht merklich schwitzt!), über den Darm (Stuhl), die Nieren (Urin) sowie beim Atmen über die Atemluft ausgeschieden“, erklärt Ernährungswissenschafterin Angela Mörixbauer. Ein Grund mehr, warum wir regelmäßig trinken müssen: Der Körper verfügt über keine relevanten Wasserreserven. Trinken wir zu wenig, kann es bereits bei etwa zwei Prozent Flüssigkeitsverlust unter anderem zu Kopfschmerzen, Leistungsabfall oder Unkonzentriertheit, Müdigkeit und Kreislaufproblemen kommen.

Daher gilt: Nicht erst auf den Durst warten, sondern regelmäßig trinken. Dazu ein Tipp von der Expertin: „Wer leicht aufs Trinken vergisst, stellt sich einfach einen Erinnerungston auf seinem Handy ein, der ihn halbstündlich daran erinnert, ein paar Schlucke aus der Flasche zu nehmen. Oder man stellt sich morgens eine Wasserflasche an den Arbeitsplatz, damit man immer wieder ans Trinken erinnert wird.“

Mineralwasser – streng kontrolliert. Sogenannte natürliche Mineralwässer gehören wie Quell-, Tafel- und abgefülltes Trinkwasser zu den „abgefüllten Wässern“, die im Österreichischen Lebensmittelbuch (Mineralwasser- und Quellwasserverordnung, Codexkapitel B17) genau geregelt sind. Im Hinblick auf den ernährungsphysiologischen Benefit ist natürliches Mineralwasser am wertvollsten. So muss es beispielsweise aus einem unterirdischen Wasservorkommen stammen, genauen Qualitäts­­kriterien entsprechen und direkt am Quellort abgefüllt werden. Erst dann erlangt natürliches Mineralwasser eine gesetzliche Basis, die durch fortlaufende strenge Kontrollen garantiert wird. Da wir in Österreich aber eben über eine sehr hohe Trinkwasserqualität verfügen, ist der Griff zum Mineralwasser eigentlich gar nicht nötig, sind sich Physiologe Marktl und Angela Mörixbauer, Ernährungswissenschafterin und Gründerin von eatconsult in Waidhofen an der Ybbs, einig. Mehr noch: „In der Regel reichen die Inhaltsstoffe der angebotenen Mineralwässer nicht aus, um den täglichen Bedarf an diesen Mineralstoffen oder Spurenelementen zu decken“, so Mörixbauer, die außerdem betont, dass „auch Trinkwasser natürlicherweise Mineralstoffe enthält“. Welche und wie viel hängt von der Herkunft sowie der Bohrtiefe des jeweiligen Rohwassers ab.

Wie viel sollen wir täglich trinken? Der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung bzw. den D-A-CH-Referenzwerten für Wasserzufuhr zufolge benötigt ein Erwachsener zwischen 25 und 50 Jahren im Schnitt 2,6 Liter Wasser pro Tag. Davon sollten etwa 1,4 Liter getrunken werden und 860 ml aus fester Nahrung stammen – immerhin bestehen auch Lebensmittel zu einem Großteil aus Wasser. Der Rest des täglichen Wasserhaushaltes, also rund 330 ml, entsteht durch körpereigene Stoffwechselprozesse, bei denen sogenanntes Oxidationswasser anfällt, das den Körper ebenfalls mit Flüssigkeit versorgt. Kommen wir beim Sport oder bei heißen Temperaturen so richtig ins Schwitzen, müssen wir freilich mehr trinken. Als Faustregel gilt, so Ernährungsexpertin Mörixbauer: „Pro Stunde schweißtreibender Bewegung rund einen Liter zusätzlich. Dauert die körperliche Aktivität über eine Stunde, sollte man bereits währenddessen immer wieder trinken, damit die Flüssigkeitsspeicher gefüllt bleiben. Bei weniger als einer Stunde reicht es, im Anschluss zu trinken.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Wasser ist Leben
Seite 2 Ab ins Wasser

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