Sonntag, 19. November 2017

Vorsorge durch Training

Ausgabe 2017.11

Immer in Bewegung bleiben!


Foto: iStock-gilaxia

 

1. Prävention
Immer in Bewegung bleiben! Ärzte werden nicht müde zu betonen, wie wichtig Bewegung für die Erhaltung der Gesundheit ist. In der Diabetestherapie ist körperliche Ertüchtigung aber von zentraler Bedeutung. Nicht nur purzeln auf diesem Weg überflüssige Kilos – ein Hauptverursacher von Diabetes Typ 2 – schneller, durch regelmäßiges Training reagieren die Zellen mit der Zeit empfindlicher auf das Insulin. Dadurch nimmt die Insulinresistenz ab und die Blutzuckereinstellung verbessert sich. „Durch regelmäßige Bewegung nehmen die Muskeln mehr Zucker auf, auch dadurch sinkt der Blutzuckerwert“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Anton Luger, Leiter der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel im AKH Wien. Auch wie man Sport in seinen Alltag integriert, ist ausschlaggebend: „Früher wurde oft nur Ausdauertraining empfohlen. Heute wissen wir aber, dass eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining am effizientesten wirkt.“ Laut Empfehlung der WHO sollte man dies mindestens an fünf Tagen pro Woche für mindestens 30 Minuten tun. „Ein Plan, der für viele von uns unrealistisch ist“, räumt der Mediziner ein. „Zwei- oder besser dreimal pro Woche für jeweils mindestens eine Dreiviertelstunde sollte man sich aber auf jeden Fall dem Sport widmen.“ Vor Beginn des Trainingsprogramms ist eine gründliche ärztliche Untersuchung ratsam!

Risikofaktoren minimieren. Übergewicht zählt zu den Hauptauslösern von Diabetes Typ 2. Wenn Sie dazu noch erblich vorbelastet sind, also Verwandte ersten Grades haben, die an Zucker erkrankt sind, rauchen, an Bluthochdruck leiden und sich fettreich ernähren, haben Sie ein hohes Risiko, Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Die gute Nachricht: Ein drastischer Wandel des Lebensstils beugt diesem Schicksal vor und hilft auch dann noch, wenn die Krankheit bereits diagnostiziert wurde. Setzen Sie auf gesunde, ausgewogene Ernährung, sagen Sie dem Glimmstängel ade, reduzieren Sie den Alkoholkonsum und sagen Sie mit Sport dem Übergewicht den Kampf an!

2. Wann Muss ich zum Arzt?
Vor allem Typ-2-Diabetes wird oft erst durch eine Routineuntersuchung festgestellt, da die Symptome unterschiedlich ausgeprägt sein können. „Eines davon, Gewichtsverlust, wird von Betroffenen oftmals zuerst sogar wohlwollend aufgenommen“, so Dr. Luger. Gesellen sich weitere Symptome wie plötzlicher Durst, Heißhunger, übermäßiger Harndrang, schlecht verheilende Wunden oder Müdigkeit und Erschöpfung hinzu, sollte man zur Abklärung auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Zunächst wird dieser den Nüchternzucker im Blut messen. Ist der Wert erhöht, folgen gegebenenfalls ein Zuckerbelastungstest, ein Harntest und die Bestimmung des HbA1c Wertes, der Rückschlüsse auf die Blutzuckerwerte von bis zu 12 Wochen ermöglicht. Da unkontrollierte Blutzuckerwerte zu gesundheitlichen Langzeitschäden führen, ist eine möglichst frühe Abklärung besonders wichtig, um die Krankheit rechtzeitig zu behandeln und Folgeprobleme zu vermeiden.

3. Information
• Österreichische Diabetes Gesellschaft: www.oedg.at
• Diabetes-Austria–Initiative Soforthilfe für Menschen mit Diabetes: www.diabetes-austria.com
• Österreichische Diabetikervereinigung: www.diabetes.or.at
• Therapie Aktiv – Diabetes im Griff: diabetes.therapie-aktiv.at
• Aktive Diabetiker Austria – ADA: www.aktive-diabetiker.at

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