Dienstag, 21. Mai 2019

Spitzwegerich hilft bei Erkältung

Ausgabe 2018.12-2019.01

Erinnerungen sind meist etwas Schönes. Gewiss blickt man auf manches traumatische Ereignis zurück, aber dennoch wünscht man sich oft die sogenannten „guten alten Zeiten“ herbei und mit ihnen die Menschen, die das Leben mit uns teilten.


Foto: Adolf Blaim

 

Wenn ich heute den Spitzwegerich (Plantago lanceolata) vorstelle, dann hat das nichts mit einer sentimentalen Rückschau zu tun. Vielmehr handelt es sich bei diesem Heilkraut um ein Gewächs, das sich seit Menschengedenken als wohltuend herausgestellt hat. Bleiben wir einmal bei seiner botanischen Beschreibung. Die langen, lanzettförmigen Blätter wachsen grundständig aus dem ausdauernden Wurzelstock. Sie sind fünfnervig, wenig behaart und nur selten am Rande gezahnt. Aus der Blattrosette sprießt ein blattloser, längsgefurchter Stängel mit einer kurzen, walzenförmigen Blütenähre. Die Blüten selbst sind eher unscheinbar. Die Blütezeit dauert je nach aktueller Witterung von Mai bis September. Übrigens ist der Spitzwegerich ein richtiger Weltenbürger, der nicht bloß in Europa beheimatet ist. Zu den Inhaltsstoffen der Pflanze zählen Schleimstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Minerale und auch die Vitamine A, C und K.

Die heilende Wirkung kann als blutreinigend, auswurffördernd, wundheilend und erweichend beschrieben werden. Wenn nun die kalte Jahreszeit regiert, so möchte ich als Erstes darauf verweisen, dass der Spitzwegerich bei einer Erkältung unseren Atemwegen guttut. Dafür nimmt man 2 Teelöffel von den getrockneten und zerkleinerten Blättern des Spitzwegerichs und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Bevor man den Tee schluckweise trinkt, kann man ihn mit Honig süßen.

Zusätzlich möchte ich noch einen Tipp geben, den man zu jener Zeit anwenden kann, wenn frische Blätter vorhanden sind, die man von sauberen Standorten pflückt. Hat man sich eine kleinere Wunde zugezogen, deren Heilungsprozess man unterstützen möchte, nimmt man Spitzwegerich-Blätter, die man mit einem Taschentuch säubert, zerquetscht die Blätter, drückt sie leicht auf die Wunde und lässt sie eine Zeit lang auf der betroffenen Stelle einwirken. Das stillt die Blutung und lässt die Wunde gut verheilen. In derselben Weise geht man vor, um Insektenstiche zu behandeln, der Schmerz oder Juckreiz klingt rasch ab und die Folgen des Einstiches fallen äußerst gering aus.

Übrigens stärkt der Gebrauch des Spitzwegerichs als Tee unser Nervengerüst, die Atemwege sowie den Verdauungstrakt.

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