Montag, 18. Februar 2019

Sonnenschutz in jedem Alter

Ausgabe 05.2015
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Ob im Planschbecken oder im Straßencafé, in der Mittagspause oder auf dem Spielplatz: Ein Bad in der Sonne genießen Jung und Alt gleichermaßen. Doch jede Altersgruppe benötigt anderen Sonnenschutz. Die wichtigsten Regeln.


Foto: Can Stock Photo Inc. - alexytrener

Sobald die Sonne scheint, haben alle Menschen, egal ob alt oder jung, die gleiche Sehnsucht: Nichts wie raus, um die warmen Strahlen der Himmelsmacht auf der Haut zu spüren. Sonne erhellt die Seele, kurbelt die Produktion von Glückshormonen an und tüncht den Teint in diesen zarten braunen Schimmer. Doch so schön sich die Sonnenküsse auch anfühlen, so gefährlich können sie auch sein. Sonnenschutz ist daher ein Thema, das alle angeht – und trotzdem jeden auf unterschiedliche Weise herausfordert. Typgerechter UV-Schutz ist nämlich nicht nur eine Frage der Gründlichkeit, sondern vor allem auch des Alters.

Die wichtigsten Sonnenschutz-Regeln

Das gilt für alle!

  • Je früher, desto besser. Sonnencreme sollte nicht erst dann aufgetragen werden, wenn die Haut bereits gerötet ist. Es braucht eine gewisse Zeit, bis der UV-Schutz vollständig eingezogen ist und wirken kann. UV-Schutzprodukte sollten daher etwa 20 Minuten vor dem Sonnenbad in die Haut einmassiert werden.
  • Schutz für Lippen und Augen.Die Haut um die Augen und auf den Lippen ist besonders empfindlich und braucht Schutz und Pflege in besonderer Form. Es empfiehlt sich daher, nicht nur speziellen Sonnenschutz für Augen und Lippen mit hohem Schutzfaktor aufzutragen, sondern die betroffenen Stellen zuvor mit einer reichhaltigen und antioxidativen Pflegecreme zu behandeln.
  • Sonnenschutz von innen. Um die Schutz- und Reparaturfähigkeit der Zellen zu fördern, kann die Haut auch von innen unterstützt werden. Hilfreich hierfür ist vor allem der Konsum von roten und gelben Gemüsesorten (hoher Anteil an Betakarotin) sowie Calcium (Milchprodukte) oder speziellen Sonnenschutzkapseln, die z. B. mit dem Farnextrakt „Polypodium leucotomos“ arbeiten.
  • Viel hilft viel. Sparen Sie nicht am falschen Ende. Vor allem mechanische Lichtschutzfilter können nur dann richtig wirken, wenn sie lückenlos auf der Haut liegen. Um das zu erreichen, sollte man Sonnencreme niemals zu sparsam auftragen. Für den gesamten Körper kann man mit einer Menge von circa 17 bis 20 Esslöffeln rechnen.

 

Pflegefehler und Sonnenlügen im Überblick!

  • Im Schatten ist man sicher. Natürlich wirkt eine direkte Sonneneinstrahlung intensiver, dennoch sollte man die ultraviolette Belastung sowohl im Schatten als auch bei bedecktem Himmel nicht unterschätzen. Vor allem die langwelligen UV-A-Strahlen durchdringen selbst dichte Wolkendecken und hinterlassen Schädigungen in der Haut, die oft erst Jahre später zu erkennen sind. UV-Schutz ist daher auch im Schatten und bei vermeintlich schlechterem Wetter angebracht.
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  • Nachschmieren verlängert die Zeit des Sonnenschutzes. Wer glaubt, durch erneutes Eincremen den Zeitraum des Sonnenschutzes zu verlängern, irrt gewaltig. Der Lichtschutzfaktor gibt immer nur an, um welchen Faktor sich der natürliche Eigenschutz der Haut einmalig verlängert. Nachcremen ist zwar sinnvoll, um durch Schweiß oder Reibung entstandene Lücken zu schließen, aber nicht, um länger in der Sonne bleiben zu können.
  • Sonnencreme verhindert Bräunung. Auch diese Aussage ist ein Märchen. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Die Melanin-Bildung wird von der Sonnencreme nicht behindert. Zwar verlangsamt sich der Bräunungsprozess ein wenig, doch dafür entstehen keine Hautschäden, die zu einem Austrocknen und Ablösen der Zellen führen und die Bräune so schneller wieder verblassen lassen.
  • Kleidung schützt vor UV-Strahlung. Dass Kleidung vor Sonnenbrand schützt, ist nur bedingt richtig. Hierfür kommt es vor allem auf die Dichte und Farbe des Gewebes an. Je dunkler und dichter die Fasern sind, desto höher ist der Schutz. Wer absolut sicher sein will, trägt hingegen spezielle UV-Kleidung, die aus undurchlässigen Materialien hergestellt wird.

Sonnenküsse für die Kleinsten:
UV-Schutz für Babys. Zarte Babyhaut gilt es nicht nur zu knuddeln, sondern vor allem zu schützen. Denn generell gilt: Je jünger die Haut ist, desto weniger Eigenschutz besitzt sie. Und zwar nicht nur gegen ultraviolette Strahlung, sondern auch gegen künstliche Pflegestoffe. Bei Babys gelten daher Sonnenschutzmaßnahmen, die über eine Prävention durch kosmetische Schutzprodukte hinausgeht. Einige Mediziner und Forscher sprechen sich sogar absolut gegen Sonnencremes für Babyhaut aus, da diese noch zu empfindlich auf die enthaltenen Wirkstoffe reagiere. Wer seinen Sprössling dennoch einschmieren möchte, verwendet in jedem Fall Sonnenschutzcremes, die speziell für Babys entwickelt wurden, und probiert zunächst an einer kleinen Hautstelle aus, ob es zu ungewünschten Reaktionen kommt. Ansonsten schützt man Babys vor allem durch lange, UV-undurchlässige Kleidung vor den gefährlichen Strahlen. Eine Kopfabdeckung mit Nackenschutz ist dabei ebenso zu empfehlen wie ein vorwiegender Aufenthalt an schattigen Plätzen. Häufig wird von Medizinern geraten, Babys bis zum ersten Geburtstag gar keiner direkten Sonne auszusetzen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Sonnenschutz in jedem Alter
Seite 2 Toben unter freiem Himmel
Seite 3 Es ist nie zu spät

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