Sonntag, 22. September 2019

Sodbrennen Was tun?

Ausgabe 2018.12-2019.01

Gerade zu den Feiertagen stößt es vielen sauer auf. Sodbrennen ist aber nicht nur unangenehm, es kann auch ernsthafte Folgen haben. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie magenschonend genießen können.


 

Es beginnt im Advent mit Keksen und Punsch, gefolgt von den Weihnachtsfeiertagen mit üppigem Essen. Und schließlich noch Silvester mit viel Alkohol und deftigen Speisen. Oft kommt dann GERD zu Besuch. Das ist nicht etwa ein lang erwarteter Freund, sondern der Fachausdruck für die gastroösophageale Refluxkrankheit, den Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre mit den typischen Symptomen Sodbrennen und saurem Aufstoßen. Laut Statistik leidet ein Viertel der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen einmal im Monat an Sodbrennen. Bei zehn Prozent treten die Symptome regelmäßig mehrmals pro Woche auf. Dann spricht man von GERD.

Salzsäure als Schutz
Im menschlichen Magen herrscht ein extrem saures Milieu. Unsere Magensäure besteht aus 0,1–0,3-prozentiger Salzsäure mit einem pH-Wert, der zwischen 1 und 7 schwankt. Schon beim Gedanken an eine bald bevorstehende Mahlzeit, spätestens aber beim Essen produziert der Magen verstärkt Magensäure. Sie dient in erster Linie dazu, uns vor Krankheitserregern in der Nahrung zu schützen. Außerdem zerlegt sie den Nahrungsbrei in seine Bestandteile, um ihn für den Körper verwertbar zu machen. Normalerweise bleibt die Magensäure im Magen, der durch eine dicke dreischichtige Schleimhaut geschützt ist. Die Speiseröhre ist durch einen Schließmuskel vom Magen getrennt, der sich nur während der Nahrungspassage öffnet. So ist sie vor der Salzsäure des Magens geschützt. Gewisse Lebensmittel können aber zur Erschlaffung dieses Schließmuskels führen. Fließt der saure Mageninhalt dann zurück in die Speiseröhre und reizt die ungeschützte Schleimhaut, kann das zu einem brennenden Schmerz hinter dem Brustbein führen, dem Sodbrennen. Gelangt der Magensaft sogar in den Mundraum, spricht man von saurem Aufstoßen.

Säure, lass nach!
Eine gesunde, maßvolle Ernährung ist der Schlüssel zur Vermeidung von Sodbrennen. Vor allem basische Lebensmittel sind zu empfehlen: Gemüse und Obst, Kräuter und Salate sind die wichtigsten Bestandteile einer basischen Ernährung. Besonders basenreich sind Erdäpfel, die man gut mit Kräutern und kalt gepressten Ölen kombinieren kann. Da herkömmliche  Getreidesorten im Körper sauer wirken, empfehlen Experten die Verwendung von Hirse- oder Buchweizenmehl. Weitere Lebensmittel, die sauer wirken und sparsam zu verwenden sind: Milch(produkte), Fleisch und Wurst, Fisch sowie Meeresfrüchte. Ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen ist übrigens Olivenöl. Einfach einen Esslöffel davon trinken, es hemmt das Hormon Gastrin, das die Magenschleimhautzellen zur Säureproduktion anregt, sobald Nahrung in den Magen kommt!

Sodbrennen muss nicht sein

Befolgen Sie diese sieben Tipps – und Sodbrennen hat keine Chance!

1. Essen Sie keine Fertigprodukte. Kochen Sie selbst mit frischen Zutaten. Kaufen Sie Brot, Butter, Öle, Essig in Bio-Qualität.
2. Essen Sie weniger Back- und Teigwaren und meiden Sie Produkte, die Zucker enthalten.
3. Vermeiden Sie langes Kochen, Frittieren und Braten bei hohen Temperaturen. Dämpfen oder dünsten Sie Ihre Mahlzeiten.
4. Beobachten Sie genau, nach welchen Lebensmitteln bzw. Kombinationen Sie Sodbrennen bekommen.
5. Hören Sie mit mehrgängigen Menüs auf. Essen Sie einfacher, z. B. gedämpftes Gemüse mit Kräutern, Meersalz und Butter. Dazu Erdäpfel, Hirse, Quinoa oder hochwertiges Bio-Fleisch.
6. Schluss mit Desserts aller Art und Schokolade.
7. Reduzieren Sie Ihren Alkohol- und Kaffeegenuss, verzichten Sie auf das Rauchen.

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