Dienstag, 19. Februar 2019

So verlor ich 60 Kilo!

Ausgabe 10/2012
GESÜNDER LEBEN-Leserin Annette Mayer, 42, wog 120 Kilo und war zutiefst unglücklich. Heute ist sie eine glückliche schlanke Frau, die gerade einmal 62 Kilo auf die Waage bringt.

Foto: Beigestellt
Annette Mayer hat etwas geschafft, von dem viele träumen: Mit Ehrgeiz und Disziplin hat sie nahezu 60 Kilo abgenommen. Und das ganz ohne Diäten!

GESÜNDER LEBEN: Wie kam es, dass Sie so viel Übergewicht entwickelt haben?
Annette Mayer: Als ich 18 war und meine Lehre abgeschlossen hatte, wusste ich mit einem Mal nicht mehr, was ich im Leben machen wollte. Ich war traurig und frustriert und ließ mich in diesem Sommer total gehen: Ich lag nur zu Hause herum, aß sehr viel und schlief die ganze Zeit. Mit der Zeit aß ich immer mehr, und bald brauchte ich Essen wie ein Abhängiger seine Zigaretten. Es war ein Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr herausfand, und ich habe dadurch letztlich zwölf Jahre meines Lebens vertan.

GL: Welche Probleme hatten Sie?
Mayer: Zum einen begann mein Partner an mir herumzunörgeln, weil ich ihm wohl nicht mehr gefiel, und das tat sehr weh. Zum anderen konnte ich viele Dinge, die mir eigentlich Freude gemacht hätten, nicht mehr tun. So wurde zum Beispiel das Baden im Sommer zum echten Problem. Für mich war es die reinste Hölle, ein Messerstich für mein ohnehin nicht mehr vorhandenes Selbstvertrauen, mich im Badeanzug zu präsentieren. Jeder Badetag war ein einziger Stress für mich. Außerdem litt ich auch an manchen „körperlichen“ Beschwerden, denn meine Oberschenkel rieben beim Gehen so stark aneinander, dass ich wund wurde. Rückblickend betrachtet war ich wohl auch echt depressiv, aber das wusste ich damals noch nicht.

GL: Wie haben Sie reagiert?
Mayer: Ich versuchte, eine Mauer um mich herum aufzubauen, um nichts an mich heranzulassen, aber in Wirklichkeit war ich total traurig, schämte mich zu Tode, haderte mit mir und der Umwelt und versuchte zahllose Diäten, die in der Beschreibung toll klingen, in Wirklichkeit aber nichts bringen oder das Problem nur vergrößern.

GL: Und was passierte dann?
Mayer: Ich war 29 und wog 118 Kilo. Es war Sommer und Badesaison. Da kam ich mir so hässlich und blöd vor, dass ich den Entschluss fasste, im nächsten Sommer schlank und schön im Bikini dastehen zu können. Diese Vorstellung brannte sich in meinen Kopf ein, und ich wollte alles für ihre Erfüllung tun. Ich kaufte mir ein Turngerät, fest entschlossen, es täglich zu benützen, und tat das auch. Am Anfang tat ich mir dabei noch furchtbar leid, es flossen Tränen und auch Schweiß, aber bald purzelten die ersten 16 Kilo, und das machte mich sehr glücklich und motivierte mich, weiterzumachen.

GL
: Und wie sah es mit dem Essen aus?
Mayer: Ich erfand meine eigene Diät, die darin bestand, dass ich zwar im Prinzip alles essen konnte, aber nur bis Mittag. Es war also eine „genussvolle“ Diät ohne Diätprodukte und Kalorienzählen. Außerdem arbeitete ich weiter mit dem Turngerät und begann auch zu laufen. Es war anfangs alles nicht einfach, aber mit der Zeit wurde es leichter und schöner, und mit jedem Tag, da die Waage weniger Gewicht anzeigte, stieg mein Glücksgefühl an.

GL: Das klingt so einfach …
Mayer: Natürlich gab es zwischendurch auch immer wieder „Versuchungen“ und Heißhungerattacken. Da half ich mir mit „Eselsbrücken“. Eine davon war, dass ich mir sagte: „Es ist ohnehin schon abends, bald gehe ich schlafen, und wenn ich aufwache, darf ich beim Frühstück wieder essen.“

GL: Was raten Sie anderen Betroffenen?
Mayer: Ich glaube fest daran, dass jeder, der wirklich abnehmen will, es auch schaffen kann. Manche Menschen, die unter krankhaftem Übergewicht leiden, werden dabei vielleicht Unterstützung von außen benötigen. Hilfreich ist auch, sich etwas vorzustellen, was man gerne machen würde, wenn man wieder schlank ist. Denn: Das Leben ist unheimlich schön und leicht, wenn man leichter ist!

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