Sonntag, 15. September 2019

Schwimmen – Spaß ohne Reue!

Ausgabe 2017.07-08
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Hautpilze, Ohrenentzündungen oder Pilzerkrankungen können den Badespaß im Sommer nachhaltig trüben und langwierige Behandlungen nach sich ziehen. GESÜNDER LEBEN verrät, wie man unangenehme Mitbringsel aus Schwimmbädern oder Seen vermeidet.


Foto: iStock-538602500

 

Swimmingpools und Badeseen bringen nicht nur Abkühlung – sie sind manchmal auch ein Tummelbecken für Krankheitserreger. Insbesondere Ohren, Augen, Haut und Harnwege können beim sommerlichen Badevergnügen zum Angriffsziel für diverse Keime werden. Ganz auf den Badespaß verzichten muss man deshalb aber nicht, beruhigt die Expertin für Wasserhygiene, ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Regina Sommer von der MedUni Wien: „Das Baden selbst ist zumeist unbedenklich, weil Österreichs Gewässer und Schwimmbäder streng kontrolliert werden und die Wasserqualität ausgezeichnet ist. Wenn man einige Hygieneregeln beachtet, kann man sich sehr gut vor den meisten Infektionen schützen.“  Wie das genau geht, hat GESÜNDER LEBEN für Sie recherchiert.

Besonders lästig im Sommer

Blasenkatarrh und rote Augen

Blasenentzündungen und rote Augen sind im Sommer besonders häufig. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie diese „Mitbringsel“ am besten verhindern können.

Blasenentzündung
Die Blase ist im Sommer besonders anfällig für Irritationen durch nasse Badekleidung, Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen und Sitzen auf kühlen Steinen. „Auslöser sind zumeist E-coli-Bakterien aus dem Darm, die in die Harnröhre gelangen und dort eine Entzündung auslösen“, erklärt die Wiener Urologin Dr. Dara Lazar. „Wärmflasche, ein heißes Fußbad und danach warme Socken können den Infekt noch abfangen. Unterstützend wirken Tees mit Bärentraubenblättern, Goldrute und Birke.“ Ein weiteres Hausmittel zur ersten Hilfe: Purer Zitronensaft säuert den Harn an, was die Keime gar nicht mögen. Der Wirkstoff D-Mannose in Kapselform bindet die Bakterien im Urin und eignet sich daher gut als Prophylaxe und wirkt schnell im Akutfall. Weitere Vorbeugemaßnahmen: nasse Badesachen sofort wechseln und viel Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken.

Rote Augen
Mit Keimen verunreinigte Schwimmbäder und dadurch „infizierte“ Gegenstände wie Kontaktlinsen und Handtücher können eine „Schwimmbadkonjunktivitis“ auslösen. Besonders gefährdet sind Kontaktlinsenträger, weil sich Bakterien zwischen Linse und Auge gut vermehren können. „Wer mit Kontaktlinsen unter Wasser schwimmt, riskiert nicht nur eine Infektion, sondern in der Folge schwere Augenschäden“, warnt Augenarzt Dr. Martin Freyberger. Viele Menschen reagieren auch durch Reizungen durch Chlor im Freibad, UV-Strahlung, Staub oder Zugluft mit einer Bindehautentzündung. Das Augengewebe wird angegriffen, die Augen sind gerötet und geschwollen. Betroffene spüren ein brennendes Fremdkörpergefühl und sind lichtscheu. Durch Reiben der Augen breitet sich eine infektiöse Bindehautentzündung oft von einem Auge auf das andere aus. Freyberger: „Wird auch noch eitriges Sekret abgesondert bzw. bessert sich die Entzündung nach 24 Stunden nicht, ist auf jeden Fall ärztliche Hilfe gefragt.“ Zur Vorbeugung sollte man beim Schwimmen eine Schwimmbrille tragen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schwimmen – Spaß ohne Reue!
Seite 2 Schwimmbad-Otitis
Seite 3 Warzenviren

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