Sonntag, 19. November 2017

Schritt für Schritt zu mehr Wohl­befinden

Ausgabe 2017.09
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Es hilft gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten, Übergewicht, Rückenschmerz und Osteoporose, Depressionen und vieles mehr. Es hat keine Nebenwirkungen. Und es kostet nichts. Klingt nach Scharlatanerie? Nein – denn schon 30 Minuten gehen pro Tag können Ihr Leben verändern! GESÜNDER LEBEN zeigt wie – gehen wir es gemeinsam an!


Foto: iStock-blyjak

Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“ Der tschechische Ausnahme-Läufer Emil Zátopek brachte auf den Punkt, was sich die Schöpfung zu den einzelnen Lebewesen so überlegt hat. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, müsste man dieses Naturgesetz jedoch leider abändern: Während die Wasserbewohner weiterhin schwimmen und Vögel sich nach wie vor durch Flügelschläge von Start zu Ziel bewegen, läuft der Mensch nicht mehr, er sitzt. Die Folgen der mangelnden Bewegung sind besorgniserregend, wie OA Dr. Alexander Zembsch bestätigt: „Zum einen leidet der gesamte Bewegungsapparat – angefangen von Muskeln über Knochen bis zu den Gelenken. Denn was nicht bewegt wird, zieht sich zurück, schrumpft, wird schwächer“, erläutert der Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie im Gelenk-Zentrum Hietzing in Wien. „Zweitens ist auch das gesamte Herz-Kreislauf-System von den Auswirkungen betroffen.“ So sind eine Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden auf unser Dasein als „Sitzling“ zurückzuführen – eine Erkenntnis, die auch die amerikanischen Evolutionsmediziner Randolph Nesse und George Williams teilen und in folgender Formel festhielten: „Bewegung ist die Voraussetzung für das normale Funktionieren des Menschen.“

Mehr Bewegung? So klappt’s!

GESÜNDER LEBEN hat fünf Tipps, wie Sie sich motivieren können, sich mehr zu bewegen.

Kreative Pause. Wussten Sie, dass Gehen Konzentration, Denkleistung und Kreativität steigert? Ausschlaggebend dafür sind sogenannte Neurotransmitter. Diese Botenstoffe werden beim entspannten Gehen vom zentralen Nervensystem freigesetzt und sorgen auch für ein besseres Kurzzeitgedächtnis und gesteigerte Problemlösungsfähigkeiten. Wenn im Büro also wieder einmal nichts weiterzugehen scheint: Einfach eine kurze Pause einlegen und ein paar Runden um den Block oder im Park drehen!
Schlaue Helfer. Sie gehen ohnehin genug, meinen Sie? Vielleicht haben Sie recht. Vielleicht zählen Sie aber auch zum Durchschnitts-Europäer, der pro Tag gerade einal 900 Meter zu Fuß zurücklegt. Abhilfe schaffen Schrittzähler-Apps (fürs Handy, als Armband etc.). Sie schaffen nicht nur Klarheit, sondern wirken oft auch motivierend, die eigene Leistung nach und nach zu steigern. Zudem verbessert sich die Wahrnehmung über das persönliche Bewegungsausmaß.
Zusammen ist man weniger allein. Einsam zur Arbeit marschieren, alleine zu Fuß Besorgungen machen – all das ist Ihnen zu langweilig? Holen Sie sich Verstärkung! Vielleicht lässt sich der eine oder andere Bürokollege motivieren oder die Freundin ist nächstes Mal beim Shoppingmarathon zu Fuß dabei? Sie können sich während der Bewegung ruhig auch austauschen und das Nützliche mit einem angenehmen Plausch verbinden. So findet sich gleich auch die optimale GEHschwindigkeit. Man sollte nämlich noch entspannt sprechen können!
Schrittweise Meditation. Aber auch alleine tut Gehen gut. Verbinden Sie die zu Fuß zurückgelegten Wege mit einer entspannenden Meditation. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Atmung und nehmen Sie jeden Schritt bewusst wahr. Nach kurzer Zeit bauen Sie bereits Stress und Anspannung ab, Ihre Atmung wird automatisch tiefer. Optimal ist es, wenn Sie 3 bis 4 Sekunden einatmen und mit Lippenbremse (dem Kussmund) 6 bis 7 Sekunden ausatmen.
Lichtquelle. Wer auf Auto, U-Bahn und Co verzichtet und stattdessen gehend ans Ziel kommt, nimmt auch mehr Licht auf. Tageslicht erhöht die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Sie werden sich bald also nicht nur gesünder, sondern auch glücklicher fühlen! Genießen Sie die letzten Spätsommerstrahlen und tanken Sie Energie!

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schritt für Schritt zu mehr Wohl­befinden
Seite 2 Gesunder Bewegungsapparat

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