Sonntag, 17. Februar 2019

Schlehen – gut für Magen und Darm

Ausgabe 2016.11

Das Einkaufen-Gehen ist eine Sache, die gut geplant sein will, gilt es doch, sparsam mit dem vorhandenen Geld umzugehen.


Foto: Adolf Blaim

Und dennoch sollte man offen bleiben für so manches Schnäppchen, das man beim Vorüberziehen mit dem Einkaufswagen an den Regalen erspäht.
Beim Gang über die Felder kann man an den Schlehensträuchern, die vielerorts die Wege säumen, Derartiges ebenfalls bemerken. Frisch und mit einem stahlblauen Schimmer überzogen, lachen uns die großkernigen Früchte meist in reicher Fülle an. Man kann also von „Natur pur“ sprechen, begegnet man diesem Angebot, das überdies mit keinerlei Schmälerung des Brieftascherls verbunden ist. Ähnlich verhält es sich ja auch bei den Hagebutten, die imstande sind, unserem physischen Immunsystem neue Schubkraft zukommen zu lassen. Wie bei den roten Hetscherln so ist es auch bei den dunkelblauen Schlehen von Vorteil, dass noch ein Akteur auf den Plan tritt, um die Früchte auch gut verwerten zu können: der Frost. Da sich dieser ja schon mancherorts die Nacht über eingestellt hat, dürfte es nun kein Problem sein, die Schlehen zu ernten und für den Rest des Jahres aufzubereiten. Will man z. B. einen Likör aus den blauen Schlehen ansetzen, so sollte man dafür die folgende Vorgangsweise beachten:
250 g Früchte, die bereits mit dem Frost in Berührung kamen, werden fein säuberlich verlesen und gewaschen. Dann in eine Flasche füllen, die man mit 1 Liter gutem Obstbrand aufgießt. 8 Tage lang im Dunkeln stehen lassen und dann filtrieren. Zum so gewonnenen Fruchtansatz wird 1 Liter Wasser hinzugefügt, das man zuvor mit 250 g Zucker 15 Minuten lang aufkochen und hernach abkühlen ließ. Den fertig hergestellten Likör nun in Flaschen füllen und am besten noch mit einer Vanilleschote anreichern. Vor dem Genießen ein halbes Jahr lang lagern lassen. Gerade bei Völlegefühl im Magen ist es dann sinnvoll, einen Schluck zu trinken.
Ein weiterer Tipp: Es passiert schon einmal, dass einen aus verschiedenen Gründen ein unangenehmer Durchfall in Richtung Toilette am Laufen hält. Da kann ein Tee wiederum Abhilfe schaffen. Die Schlehenfrüchte, deren richtiger Erntezeitpunkt bereits beim Likör geschildert wurde, können auch getrocknet werden. Von dieser Art nimmt man dann 2 Teelöffel voll, zerschlägt sie vorsichtig mitsamt ihren Kernen mit einem Hammer und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Während des Tages am besten
3 Tassen davon trinken.


Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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