Sonntag, 19. Mai 2019

Schlaf gut!

Ausgabe 11/2011
Besonders in der Herbst- und Winterzeit ist ausreichend Schlaf wichtig für unser Wohlbefinden. Wir haben die 10 besten Tipps!

Foto: Wladimir Wetzel - Fotolia.com
Zu einem gesunden Lebensstil gehören nicht nur ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung, sondern auch ein gesunder Schlaf. „Während des Schlafens entspannt sich unser Körper auf eine Art und Weise, wie er es sonst nicht kann“, erklärt Schlafexperte Thomas Diewald (www.gesund-schlafen.co.at). „Unsere Muskeln entspannen sich, Atmung und Puls regulieren sich und werden ruhiger. Die Energiereserven laden sich neu auf, das Nerven- und Immunsystem erholen sich von den Strapazen des Tags.“ Heißt: Menschen, die nicht genügend Schlaf bekommen oder an Schlafstörungen leiden, haben tagsüber nicht nur schlechte Laune, auch das Immunsystem wird geschwächt. Sogar Bluthochdruck, Diabetes oder Stoffwechselprobleme können auf einen ungesunden Schlaf zurückzuführen sein.

Diewald verrät in GESÜNDER LEBEN die zehn Tipps für einen gesunden Schlaf.

  1. Achten Sie auf die  richtige Matratze 
    Das A und O für einen gesunden Schlaf ist eine Matratze, die mit dem Körper eins wird. Das bedeutet, sie muss sich Körpertemperatur, -gewicht und -kontur anpassen und druckpunktelastisch sein. Besonders im Kreuz- und Schulterbereich dürfen keine Druckstellen entstehen. Übrigens: Die Regel „Je härter die Matratze, desto gesünder liegt man“ ist ein Irrglaube. Generell gilt: Je höher das eigene Körpergewicht, desto mehr Volumen sollte die Matratze haben, sehr schlanke und ältere Menschen greifen am besten zu  besonders weichen Matratzen. Verspannungen und Kreuzschmerzen sind untrügliche Anzeichen dafür, dass die Matratze nicht für Sie geeignet ist. Wechseln Sie Ihre Matratze aus hygienischen Gründen mindestens alle zehn Jahre.
    Was die Materialien betrifft, geht der neue Trend hin zu natürlich nachwachsenden Rohstoffen wie Sonnenblumenöl, Baum- und Schurwolle, Naturlatex oder Zirbe. Bei den „klassischen“ Materialien ist besonders die Gruppe der medizinischen Kaltschäume zu empfehlen, da diese ein geringes Gewicht aufweisen, leicht in der Pflege sind, sich auch für Allergiker eignen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

  2. Reine Kopfsache
    Welche Art von Kissen am besten geeignet ist, ist sehr individuell und bedarf ausreichend „Probeschlafens“, um das passende Modell zu finden. Prinzipiell sind beim Kauf eines Kopfkissens drei Punkte zu beachten:
    Erstens: Beobachten Sie, ob Sie Rücken- oder Seitenschläfer sind – für die Form des Kissens sehr wichtig!
    Zweitens: Achten Sie auf die Schulterhöhe! Je weicher die Matratze ist, desto weniger hoch muss das Kissen sein.
    Drittens: Es darf kein Druck auf Nacken oder Wirbelsäule entstehen. Sie „liegen“ dann richtig, wenn sich der Kopf waagrecht befindet und nicht nach vorn oder hinten fällt.

  3. Das Bett als Entspannungszone
    Die wichtigste Grundregel für gesundes Schlafen: Das Bett ist zum Entspannen da! Arbeiten Sie nicht im Bett (vor allem nicht spät abends), auch Lesen wühlt die Gedanken auf und hindert beim Einschlafen. Wichtig ist die Kunst des Abschalten-Könnens: Nehmen Sie privaten und beruflichen Stress nicht mit ins Bett, sondern schreiben Sie Dinge, die Sie nicht vergessen dürfen, vor dem Schlafengehen auf. So können Sie gedanklich loslassen und sich auf schöne Dinge konzentrieren. Haben Sie Probleme beim Einschlafen, hilft entspannende Musik, ein Erholungsbad oder eine Tasse warme Milch mit Honig.

  4. Je kühler, desto besser
    Die ideale Temperatur im Schlafzimmer sollte 16–18 Grad betragen. Lüften Sie regelmäßig, vor allem morgens, gut durch und achten Sie auf genügend Luftfeuchtigkeit (ca. 50 Prozent). Tipp: Luftbefeuchter oder nasse Wäsche helfen!

  5. Nur bei Müdigkeit ins Bett
    Gehen Sie nur ins Bett, wenn Sie müde sind und nicht, weil die Uhr es Ihnen vorschreibt. Wie viel Schlaf ein Mensch braucht, ist höchst individuell. Es ist ein Mythos, dass man mindestens sieben Stunden täglich schlafen muss. Wichtig ist aber, einen möglichst regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus einzuhalten.

  6. Nur in der Nacht schlafen
    Ein Mittagsschläfchen ist gesund? Nicht unbedingt: Schläft man am Tag, fehlt dieser Schlaf in der Nacht. Bei Müdigkeit am Nachmittag hilft frische Luft oder effektives Power-Napping.

  7. Bewusste Ernährung
    Vermeiden Sie schwer verdauliches Essen sowie Alkohol oder Kaffee vor dem Zubettgehen. Der Stoffwechsel wird ansonsten angeregt und stört einen ruhigen Schlaf.

  8. Kein Sport am Abend
    Anstrengende sportliche Tätigkeiten spätabends wühlen den Körper auf, er kann nur noch schwer zur Ruhe kommen. Ein gemütlicher Spaziergang, zum Beispiel mit dem Hund, wirkt aber entspannend.

  9. Optimieren Sie Ihre Schlafstätte
    Menschen, die sprichwörtlich überall schlafen können, sind rar gesät. Für einen gesunden Schlaf ist die Umgebung maßgebend: Halten Sie Ihren Schlafraum so gut als möglich von Elektrogeräten und somit von Elektrosmog frei – dazu gehören auch Funkwecker! Das Bett sollte metallfrei und nicht direkt an der Wand platziert sein, da hier viele elektrische Leitungen verlaufen. Richten Sie den Kopfteil Ihres Bettes Richtung Norden aus – somit muss der Körper nicht gegen die natürlichen Magnetfelder der Erde ankämpfen.
    Pflanzen brauchen Sauerstoff – im Schlafzimmer sollten sich also nur sehr wenige Pflanzen befinden. Um die Umgebung trotzdem entspannend zu gestalten, greifen Sie zu matten Wandfarben, großen und beruhigenden Bildern und mehreren Kerzen. Überladene Schlafzimmer wirken beunruhigend. Dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer in der Nacht so gut als möglich ab.

  10. Bei Schlafstörungen zum Arzt
    Jeder dritte Österreicher leidet unter Schlafproblemen. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn man öfter als dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von einem Monat Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen hat. Treten diese Probleme auf, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn: Ohne gesunden Schlaf kein Wohlbefinden!

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