Sonntag, 15. September 2019

Schenk mir ein gesundes Lächeln!

Ausgabe 2018.09
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Eine Zahnfleischentzündung führt oftmals zu Zahnverlust. Und erhöht das Risiko, an Diabetes und rheumatoider Arthritis zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Machen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den GESÜNDER LEBEN-Test!


Foto: iStock-utkamandarinka

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind rund 70 Prozent aller Erwachsenen von Zahnfleischerkrankungen betroffen. Da sie lange Zeit unbemerkt bleiben und anfangs kaum Schmerzen verursachen, wird eine Entzündung meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt: „Erste Anzeichen wie Rötungen und gelegentliches Zahnfleischbluten werden oft nicht ernst genommen“, weiß Dr. Georg Mayer, Zahnarzt in Tamsweg. „Verschlimmert sich eine Zahnfleischentzündung, kann sie sich allerdings in die Tiefe bis zum Zahnhalteapparat ausbreiten. Dann entsteht Parodontitis.“ Was viele nicht wissen: Parodontitis ist alles andere als eine harmlose Erkrankung. Ihre Folgen können schwerwiegend sein: „Parodontitis erhöht nämlich nicht nur das Risiko für Zahnverlust beträchtlich, sondern auch jenes für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Sie stellt auch eine Gefahr in der Schwangerschaft dar, die man keinesfalls unterschätzen sollte.“

So bleiben Zähne und Zahnfleisch gesund

Zähneputzen mindestens 2x täglich.

• Regelmäßig Zahnseide oder Interdentalbürstchen vor dem Zähneputzen benutzen, um auch weniger zugängliche Stellen von Speiseresten zu befreien. Dazu notwendige Techniken und Hilfsmittel kann man sich vom Zahnarzt bzw. geschultem Personal erklären lassen.

• Regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen lassen.

• Alle sechs Monate die Vorsorge-Untersuchung beim Zahnarzt in Anspruch nehmen: So kann dieser Parodontitis frühzeitig erkennen. Außerdem entfernt der Arzt auch Zahnstein, der das Bakterienwachstum begünstigt.

• Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus können ebenfalls eine Parodontitis begünstigen. Es ist daher wichtig, eine Grunderkrankung zu therapieren.

Es beginnt mit unsichtbaren Zahnbelägen
Um gesundes Zahnfleisch zu erkennen, muss man nicht unbedingt Zahnmedizin studiert haben: Es besitzt eine blassrosa Farbe, liegt straff um die Zähne und ist auch nicht empfindlich. Die größte Bedrohung für diesen idealen Zustand ist laut Mayer bakterieller Zahnbelag, auch Plaque genannt. Wird dieser Bakterienfilm nicht regelmäßig durch Zahnpflege entfernt, produzieren die Keime Schadstoffe, die in das Gewebe des Zahnfleischs eindringen können und zu einer Zahnfleischentzündung führen: „Es ist daher wichtig, unbedingt auf erste Warnzeichen wie geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, Änderungen der Zahnstellung oder länger werdende, gelockerte Zähne zu achten.“ Während des Putzens und der Verwendung von Zahnseide treten meist auch Blutungen auf: „Dieses frühe Stadium einer Zahnfleischentzündung kann man gut behandeln, da der Knochen und das Bindegewebe, die für die Festigkeit der Zähne verantwortlich sind, noch nicht betroffen sind.“ Wird die Zahnfleischentzündung nicht behandelt, breitet sie sich meist weiter aus – und führt schließlich zu Parodontitis. „Dabei bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen, wo sich Bakterien sammeln, die wiederum die Entzündung verschlimmern. Das Zahnfleisch zieht sich zurück. In der Folge kann sogar der Zahnhalteapparat mit dem Kieferknochen zerstört werden.“ Die Zähne werden locker und können ihre Stellung verändern oder sogar ausfallen. „Das Problem dabei ist, dass sich das von Parodontitis zerstörte Gewebe nicht mehr regenerieren kann. Die Schäden sind also irreparabel.“ Viele Patienten bemerken das Problem erst, wenn die Zähne locker geworden sind. Dann ist es allerdings schon zu spät für eine zahnerhaltende Therapie. Da eine Parodontitis immer alle Zähne betrifft und nicht nur einzelnen wie bei einer Karies, müssen schlussendlich häufig alle Zähne gezogen werden.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Schenk mir ein gesundes Lächeln!
Seite 2 Parodontitis

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