Samstag, 16. Februar 2019

Salbei gegen das Schwitzen

Ausgabe 07-08/2013

Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Freunde.


foto: Salvia Victoria - wikipedia

Die einen mögen es gern kühl und schattig, Extreme verlieben sich sogar in den Winter. Schnee und Eis in Menge sind bei ihnen äußerst erwünschte Phänomene. Doch der Großteil liebt den Sommer. Ich darf am Land leben und kann mich, sobald das Thermometer in die Höhe steigt, hinter die alten und dicken Klostermauern zurückziehen und das dortige Raumklima genießen. In den städtischen Ballungsräumen jedoch gibt es viel verbaute und asphaltierte Fläche, deren Oberfläche auch in der Nacht die Resthitze des Tages abstrahlt. In den Obergeschoßen der Stockwerke gibt es vor der Hitze kein Entrinnen mehr! Je höher die Temperaturen steigen, desto mehr fallen die Kleider. Und meist hilft nicht einmal das. Oft liegt es am Übergewicht, dass der Körper vermehrt seine Schweißdrüsen zum Einsatz bringt, manchmal ist aber auch die Psyche dafür verantwortlich. Wie auch immer: Es ist uns unangenehm, gleich einem feuchten Putzlappen durch die Gegend zu laufen. Würden wir aber keine Schweißdrüsen besitzen, könnte der Körper seine Temperatur nicht mehr regeln. Diese kleinen Organe befinden sich im Unterhaut-Fettgewebe und haben einen gewundenen Kanal zur Hautoberfläche hin, wo der Schweiß austreten und verdunsten kann. Besonders viele Drüsen sitzen im Handteller, auf der Fußsohle und unter den Achseln. Um das vermehrte Schwitzen aber doch ein wenig in den Griff zu bekommen, können Salbeiblätter herangezogen werden. Diese enthalten Gerbstoffe, die durch ihre adstringierende Wirkung die übermäßige Schweißbildung hintanhalten können. Hat man in der Nacht Probleme mit dem Schwitzen, kann es helfen, eine Tasse reinen Salbeitee vor dem Zubettgehen zu trinken. Oder man stellt sich folgendermaßen einen Salbeiwein her:
2 volle Esslöffel zerkleinerte frische Salbeiblätter mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen und 30 Minuten lang ziehen lassen. Dann ¼ Liter Rotwein beimischen und das Ganze kühl stellen. Den Tag über verteilt kann man alle 2 Stunden 1 Stamperl davon trinken. Am besten ist es, damit eine dreiwöchige Kur durchzuführen. Diese kann vor allem Frauen in den Wechseljahren helfen.


Generell ist es wichtig, bei hohen Temperaturen viel zu trinken. Unser Körper braucht täglich die nötige Flüssigkeitszufuhr. Die wirksamen Stoffe des Salbeis können auch von außen an die Haut herangebracht werden. Dazu nimmt man eine Handvoll Salbeiblätter, zerkleinert sie und übergießt sie mit 3 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten ziehen lassen und den Absud davon in die fertig gefüllte Badewanne leeren, um ca. eine Viertelstunde darin zu bleiben.

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