Montag, 20. Mai 2019

Rheuma verhindern, mit Rheuma leben

Ausgabe 2017.10

Bleiben Sie fit! Sport hilft, verschleißbedingten rheumatischen Krankheiten vorzubeugen, die Funktion der Gelenke zu erhalten und Fehlstellungen zu reduzieren.


Foto: canstockphoto - konradbak

 

1. Prävention

Durch Bewegung erhält der Gelenksknorpel wertvolle Nährstoffe. Auch wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, kann sportliche Betätigung helfen, die Mobilität zu erhalten. Ein schöner Nebeneffekt: Überflüssige Pfunde, die Hüfte und Kniegelenke belasten, purzeln. Wichtig dabei: Die ausgewählte Sportart muss gelenksschonend sein, die Muskeln stärken und nicht mit einem erhöhten Verletzungsrisiko einhergehen. Gut eignen sich etwa Nordic Walking, Radfahren oder spezielle Gymnastik wie Rückentraining.

Wenig tierische Fette. Die Ursache entzündungsbedingter rheumatischer Erkrankungen ist noch unbekannt, daher sind vorbeugende Maßnahmen nicht möglich. Richtige Ernährung kann solche Krankheiten jedoch positiv beeinflussen. Wichtig für Betroffene: Vermeiden Sie Nahrungsmittel, die Arachidonsäure enthalten, wie fettes Fleisch, Wurst oder Eidotter. Diese Säure wird ausschließlich mit der Nahrung zugeführt und füttert jene Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen im Körper hervorrufen können.
Setzen Sie neben Gemüse, Obst und Nüssen auch auf entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Fischölen enthalten sind. Ein ausgewogener Speiseplan verringert zudem das Risiko, an Gicht zu erkranken. Nur mäßig zum Einsatz kommen sollten hier eiweißreiche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Fleisch, Wurst und Innereien sowie Alkohol.

Vitamine für die Gelenke. Die Vitamine C, E und D unterstützen die Gelenke und das Immunsystem. Achten Sie neben vitaminreicher Nahrung auch auf ausgewogene Verteilung von sauren und basischen Lebensmitteln. Zudem füttern spezielle Nahrungsergänzungsmittel und Nährstoffkombinationen die Gelenke mit allen wichtigen Inhaltsstoffen, die sie benötigen. Dazu zählen etwa Collagen-Hydrolysat und Glucosamin, Enzyme und Spurenelemente.

2. Wann zum Arzt?

Rheuma weist Hunderte verschiedene Krankheitsbilder auf. Erste Symptome zu erkennen, kann daher schwierig sein. Der Tipp von Rheumatologen Prof. Dr. Josef Smolen: „Wenn man teigig weiche Gelenksschwellungen bemerkt, sollte man innerhalb weniger Wochen einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären. Umgehend zum Arzt sollte man bei Gelenksschmerzen oder Hautausschlägen in Kombination mit Fieber!“

3. Information

Rheumatologische Ambulanz im AKH Wien:
Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien, Telefon: 01/404 00-21110

ÖGR – Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation:
www.rheumatologie.at

Österreichische Rheumaliga:
www.rheumaliga.at

Rheumahilfe Österreich:
www.rheumahilfe.or.at

Rheuma-Selbsthilfegruppen:
rheuma-selbst-hilfe.at

Rheumanetz Österreich:
www.rheumanetz.at

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