Freitag, 20. September 2019

Prostatakrebs Bleiben Sie aktiv!

Ausgabe 09/2012
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Jedes Jahr erkranken in Österreich rund 4400 Männer an Prostatakrebs. Besonders wichtig: die Vorsorgeuntersuchung. Und: Ein neues Programm unterstützt beim Kampf gegen die Krankheit.

Foto: Can Stock Photo Inc. - wacker Die Diagnose „Prostatakrebs“ trifft etwa jeden sechsten Mann. Nur im Frühstadium, bei dem der Tumor auf die Prostata beschränkt ist, ist es möglich, durch Operation oder Strahlenbehandlung eine Heilung zu erreichen. Im fortgeschrittenen Stadium kann zusätzlich durch Entzug des männlichen Sexualhormons Testosteron ein deutlicher Rückgang oder sogar Stillstand des Tumorwachstums erreicht werden. Diese daher notwendige Hormontherapie kann zu massiven Nebenwirkungen führen ­– doch dagegen kann man aktiv etwas tun. „Die Diagnose Pros-tatakrebs traf mich wie ein Hammerschlag. Ich hatte, wie die meisten Männer, nicht damit gerechnet“, sagt DI Werner Pokstefl, der seit zehn Jahren an Krebs im fortgeschrittenen Stadium leidet und eine Operation, bei der die Prostata entfernt wurde, sowie eine Strahlen- und Hormontherapie hinter sich hat.

Prostatakrebs: Zahlen und Fakten. Tatsächlich macht Prostatakrebs, der im Frühstadium keine Beschwerden verursacht, ein Viertel aller bösartigen Tumorerkrankungen bei Männern aus. Und in Österreich müssen jährlich etwa 4400 Männer diese schockierende Diagnose verkraften. Wenn Beschwerden auftreten, wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen, so rühren diese oft von einer gutartigen Veränderung der Prostata her, die ebenfalls einer ärztlichen Abklärung bedarf, auch um Prostatakrebs auszuschließen. Die Wahl der Behandlung des Prostatakrebses ist grundsätzlich sehr individuell und orientiert sich am Krankheitsstadium, Alter, allgemeinen Gesundheitszustand sowie an den Bedürfnissen des Patienten. Wenn sich der Tumor im fortgeschrittenen Stadium durch Operation oder Strahlung nicht entfernen lässt oder sich Metastasen im Körper gebildet haben, ist die Hormontherapie die Therapie der ersten Wahl: Ob und wie schnell entartete Tumorzellen wachsen, hängt vom männlichen Sexualhormon Testosteron ab. Gelingt es, den Testosteronspiegel zu senken, kommt es für bestimmte Zeit zu einer Verlangsamung oder auch einem Stopp des Wachstums des Karzinoms. Leider führt der Entzug des Testosterons nicht selten zu teils starken unerwünschten Nebenwirkungen: Muskelschwund, Osteoporose, Stimmungsschwankungen, Sexualstörungen, Gewichtszunahme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes können unter anderem die Folgen sein.

Ein neues Programm. Doch man(n) ist damit nicht allein gelassen. FERRING Arzneimittel hat in Zusammenarbeit mit dem international renommierten Prostatakrebsspezialisten Univ.-Prof. Bertrand Tombal und der Europäischen Selbsthilfegruppe Europa UOMO für alle Betroffenen das Programm FEEL.plus entwickelt, das eine umfassende, lustvoll gestaltete Anleitung zur aktiven Veränderung des Lebensstils im Kampf gegen die erwähnten Nebenwirkungen einer Hormontherapie darstellt. FEEL.plus ist ein straffes, auf drei Monate hin ausgelegtes Programm, das gehaltvolle und durchdachte Anleitungen zu gezielter Bewegung, gesunder Ernährung und positiver mentaler Auseinandersetzung mit dem Problem bietet. Die Broschüre enthält etwa auch konkrete Trainingsanleitungen, Menüvorschläge, Tipps für den Umgang mit der veränderten Sexualität, aber auch Hinweise auf komplementäre und andere Methoden, mit denen man sich manches erleichtern kann. Und: Es gibt Tabellen, in die man die persönlichen Fortschritte einträgt. Weiters steht auch eine DVD zur Verfügung. Den Initiatoren von FEEL.plus ist auch wichtig, zu betonen, dass das Programm für die ersten drei Monate eine konkrete, unterstützte Anleitung zu einem gesunden, aktiven Leben sein sollte, das auch danach weiterverfolgt werden soll. Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.feelplus.at.

Gemeinsam ein starkes Team. Eine Hormontherapie mit dem Wirkstoff Degarelix kann bei bestimmten Patienten (Ausgangs-PSA-Wert >20) die Zeit, bis eine andere Therapie – etwa eine Chemotherapie – nötig ist, hinauszögern. Dabei wird sowohl das Testosteron als auch das PSA schnell und nachhaltig unterdrückt. Der Wirkstoff muss einmal im Monat gespritzt werden und kann auch vom Hausarzt verabreicht werden. Damit sparen sich Betroffene den Weg zum Urologen und haben den zusätzlichen Vorteil, dass der Hausarzt auch gleich die positiven Auswirkungen des FEEL.plus-Programms durch Überprüfung der Werte feststellen kann. Einmal im Quartal ist eine Kontrolle beim Urologen notwendig. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten!

Doch vergessen Sie nicht: Medikamente sind nicht alles. Ihre Lebensführung trägt entscheidend zu Ihrem Therapieerfolg bei, und gerade bei der Hormontherapie ist Ihre Mitarbeit ganz wesentlich gefragt. Nutzen Sie also das wertvolle Tool, das Ihnen mit dem Programm FEEL.plus zur Verfügung steht, und scheuen Sie sich auch nicht, Ihrem Arzt alle Fragen zu stellen, die Ihnen durch den Kopf gehen. Er kann Ihnen und auch Ihren Angehörigen in vielen Fällen die Verunsicherung nehmen, denn Reden, Reden und noch einmal Reden – auch und besonders mit Ihren Lieben – gehört ebenfalls zu jenen Strategien, die sich im Kampf gegen eine schwere Krankheit als äußerst wertvoll erweisen. Dazu meint Priv.-Doz. Dr. Anton Ponholzer, OA der Abteilung für Urologie und Andrologie, Krankenhaus Barmherzige Brüder, Wien: „Immer stärker tritt bei der Hormontherapie des Prostatakarzinoms zutage, dass es Nebenwirkungen gibt, die die Lebensqualität und Gesundheit der Männer beeinträchtigen. Ein Programm mit Sport, ausgewogener Ernährung und seelischer Unterstützung ist daher sehr zu begrüßen und sollte den Patienten bewusst angeboten werden.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Prostatakrebs Bleiben Sie aktiv!
Seite 2 Wolfgang Ambros: So habe ich den Prostatakrebs besiegt

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