Dienstag, 19. Februar 2019

Pollenfrei daheim

Ausgabe 2013/05

„Welch’ Wonne, der Mai!“, denken die einen. „Hilfe!“, schreien die anderen. GESÜNDER LEBEN weiß, wie die Wohnung pollenfreie Zone bleibt – oder wird ...


Foto: Can Stock Photo Inc. - AnikaSalsera

Herrlich, wenn einen das Gezwitscher der Vögel aufweckt, die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen ins Gesicht lacht und sich die Natur ein farbenprächtiges Kleid überwirft. Nicht jedoch für unsere vom Heuschnupfen geplagten Mitmenschen, die sich nun mit Taschentüchern, Nasenspray, Augentropfen und Antihistaminika eindecken, um den Pollenflug zu ertragen. Bis zu zwei Millionen Allergiker soll es in Österreich geben. Mittelfristig könnte sogar fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen sein, denn Experten gehen davon aus, dass die Pollenbelastung in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Eine Tatsache, die so manchen darüber nachdenken lässt, ans Meer, in die Wüste oder ins Hochgebirge zu flüchten, wo die Belastung am geringsten ist. All jenen, die sich nicht jedes Jahr wegstehlen können, sei gesagt: Auch die eigenen vier Wände können zum Erholungsgebiet werden – vorausgesetzt, man gewährt den Pollen ebendort Einhalt, denn „die Verringerung der Allergene im Innenraum ist ein sehr wichtiger Aspekt im Umgang mit allergisch bedingten Atemwegserkrankungen“, betont Prof. Dr. Hans-Peter Hutter, Oberarzt am Institut für Umwelthygiene an der MedUni Wien.

Stopp den Pollen! Am liebsten würden wir die Türen aufreißen und die Fenster kippen. Abgesehen von der frischen Luft lässt man dabei aber auch Pollen herein, die daraufhin auf Teppichen, Gardinen und anderen (Polster-)Möbeln haften bleiben. Daher gilt: Fenster zu, bis die Luft rein ist und sie nach Herzenslust querlüften können! Während die Pollenbelastung in der Stadt zwischen sechs und acht Uhr morgens am geringsten ist, ist dies in ländlichen Regionen von 19 Uhr bis Mitternacht der Fall. Übrigens: Obwohl wir uns keine lange Regenperiode herbeisehnen, so ist die Zeit nach einer solchen ebenfalls prädestiniert zum Lüften. Und wer so gar nicht vom offenen bzw. gekippten Fenster ablassen kann, der sollte zumindest spezielle Pollenfilter anbringen. Doch auch über unsere Kleidung gelangen die Allergene in die Wohnung, und damit wenigstens das Schlafzimmer möglichst pollenfrei bleibt, sollten Sie sich nicht erst dort aus-, sondern schon im Flur umziehen und sich in „unbelastete“ Hauskleidung werfen. Außerdem sollte man sich nicht von der Sonne verführen lassen und die frisch gewaschene Wäsche im Freien zum Trocknen aufhängen. Dann nämlich wird sie zwar nach Sommer duften, jedoch voll Pollen sein. Und noch ein Tipp: Allergiker sollten ihre Haare abends vor dem Schlafengehen waschen und ihre Brillen regelmäßig reinigen – sowohl Gläser als auch Gestell.

Mit einem Wisch ... sind alle Pollen weg. Schön wär’s, doch so einfach ist die Sache nicht! Generell ist es ratsam, Teppiche und Polstermöbel täglich zu saugen, Gardinen häufig zu waschen und mehrmals die Woche abzustauben. Allein: Wer hat schon die Zeit? Darüber hinaus macht es keinen Sinn, wenn man „falsch“ putzt und die Allergene in der Wohnung verteilt. Daher sollte der Staubsauger mit einem speziellen Pollenfilter ausgestattet sein und anstatt zum Staubtuch zu Lappen und Eimer gegriffen werden. Oder aber Sie ersetzen Gardinen durch Jalousien und Teppiche durch Laminat oder Parkett, Stein oder Fliesen, denn erstens bleiben Pollen auf glatten Flächen nicht so leicht haften und zweitens lassen sie sich wesentlich leichter ab- bzw. nass wischen. Und wenn Sie gerade dabei sind: Verpassen Sie Ihrer Wohnung gleich auch einen neuen Anstrich. Spezielle Wandfarben, sogenannte mineralische Wandcremen, können nämlich zur Reduktion von Pollen sowie Feinstaub beitragen, indem sie die Luftionenkonzentration im Raum erhöhen. Diese Luftionen ziehen die Staubpartikel an, verklumpen sie zu größeren Einheiten, die dann als „schwere Staubteilchen“ zu Boden fallen und dementsprechend nicht mehr eingeatmet werden können. Hutter: „Es ergeben sich dadurch positive Wirkungen auf die Gesundheit, wie beispielweise eine Reduktion von Asthma-Attacken bei Pollenallergien. Durch die geringere Anzahl an Feinstaubpartikeln in der Atemluft ist ein gesundheitlicher Vorteil zu erwarten.“

 

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