Dienstag, 17. September 2019

Neues aus Medizin und Wissenschaft

Ausgabe 2015.12/2016.01

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: Can Stock Photo Inc. - Rohappy

 

Tageslicht gegen Kurzsichtigkeit

Augenärzte beobachten weltweit eine deutliche Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern, auch Myopie genannt. Als Gründe werden häufig veränderte Spiel- und Freizeitaktivitäten mit vermehrter Nutzung von Smartphones und iPads genannt, verbunden mit in-tensivem Lernverhalten in Räumen, die wenig Tageslicht bieten. Eine aktuelle Studie aus Taiwan belegt nun, dass ein täglicher Aufenthalt von zwei Stunden im Freien Kinder weniger kurzsichtig werden lässt, denn Tageslicht, so die Studie, schützt vor Brillenbedürftigkeit.

Schmerz lass nach! Tipps gegen „Handy-Nacken“

Immer mehr Ärzte warnen vor dem gesellschaftlichen Smartphone- und Tablet-Wahn: Denn die ständige gebeugte Körper- bzw. Kopfhaltung, die man beim Bedienen des Geräts allzu leicht einnimmt, können Kopfschmerzen, Schwindel, Verspannungen und gar Bandscheibenschädigungen verursachen. Um diese zu vermeiden, raten Orthopäden dazu, in stets unterschiedlichen Haltungen zu tippen und zu lesen, da die Abwechslung für Entspannung sorgt. Bringen Sie das Gerät in Augenhöhe, bei Möglichkeit nutzen Sie eine Freisprecheinrichtung. Gegen akute Nackenschmerzen helfen gezielte Übungen: Die Hände hinter dem Kopf verschränken, das Kinn auf der Brust ablegen, die Ellbogen zusammenführen, die Augen schließen und sechs- bis achtmal ein- und ausatmen. Den Kopf zur rechten Seite drehen, den rechten Arm über den Kopf auf die linke Seite des Kopfs legen, Augen schließen und sechs- bis achtmal ein- und ausatmen; auf der linken Seite wiederholen.

Serotoninüberschuss nicht unterschätzen

Ein Mangel an Serotonin, unserem „Glückshormon“, kann sich unter anderem in Depression, chronischer Müdigkeit, ADS oder ängstlichem Verhalten zeigen – das ist nichts Neues. Weniger bekannt ist allerdings, dass sich auch ein Überschuss an Serotonin negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken kann. Kommt es – häufig in- folge von Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Medikamentenüberdosierungen – zu einem Serotoninüberschuss, können zum Beispiel Ängstlichkeit, Ruhelosigkeit, Verwirrtheitszustände oder Desorientiertheit auftreten, es ist gar ein Delirium möglich. Weitere Störungen reichen von starkem Schwitzen über Herzrasen, Bluthochdruck, Durchfall bis hin zu Erbrechen und Muskelzittern. Zeigt sich solch ein „Serotoninsyndrom“, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.

Zahl des Monats 10.000

… Österreicher und Österreicherinnen sterben jährlich an Diabetes mellitus Typ 2. Bereits jeder zwölfte erwachsene Österreicher leidet an Diabetes, jeder dritte Erkrankte weiß aber leider nichts von der bestehenden Gefahr. Diese Zahlen wurden im Rahmen des Welt-Diabetes-Tages am 14. November veröffentlicht.

Kaffeekonsum kann Ihre Herzgesundheit gefährden

Regelmäßiger Kaffeekonsum erhöht bei Patienten zwischen 18 und 45 Jahren mit Bluthochdruck in Stadium 1 das Risiko, dass der Blutdruck weiter- steigt und therapiebedürftig wird – das berichtet eine neue italienische Studie. Sowohl starker (mehr als drei Tassen täglich) als auch moderater (ein bis drei Tassen pro Tag) Kaffeekonsum erwiesen sich, unabhängig von anderen Risikofaktoren, als Prognosefaktoren für ein kardiovaskuläres Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Weitere Studien sollen folgen.

„Trinkerleber“ auch erblich bedingt

Nicht jeder Alkoholiker entwickelt eine Leberzirrhose. Warum manche Menschen die lebensbedrohliche Erkrankung eher bekommen als andere, hat nun eine deutsche Studie herausgefunden. Diese besagt, dass Varianten dreier Gene im Erbgut die Gefahr einer Leberzirrhose steigern. „Menschen mit bestimmten Genvarianten haben ein fünf- bis zehnfach erhöhtes Risiko, eine Leberzirrhose zu entwickeln“, so die Studienleiter. Alle drei Gene spielen eine Rolle im Fettstoffwechsel.

Männer - Achtung bei Bluthochdruck!

Laut einer aktuellen Innsbrucker Studie ist Bluthochdruck der wichtigste Erklärungsfaktor für das erhöhte Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko von Männern jüngeren Alters im Vergleich zu gleichaltrigen Frauen. Männer unter 50 Jahren haben eine im Vergleich zu Frauen 4,7 mal erhöhte Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten. Der dominante Faktor, so die Langzeitstudie, sei ein erhöhter Blutdruck (21,7 %), gefolgt von Cholesterin (10 %). Die Forscher warnen: „Bluthochdruck sollte bei allen Menschen rechtzeitig erkannt und behandelt werden, bei jüngeren Männern ist dies allerdings von geradezu überlebensnotwendiger Bedeutung!“

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