Samstag, 21. September 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2015.07-08

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: LolMicrostock - pixelio

Ärzte warnen: Je länger eine Diabeteserkrankung besteht, desto höher ist das Risiko, krankheitsbedingte Augenschäden zu bekommen. Rund 600.000 Menschen sind hierzulande an Diabetes mellitus erkrankt, 7 % davon entwickeln ein Diabetisches Makulaödem (DMÖ) – womit DMÖ die häufigste Erblindungsursache unter Diabetikern ist. Genauer: 27 % aller Typ-1-Diabetiker erkranken in den ersten neun Jahren nach der Diagnose an DMÖ, 28 % der Typ-2-Diabetiker sind innerhalb von 20 Jahren davon betroffen. Unbehandelt führt diese Erkrankung der Makula (des sogenannten „gelben Flecks“, der Stelle für das schärfste Sehen in der Netzhautmitte) zu starken Sehbeeinträchtigungen im zentralen Gesichtsfeld bis hin zum Sehverlust. Durch den kontinuierlich hohen Blutzucker werden kleine Blutgefäße in der Netzhaut des Auges beschädigt, es sammeln sich Flüssigkeit, Eiweiße und Fette im Bereich des „gelben Flecks“ an. Die Netzhaut verdickt sich und es kommt zu verschwommenem Sehen. Behandelt man ein DMÖ nicht oder wartet mit der Therapie zu lange zu, kommt es zu irreversiblen Schäden der Netzhaut – weshalb eine Früherkennung von großer Bedeutung ist! Eine optimale Einstellung des Blutzuckers und jährliche Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt können einem DMÖ vorbeugen oder zumindest dazu beitragen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, betonen Experten.

Blutdrucksenkung

Etwa ein Drittel aller Österreicher leidet unter Bluthochdruck. Dabei steigt der Anteil mit dem Lebensalter: Von den Über-70-Jährigen leiden drei von vier an Hypertonie. Das liegt unter anderem daran, dass die ursprünglich elastischen Wände der Blutgefäße immer starrer und unflexibler werden.
Immer noch ist die Meinung weitverbreitet, dass die Krankheit im hohen Alter nicht mehr behandelt zu werden braucht, nicht zuletzt deshalb, da die Therapie bei Senioren ohnehin nicht anspreche. Stimmt nicht, betonen Experten: Auch ältere Bluthochdruckpatienten profitieren deutlich von einer Behandlung. Laut diversen internationalen Studien senkt eine Blutdrucksenkung im fortgeschrittenen Alter das Herzinfarkt-risiko um mehr als 25 % und die Gefahr eines Schlaganfalls um ein Drittel. Grundsätzlich wird bei älteren Patienten eine möglichst behutsame Senkung des Blutdrucks empfohlen. Denn einerseits steigt mit den Lebensjahren die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen wie Schwindel oder Benommenheit, andererseits lässt im Alter die Funktion der Nieren und der Leber nach, wodurch Medikamente langsamer abgebaut sowie verzögert ausgeschieden werden.
Deshalb kann es gerade für Ältere sinnvoll sein, die Therapie mit nichtmedikamentösen Maßnahmen zu beginnen, zum Beispiel mit ausreichend Bewegung und einer möglichst obst- und gemüsereichen Ernährung mit wenig Salz und tierischen Fetten.

Asthma ist die häufigste chronische Kindererkrankung!

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter und nimmt seit Jahren besorgniserregend zu. Allergisches Asthma ist dabei mit rund 70 % die häufigste Form der Erkrankung: Etwa ein Drittel der erwachsenen Patienten mit allergischem Schnupfen entwickelt im Laufe des Lebens allergisches Asthma, bei Kindern sind es sogar 50 %. Gerade bei Kleinkindern stellt die bereits bestehende Sensibilisierung für ein Allergen bzw. eine bereits ausgeprägte Allergie einen hohen Risikofaktor dar, später auch an Asthma zu erkranken, betonen Experten. Mögliche Auslöser für allergisches Asthma sind Allergien auf Pollen von Bäumen, Gräsern und Unkräutern sowie auf Hausstaubmilben, Tierhaare und eventuell Schimmelpilze. Jedoch spielen auch genetische Faktoren eine große Rolle, so die Ärzte.

Österreich, Land des Mineralwassers

Sommerzeit ist Mineralwasserzeit – nichts löscht den Durst besser und ist gesünder, denn das Getränk ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Dass wir Österreicher echte Mineralwasser-Fans sind, davon zeugen die aktuellen Umfragezahlen des „Forum Natürliches Mineralwasser“: Der Jahresabsatz 2014 lag bei 90,6 Litern pro Österreicher. Die „fleißigsten“ Mineralwasser-Trinker leben in Niederösterreich und im Burgenland: Hier gaben 45 % an, zu Hause täglich zum prickelnden Durstlöscher zu greifen. Die Wiener hingegen bestellen Mineralwasser am liebsten außer Haus: 46 % genießen das Getränk mindestens einmal pro Woche in einem Lokal. 60 % der heimischen Konsumenten schätzen Mineralwasser als qualitativ hochwertiger ein als Leitungswasser – in Niederösterreich und im Burgenland weitaus stärker als im westlichen Österreich. Auch interessant: Im Osten Österreichs wird Mineralwasser vor allem als Hauptgetränk geschätzt, während Konsumenten im Westen es am liebsten als Ergänzung trinken. Das „Forum Natürliches Mineralwasser“ macht zudem darauf aufmerksam, dass Österreich das „Land des Mineralwassers“ ist: Mehr als 30 heimische Mineralwasserquellen gibt es bei uns, umgerechnet sind dies 750 Millionen Liter pro Jahr.

Übergewicht - Immer mehr Kinder betroffen

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zwischen 1980 und 2013 die Zahl der übergewichtigen Kinder weltweit um mehr als 47 % gestiegen. Doch woran liegt es, dass unser Nachwuchs immer öfter mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hat? Das Online-Marktforschungsinstitut meinungsraum.at hat sich dieser Frage angenommen und insgesamt 500 Eltern von Kindern im Alter zwischen 0 und 14 Jahren befragt. Bemerkenswert ist, dass die Wahrnehmung der Eltern bezüglich eines Gewichtsproblems ihrer Sprösslinge deutlich von der Realität abweicht, wie Projektleiterin Evelyn Kaiblinger betont: „Geben 83 % der Befragten an, ihr Kind sei ihrer Einschätzung nach ‚normalgewichtig‘, so sind es laut BMI-Berechnung in Wirklichkeit nur 65 %.“ 76 % der Befragten gaben zudem an, dass Sport und Bewegung in der Familien-Freizeitgestaltung eine sehr große bzw. große Rolle spielt.
38 % der Kinder sind Mitglied in einem Sportverein. Und wie steht’s mit der Ernährung? Hier ist knapp jeder fünfte befragte Elternteil der Meinung, dass sein Kind „sehr gesund“ ernährt wird. Und hier sind Wahrnehmung und Realität nicht deckungsgleich: Ganze 32 % der Eltern mit stark übergewichtigen Kindern sind der Meinung, ihr Kind ernähre sich „sehr gesund“.

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