Samstag, 21. September 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2019.02

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.

 

 


Foto: iStock-Photoprofi30

Blutzuckersenker hilft bei Parkinson

 Exenatid könnte vor allem jüngeren Parkinsonpatienten helfen.

Bereits 2017 hat eine hochwertige Studie gezeigt, dass der Wirkstoff Exenatid motorische Symptome bei Parkinsonpatienten signifikant verbesserte. Eine kürzlich veröffentlichte Subgruppenanalyse dieser Studie zeigt nun, dass Patienten mit tremordominantem Parkinson am besten auf die Therapie ansprechen. Bei älteren Patienten mit einer Krankheitsdauer von über zehn Jahren war die Wirkung von Exenatid geringer als bei jüngeren Patienten mit kürzerer Erkrankungsdauer. Exenatid ist ein sogenannter GLP-1-Agonist, also ein blutzuckersenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Antidiabetika, der eigentlich für die Behandlung eines Typ-2-Diabetes und teilweise auch bei Übergewicht und Fettleibigkeit eingesetzt wird. Die Erklärung der Wissenschafter: GLP-1-Rezeptoren befinden sich nicht nur im Magen-Darm-Trakt, sondern auch im Gehirn. Dort scheint es zur Stabilisierung von dopaminergen Neuronenverbindungen zu kommen und somit zur anhaltenden Verbesserung der Parkinson-Symptome.

 

Schlaganfall! Gene oder Lebenssl schuld?

Eine deutsch-britische Metastudie mit 306.473 Teilnehmern belegt, dass eine genetische Disposition das Schlaganfallrisiko um ein Drittel steigert, der falsche Lebensstil dagegen um zwei Drittel – die beiden Faktoren wirken unabhängig voneinander. Das heißt also: Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, war bei den Probanden mit hohem genetischen Risiko um 35 % höher als bei jenen mit geringem genetischem Risiko. Teilnehmer, die rauchten, sich schlecht ernährten, übergewichtig waren und wenig Sport betrieben, erlitten 66 % häufiger einen Schlaganfall als gesund lebende Personen. Addieren sich beide Faktoren, rast das Schlaganfallrisiko um 130 % in die Höhe!

 

Papiertücher gesünder als Handtrockner

In drei europäischen Kliniken analysierten Forscher 12 Wochen lang die bakterielle Belastung in den Waschräumen. Dabei fokussierten sie sich auf die Frage, welche Methode des Abtrocknens nach dem Händewaschen weniger Krankheitserreger verteilt: Papiertücher oder Handtrockner? Das Ergebnis: Auf den Handtrocknern wurden bis zu 300 Mal mehr Bakterieneinheiten (häufig auch gefährliche Krankenhauskeime!) gefunden als auf den Papierspendern. Auch die Böden und die Luft waren in den Räumen mit Handtrocknern stärker bakterienbelastet als in jenen mit Papiertüchern.

 

Zahl des Monats 3,5...

... Jahre sind Kinder durchschnittlich alt, wenn bei ihnen das Aggressionspotenzial am stärksten ausgeprägt ist. Danach nimmt es zumeist wieder ab. Besonders aggressive Kinder kommen häufig aus einem bildungsfernen Umfeld oder haben Eltern, die in ihrer Kindheit selbst mit Gewalt Erfahrung machten. Buben sind meist aggressiver als Mädchen. Das zeigt eine Studie aus Kanada.

 

Tee gegen Angst und Depression

Von den 614 Probanden einer Studie der Universität Singapur (alle mindestens 60 Jahre alt) tranken 59 % seit mindestens 15 Jahren circa eine Tasse Tee pro Tag. Mithilfe von Fragebögen konnte ermittelt werden, dass diese langjährigen Teetrinker seltener unter Depressionen und Angstsymptomen litten als Tee-Verweigerer. Auch Alter, sozialer Status oder Begleiterkrankungen wie z. B. Diabetes änderten dieses Ergebnis nicht. Verantwortlich hierfür sind die entzündungshemmenden und antioxidativen Substanzen aus der Teepflanze, u. a. L-Theanin, Katechine und Theaflavine.

 

Ingwer senkt Cholesterin

Das Allroundtalent Ingwer wirkt sich auch positiv auf unseren Cholesterinspiegel aus. Das ergab eine internationale Metastudie mit 586 Teilnehmern. Aber: Nur zwei Gramm täglich (über einen längeren Zeitraum) führten bei den Probanden zu einer Senkung sowohl des Gesamtcholesterins als auch der Triglyceride (Blutfette). Wurden mehr Gramm Ingwer am Tag verzehrt, war keine Veränderung der Blutwerte zu verzeichnen.

 

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