Montag, 20. Mai 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2018.12-2019.01

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


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Schlaganfall Versorgung

In Österreich erleiden rund 24.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Jeder vierte Österreicher ab 25 Jahren stirbt daran, weltweit gesehen ist es „nur“ jeder siebente. Die weltweite Wahrscheinlichkeit, dass ein über 25-jähriger einen Schlaganfall nicht überlebt, hat sich somit in den letzten Jahren von 12 % auf 14 % erhöht. „Die Schlaganfall-Epidemie ist noch brisanter als bisher gedacht“, betont Dr. Michael Brainin, Präsident der World Stroke Organization. Dafür zählt Österreich zu den fünf besten Ländern in Europa, was die Qualität in der Schlaganfallversorgung betrifft – so das Ergebnis einer groß angelegten aktuellen Schlaganfall-Studie, die alle europäischen Länder miteinander verglich. Eine Thrombektomie, also die operative Entfernung eines Blutgerinnsels, ist neuer Therapiestandard in der Schlaganfall-Behandlung, so Dr. Wilfried Lang vom Krankenhaus Barmherzige Brüder Wien. Das Zeitfenster für diese Behandlung wird dabei immer größer und ist mittlerweile auch, sofern noch genügend rettbares Gewebe besteht, bis zu 16 Stunden nach dem Schlaganfall wirksam, erklärt der Experte.

Alkoholfreies Bier gegen Leberschädigung

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität (D) gingen der Frage nach, ob Bierinhaltsstoffe gesund sind. Laut den Forschern hemmt Xanthohumol (ausschließlich im Hopfen zu finden und für den gelben Farbton verantwortlich) die Leberverfettung, verhindert, dass die Leber vernarbt, und tötet Leberkrebszellen. Auch die Iso-Alphasäuren (Teil der im Hopfen enthaltenen Bittersäuren) hemmen Leberschäden und beeinflussen den Fett- und Zuckerstoffwechsel positiv. Besonders in Kombination wirken die beiden Substanzen auf biologische Prozesse vorteilhaft. Trotzdem: Bier ist aufgrund des Alkoholgehalts keine Medizin! „Es ist jedoch denkbar, dass durch den Konsum von alkoholfreiem Bier oder anderen hopfenhaltigen Nahrungsmitteln und Getränken wie Hopfenlimonade oder Hopfentee eine positive Wirkung zu erzielen ist“, so die Forscher. 

Tödliche Luftverschmutzung

Aus einem soeben veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur geht hervor, dass Luftverschmutzung die Todesursache Nr. 1 in der Europäischen Union ist: 2015 starben 391.000 Menschen in den 28 EU-Staaten an den indirekten Folgen der Luft-verschmutzung. Denn diese erhöht das Risiko von (schweren) Atemwegs-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Lungenkrebs. Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein. Laut der Studie ist für die Luftverschmutzung allen voran der Straßenverkehr verantwortlich, gefolgt von Energieerzeugung, Landwirtschaft, Industrie und Privathaushalten.

Zahl des Monats Um 54%...

... erhöht ist das Darmkrebsrisiko bei allen Frauen, wenn sie als Jugendliche übergewichtig waren. Ähnliches gilt für Männer: Diese weisen ein um 53 % höheres Risiko für Krebs im Darm auf, wenn sie in ihrer Jugend (viel) zu viele Kilos auf die Waage brachten. Das ergab nun eine groß angelegte langjährige Studie aus Israel. 

Wenig Schlaf fördert Arterienverkalkung

Ein Grund mehr, länger im Bett zu bleiben! Wer täglich weniger als sechs Stunden schläft oder öfter in der Nacht aufwacht, hat ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko, besagt eine Studie der Universität Madrid. Der Grund: Zu wenig Schlaf verstopft und verhärtet die Arterien. Untersucht wurden 3.974 gesunde Erwachsene über einen Zeitraum von einer Woche. Jene Studienteilnehmer mit sehr kurzer Schlafdauer wiesen signifikant mehr verkalkte Arterien auf als solche mit täglich sieben bis acht Stunden Schlaf. Zudem litten sie öfter an einem metabolischen Syndrom, also einer Kombination aus Diabetes, hohem Blutdruck und Übergewicht. 

Lavendel mindert Angst bei Krebspatienten

Lavendelöl hat eine angstmindernde Wirkung bei Krebspatienten, die sich einer chemotherapeutischen Behandlung unterziehen müssen. Dies bestätigt nun eine aktuelle Studie aus der Türkei. Auch zeigte die Pflanze eine deutlich positive Beeinflussung auf die Schlafqualität der Betroffenen. Schon seit Längerem empfehlen Experten Lavendelölkapseln als alternative Therapie bei Angststörungen.

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