Dienstag, 19. Februar 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2018.11
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Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.

 


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Dänische Babys schreien am wenigsten

Stress, finanzielle Situation, Erziehungsstil und Gene wirken sich auf das Schreiverhalten von Babys aus.

Eine Metastudie der britischen University of Warwick wertete 28 internationale Studien aus und analysierte das Schreiverhalten von insgesamt 8.690 Babys aus verschiedenen Ländern. Während in Italien, Großbritannien, Kanada und den Niederlanden die Babys Schrei-Weltmeister sind (also mehr als zwei Stunden täglich im ersten Monat, was der Norm entspricht), verhielten sich Neugeborene in Japan, Deutschland und allen voran Dänemark besonders ruhig. Die Forscher führen dies zum einen auf die Gene zurück: Dänen sagt man nach, äußerst ausgeglichen zu sein. Das dänische Vorzeige-Elternzeit-Modell (52 Wochen Elternzeit: 18 für Mutter, 2 für Vater, 32 können sich die Eltern teilen) verringere zudem den Stress während und nach der Schwangerschaft, was sich auch auf das Kind überträgt. Außerdem sei die Anzahl der finanziell gut situierten Familien in Dänemark größer als in anderen Ländern, wodurch sich die Eltern vollends auf ihr Kind konzentrieren können. Natürlich spielt auch der Erziehungsstil eine Rolle: Dänische Eltern seien sehr entspannt, so die Forscher, halten viel Körperkontakt zu ihrem Kind, ohne es zu verhätscheln. Zudem stillt beinahe jede dänische Mutter – im starken Gegensatz zu Großbritannien, wo Babys laut der Studie am meisten und lautesten schreien. Die Forscher beruhigen aber: 40 Prozent des Babyschreiens sei von den Eltern unabhängig und nicht beeinflussbar. 

Alkohol verkürzt das Leben

Eine aktuelle Metastudie der britischen Universität Cambridge, die 83 bereits vorhandene Studien mit rund 600.000 Probanden analysierte, belegt, wovor Ärzte seit jeher warnen: Alkohol verkürzt unser Leben – zumindest, wenn man es übertreibt. Im Detail: Ab dem 40. Lebensjahr verringert der Alkoholkonsum von 100 bis 200 Gramm pro Woche die Lebenserwartung von Männern und Frauen um durchschnittlich sechs Monate. Trinkt man 200 bis 350 Gramm Alkohol pro Woche, werden wir bereits um ein bis zwei Jahre unseres Lebens beraubt, bei mehr als 350 Gramm Alkohol pro Woche um vier bis fünf Jahre. Zur Orientierung: 100 Gramm Alkohol entsprechen circa sieben Achtel Wein. 

Mediterrane Kost als Aphrodisiakum

Laut einer US-amerikanischen Studie besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Genuss mediterraner Kost und höherer sexueller Aktivität beziehungsweise Fruchtbarkeit. Es wurden 501 Paare, die eine Schwangerschaft planten, mehrere Monate (oder bis eine Schwangerschaft eintrat) beobachtet. Jene Paare, bei denen beide Partner mehr als 8 Portionen Fisch, Meeresfrüchte oder Algen pro Menstruationszyklus aßen, hatten um 22 Prozent häufiger Sex und wiesen eine 61 Prozent höhere Fruchtbarkeit auf als jene Paare, die wenig Fisch und Co zu sich nahmen. Verantwortlich dafür seien v. a. die Omega-3-Fettsäuren, so die Forscher.

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