Mittwoch, 20. Februar 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2017.05

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: © Can Stock Photo - blasbike

Schon eine Woche mäßige Bewegung bringt’s!

Eine aktuelle österreichische Studie, durchgeführt vom Osttiroler Gesund­heitstourismus mit ärztlicher Beteiligung, zeigt, dass bereits eine Woche mäßige Bewegung die Lebensqualität verbessert: Insgesamt 52 Probanden (allesamt aus Osttirol) bekamen die Aufgabe, eine Woche lang täglich mit dem E-Bike zu fahren, Nordic Walking zu betreiben oder zu golfen.
Die Bewegung sollte zwar konsequent durchgeführt werden, die Probanden sollten sich dabei aber nicht überanstrengen. Das – nicht ganz überraschende – Ergebnis: Obwohl es sich nur um eine Studie von sieben Tagen handelte, verbesserten sich bei allen Versuchspersonen die Schlafqualität, die Entspannungsfähigkeit, das Nervensystem, der Blutdruck sowie die Cholesterinwerte. Erstaunlich: Golf erwies sich als ganz besonders wirksam, um einen zu hohen Blutdruck zu senken.

Graue Haare Hinweis auf Herzinfarkt!

Eine Studie der Universität Kairo hat sich der Frage angenommen, ob es bei Männern einen Zusammenhang zwischen grauen Haaren und ihrer Gesundheit gibt. Insgesamt 545 Männer ab 20 Jahren nahmen an der Studie teil. Das Ergebnis, das mittels einer Computertomografie zustande kam: Je grauhaariger die Studienteilnehmer waren, desto anfälliger waren sie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Forscherteam liefert eine Erklärung dieses „haarigen“ Zusammenhangs: Graue Haare und koronare Herzerkrankungen haben denselben Auslöser. Graue Haare entstehen dann, wenn die körpereigene DNA-Reparatur einen Fehler aufweist. Genau dieselben Vorgänge können eine Arterienverkalkung und somit einen Herzinfarkt auslösen. Da auch bereits junge Männer graue Haare bekommen, könne dies, so die Forscher weiter, als gutes Warnsystem dafür angesehen werden, dass man ein höheres Risiko für koronare Herzerkrankungen aufweist als andere im selben Alter.

Elektroden im Gehirn gegen Depression

Rund ein Drittel aller Patienten mit einer Depression leidet nach der Behandlung mit Medikamenten oder einer Psychotherapie weiterhin erheblich unter der Krankheit. Die Tiefe Hirnstimulation (THS) durch Elektroden im Gehirn könnte in solchen Fällen eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Darauf weist nun auch eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Freiburg (Deutschland) hin. Über vier Jahre lang wurden insgesamt acht Probanden, die zwischen drei und elf Jahren an einer durchgehend schweren Depression litten, mit THS behandelt. Die Studienleiter zeigen sich vom Ergebnis positiv überrascht: „Die Tatsache, dass anhaltende Effekte gezeigt werden konnten, macht die THS zu einer aussichtsreichen Behandlungsmöglichkeit für schwere, therapieresistente psychische Krankheiten.“ Weitere Studien sollen folgen.

Zahl des Monats - 50

Laut einer neuen Studie der University of California (Irvine, USA) sind „perfekt aussehende“ Lippen um rund 50 % größer, als sie tatsächlich sind. Als besonders attraktiv wurden jene Gesichter bezeichnet, deren Münder eine doppelt so große Oberlippe als Unterlippe aufwiesen. Der „perfekt aussehende“ Mund ist laut der Studie um circa die Hälfte größer als der im Originalgesicht.

So schläft Österreich!

Eine aktuelle Studie hat das heimische Schlafverhalten genau unter die Lupe genommen. Rund 3.500 Österreicherinnen und Österreicher nahmen an der Online-Umfrage teil. Unter anderem belegt die Studie, dass wir Österreicher ganz klar keine Nachtschwärmer sind:
Nur 20 % der Befragten gehen unter der Woche erst nach 23 Uhr ins Bett, ein Großteil der Befragten (45 %) gehen zwischen 22 und 23 Uhr schlafen. Selbst am Wochenende gehen nur 27 % der Österreicher deutlich nach Mitternacht ins Bett. An Werktagen kommen rund 47 % auf eine Schlafdauer von sechs bis sieben Stunden, 36 % schaffen sogar sieben bis acht Stunden Nachtruhe. Ausgeschlafen fühlen sich viele aber dennoch nicht: 44 % geben an, sich tagsüber nicht genug ausgeruht und fit zu fühlen. 35 % der Befragten sagten, dass ihnen nachts öfter einzelne Gliedmaßen einschlafen.

Neue Hoffnung bei Schaufensterkrankheit

US-amerikanische Wissenschafter fanden heraus, dass Stammzellen aus Fettgewebe eine wirksame Möglichkeit zur Behandlung von Durchblutungsstörungen an den Gliedmaßen darstellen. Im Rahmen ihrer kürzlich in der Fachzeitschrift „Stem Cell Research“ veröffentlichten Studie wurden zehn Patienten mit peripheren Gefäßerkrankungen infolge von Diabetes oder Arteriosklerose erfolgreich mit Stammzellen behandelt. Die Stammzellen wurden aus dem körpereigenen Fettgewebe der Patienten gewonnen. Stammzellbehandlungen erfolgen ambulant im Rahmen eines Eingriffs unter örtlicher Betäubung. Als Folge konnte eine wesentliche Linderung der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ festgestellt werden.

Kreuzschmerzen - Immer mehr Kinder leiden

Eine aktuelle US-amerikanische Metastudie hat gezeigt, dass bereits mit sieben Jahren ein Prozent der Kinder Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich hat, mit zehn Jahren sind es schon sechs Prozent, bei den 14-bis 18-Jährigen leidet fast jeder Fünfte darunter. Deutschsprachige Experten gehen von ähnlichen Zahlen in Österreich und Deutschland aus. Die Gründe für die Schmerzen können vielschichtig sein und reichen von Verletzungen über Wachstumsstörungen bis hin zu emotionalem Stress. Sehr oft sind es auch zu schwere oder falsche Belastungen, die den Kindern und Jugendlichen Schmerzen im Rücken bereiten. „Das Muskel- und Skelettsystem von Kindern und Jugendlichen befindet sich noch in der Entwicklung und ist deswegen besonders anfällig für Verletzungen und Verspannungen“, erklärt Dr. Bernd Kladny, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Hinzu komme, so der Experte, dass die meisten Kinder mehr als die Hälfte des Tages im Sitzen verbringen und zu wenig Sport berteiben.

 

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