Samstag, 25. Mai 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 10.2018

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: iStock-extravagantni

 

Mit mediterraner Ernährung

Schlemmen wie in Italien, Frankreich oder Spanien: Das schmeckt nicht nur, sondern macht auch glücklich!

Laut einer aktuellen spanischen Studie macht mediterrane Ernährung glücklich. Insgesamt nahmen 6.430 Männer und Frauen im Alter von 55 bis 70 Jahren an der Untersuchung teil, sie alle litten am metabolischen Syn-drom (Kombination aus Bluthochdruck, schlechten Blutfetten, zu viel Körperfett im Bauchraum und Insulinresistenz). Je strenger sich die Probanden an eine mediterrane Diät hielten, sich also ausschließlich von Fisch, Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und Olivenöl ernährten, desto höher waren die ermittelten Werte in den Kategorien Lebensfreude und psychische Gesundheit.

Yoga-Musik am Abend ist gut fürs Herz

Meditative Yoga-Musik vor dem Schlafengehen steigert die Herzfrequenzvariabilität (also die Anpassungsfähigkeit des Herzens auf Veränderungen), reduziert Ängste und fördert positive Gefühle – das berichten indische Forscher in einer aktuellen Studie mit rund 150 Personen. Bei Popmusik mit regelmäßigen Beats stieg im Gegensatz dazu das Angstniveau merklich und die Herzfrequenzvariabilität verringerte sich, was mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Hörten die Probanden vor dem Zubettgehen gar keine Musik, hatte dies auf das Herz keine Auswirkungen, aber die Angstgefühle verstärkten sich minimal. Weitere Studien sollen folgen.

Miese Noten wegen Krankheit

Forscher in Mainz-Bingen (D) widmeten sich in einer Studie, an der 1.470 Kinder im Alter zwischen sechs und sieben Jahren teilnahmen, der Frage, inwieweit chronische Erkrankungen das Leben der jungen Betroffenen und ihre schulischen Leistungen beeinflussen. Bei 52 % der Probanden wurde eine chronische Erkrankung diagnostiziert (Asthma, Schläfrigkeit, Untergewicht und Neurodermitis). Die Ergebnisse stimmen nachdenklich: Kinder mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen schnitten in der Schule schlechter ab als gesunde Kinder. Interessant: Kinder, bei denen zwar eine chronische Erkrankung diagnostiziert wurde, die jedoch keine Einschränkungen im Alltag hatten (Therapien, Medikamente, Behinderungen etc.) wiesen keinen schlechteren Notendurschnitt auf als gesunde Kinder.

Zahl des Monats 6

... Mahlzeiten täglich haben bei Typ-2-Diabetikern einen größeren positiven Einfluss auf Langzeitblutzuckerwerte sowie auf Blutzuckerwerte direkt nach der Zuckeraufnahme als drei Mahlzeiten am Tag (bei gleicher Kalorienzufuhr). Zudem verringert sich bei mehreren kleinen Mahlzeiten das allgemeine Hungergefühl deutlich. Das ergab eine aktuelle Studie aus Griechenland.

Ehe schützt das Herz

Eine Metastudie unter der Leitung der Keele University (GB) kam zu dem Ergebnis, dass die Ehe ein möglicher Faktor für die Vermeidung von Herzkrankheiten und Schlaganfällen ist. Es wurden Daten von mehr als zwei Millionen Menschen im Alter von 42 bis 77 Jahren aus Europa, Nordamerika, dem Mittleren Osten und Asien analysiert. Unverheiratete Menschen (nie verheiratet, geschieden oder verwitwet) wiesen ein um 42 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein 16-prozentig höheres Risiko für Herzgefäßerkrankungen auf als verheiratete Menschen. Nicht verheiratet zu sein, scheint außerdem in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für tödliche Herzgefäßerkrankungen (42 %) oder tödliche Schlaganfälle (55 %) zu stehen.

Radfahren für die Psyche

Eine Studie der Wiener Universität für Bodenkultur hat ergeben: Personen, die im Alltag das Fahrrad anderen Verkehrsmitteln bevorzugen, verfügen – unabhängig von ihrem Wohnort – über einen besseren subjektiven Gesundheitszustand, ein besseres seelisches Wohlbefinden, mehr Lebensfreude sowie über weniger Stress und Einsamkeit. Nicht einmal Fußgänger schnitten bei der Befragung, an der 8.000 Personen aus sieben europäischen Städten teilnahmen (u. a. Wien, Rom, London), besser ab.

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