Montag, 16. September 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 10.2015

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: Uwe Steinbrich - pixelio.de

Feinde des Gehirns

Ähnlich wie ein Muskel muss auch unser Gehirn geschützt werden – zum Beispiel vor Gedächtnisausfällen. Einige Angewohnheiten schaden aber dem Gehirn besonders. Wir haben diese für Sie zusammengefasst:

  1. Stress.
Chronische Überlastung führt zu demenz-ähnlichen Symptomen.


  2. Faulenzen. Schon nach fünf Tagen Nichtstun s inkt laut Studien der IQ um fünf Punkte.
  3. Übergewicht:. Studien verweisen auf einen Zusammenhang zwischen Übergewicht sowie Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten.

  4. Falsche Schlafdauer. Wer regelmäßig unter sechs Stunden oder mehr als neun Stunden schläft, fördert Alterungsprozesse des Gehirns.


  5. Fettiges Essen. Dieses reduziert die geistige Leistungsfähigkeit des Gehirns. Dasselbe gilt für Alkohol.
  6. Kranke Schilddrüse. Gedächtnisstörungen und Orientierungsprobleme? Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann die Ursache sein.

 

Bluthochdruck und Depression

Gefährdung für das Herz

Herz-, Diabetes- oder Schlaganfall-Patienten mit depressiven Symptomen und einem hohen Blutdruckwert haben ein besonders hohes Herz-Kreislauf-Risiko: Das belegt eine aktuelle Studie aus Schottland mit mehr als 35.000 Patienten. „Es zeigte sich, dass das Risiko, innerhalb von vier Jahren eine Herzschwäche zu entwickeln, einen weiteren Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden oder an einer kardiovaskulären Erkrankung zu versterben, bei Patienten mit Depression und hohem Blutdruck um 83 Prozent höher und bei solchen mit Depression und niedrigem Blutdruck um 36 Prozent höher war als bei jenen, die normale Blutdruckwerte und keine depressiven Symptome aufwiesen“, so die Studienleiter. Bisher haben die Wissenschaftler allerdings keine Belege dafür gefunden, dass eine Behandlung der Depression die Herz-Kreislauf-Erkrankung verbessert, hier seien weitere Studien notwendig, betont man: Außerdem fehlt nach wie vor die eindeutige Begründung, wie Depression und Bluthochdruck interagieren, betonen die Studienautoren.

Krafttraining gegen Krebs

Ärzte entdecken Sport als neuen Therapieansatz

Eine deutsche Studie hat nun bewiesen, dass Krafttraining bei Krebspatienten die Lebensqualität steigert sowie ein Muskelaufbau einer krankheitsbedingten Abmagerung und Erschöpfung entgegenwirken. Auch in der Nachsorgezeit, die nach einer Krebserkrankung bis zu fünf Jahre dauern kann, sind Sport und Krafttraining ein probates Mittel, um bei manchen Krebsarten das Risiko des Wiederauftretens zu senken. Der Grund: Das Krafttraining aktiviert das gesamte Immunsystem und stellt vermehrt die sogenannten Killerzellen für die Tumorabwehr bereit. Zudem belegen über 40 Studien weltweit, dass ein regelmäßig durchgeführtes Krafttraining eine gute Präventivmaßnahme gegen Krebs darstellt.

Zahl des Monats 252

… von 281 untersuchten für Kinder konzipierte Produkte (das sind 90 Prozent!) sind keine ausgewogenen Kinderlebensmittel nach den Anforderungen der WHO und dürften als solche eigentlich gar nicht vermarktet werden. Das ergab eine aktuelle Studie von foodwatch, einem gemeinnützigen Verein, der sich der Lebensmittelkontrolle verschrieben hat.

Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Bei leichten Hämorrhoidenbeschwerden muss nicht unbedingt sofort zu kortisonhaltigen Medikamenten gegriffen werden. Auch einige simple Hausmittel-Tricks bzw. pflanzliche Produkte können die Beschwerden lindern: Besonders beliebt ist hier die Hamamelis („Zaubernuss“). Diese wirkt beruhigend auf den Juckreiz und hemmt die Entzündung. Zur Anwendung tränkt man ein Baumwolltuch mit etwas Hamamelis-Tinktur und bestreicht damit die betroffene Region. Man kann auch das Tuch zwischen die Pobacken schieben und einige Zeit dort belassen. Ärzte raten zudem gerne zu Behandlungen mit Eichenrindenextrakt, vor allem in Form von Sitzbädern oder Salben. Auch Zinnkrauttee kann für das Sitzbad verwendet werden. Empfehlenswert sind zudem heiße Kompressen mit Schafgarbentee sowie das Bestreichen der betroffenen Stellen mit einer Ringelblumensalbe. Von der beliebten Kamille raten Experten allerdings eher ab.

Krebs am Fuß wird häufig übersehen!

Der schwarze Hautkrebs am Fuß kommt selten vor und wird deshalb in vielen Fällen von Betroffenen – aber auch Ärzten – übersehen. Falschdiagnosen sind kein Einzelfall. Denn maligne Melanome am Fuß können unterschiedliche Erscheinungsformen haben, manche Melanome weisen auch keine dunkle Farbe auf. Oft werden sie für Hämatome, Fußpilz oder Warzen (wenn das Melanom hautfarbig ist) gehalten. Treten sie unter dem Nagel auf, können sie Nagelpilz oder eben Blutergüssen ähneln. Fortgeschrittene Tumore hingegen können mit einer Wunde verwechselt werden. Je später die Diagnose, desto schlechter die Heilungschancen. Deshalb: Bei Hautveränderungen aller Art zum Hautarzt!

Meeresalgen

Unser Geheimtipp des Monats!

In asiatischen Ländern sind Meeresalgen seit jeher Bestandteil der traditionellen Ernährung und werden auf verschiedenste Arten als Nahrungsmittel verwendet,  während man sie in Europa noch kaum in den Ernährungsplänen findet. Schade, denn sie enthalten reichlich Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen, Zink und sind sehr eiweiß- und ballaststoffreich und damit ideal für eine gesunde Verdauung. Sie weisen zudem hohe Werte an Betacarotin, Vitamin A, C, E und B12 sowie Jod auf – Letzteres ist in größeren Mengen ansonsten nur in Fisch und Meeresfrüchten zu finden. Zudem kurbeln Meeresalgen die Fettverbrennung an, sind fettarm und reich an Proteinen. Klassisch werden Meeresalgen mit Fisch und Meeresfrüchten oder in Suppen verarbeitet, aber auch als Beilage sind sie einsetzbar.

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