Dienstag, 24. September 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 09.2019

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.

 


Foto: iStock-kornnphoto

 

Sprachentwicklung: schon im Mutterleib!

Schon in Mamas Bauch werden sprachliche Laute erkannt und verarbeitet

Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien/AKH Wien im Comprehensive Center for Pediatrics konnte zeigen, dass reif geborene Säuglinge schon am Tag nach der Geburt Sprachlaute von nichtsprachlichen Lauten differenzieren können und dass die Spezialisierung von bestimmten Bereichen des Stirn- und des Schläfenlappens der linken Hirnhälfte für die Sprachverarbeitung schon in diesem frühen Alter nachweisbar ist. Bereits im letzten Schwangerschaftsdrittel ist das Hörorgan des Fötus nämlich funktionsfähig und im Gehirn bilden sich sprachspezifische Areale. So lernen Babys schon im Mutterleib, erste Sprachlaute zu unterscheiden. Dabei spielt die natürliche Filterung der Sprachlaute durch das Fruchtwasser und durch die Geräusche des mütterlichen Organismus eine große Rolle. Die letzten Wochen vor der Geburt sind daher für die ersten Schritte der kindlichen Sprachentwicklung von großer Bedeutung und haben Auswirkung auf den weiteren Sprachverlauf. Bei Frühchen ist deswegen eine akustische Umgebung auf den Früh- und Neugeborenen-Stationen besonders wichtig. Zur Messung dieser frühen Hirnaktivität verwendeten die Forscher die Methode der funktionellen Nahinfrarot-Spektroskopie, mit der während der Wahrnehmung von Sprache die Veränderungen der Sauerstoffanreicherung in der Hirnrinde der Babys gemessen wurden. 

Schmetterling: beliebter als Hund & Katz

Wer hätte das gedacht? Der Schmetterling ist das beliebteste Tier der Österreicher! Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent.com: Rund 86 % voteten für das geflügelte Insekt, von dem es circa 4.000 verschiedene Arten in Österreich gibt. Auf den Plätzen zwei und drei finden sich, weniger überraschend, Hund und Hauskatze, gefolgt von Elefant und Adler. Die am wenigsten beliebten Tiere hierzulande sind Spinnen, Schlangen und Haie.  

Milch und Joghurt schützen das Herz

Ein internationales Forschungsteam untersuchte, wie sich der Konsum von Milchprodukten (Milch, Käse, Joghurt) auf die Herzgesundheit und das Sterberisiko auswirkt. 1.363.840 Personen zwischen 35 und 70 Jahren aus 21 Ländern wurden neun Jahre lang beobachtet. Jene Personen, die täglich mehr als zwei Portionen Milchprodukte zu sich nahmen, wiesen im Vergleich zu Milchprodukt-Verweigerern ein um 17 % geringeres allgemeines Sterberisiko auf. Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sowie eines Schlaganfalls war bei einem Verzehr von mindestens drei Milchprodukten täglich um 2 bzw. 34 % geringer. Allen voran Joghurt (14 % geringeres Risiko bei zwei Portionen täglich) sowie Milch (10 % geringeres Risiko bei einer Portion Milch am Tag) schienen das Herz der Probanden zu schützen. 

Erstmals seit 2012 weniger Tierversuche

Die aktuelle Tierversuchsstatistik des VGT (Verein Gegen Tierfabriken) für 2018 zeigt einen Rückgang von in Tierversuchen verwendeten Tieren um mehr als 26.000, was den ersten Rückgang seit 2012 darstellt. Im Jahr 2018 wurden 237.727 Tiere für Versuche verwendet – das ist eine Reduktion um 26.344 Tiere im Vergleich zum Jahr 2017. Dabei entfiel ein Großteil der Summe wie schon in den vergangenen Jahren auf Mäuse (194.273). Bei den meisten Tierarten konnte ein Rückgang zu 2017 verzeichnet werden, besonders die Zahl der verwendeten Fische nahm allerdings zu (Zuwachs um 7.514 auf insgesamt 28.441 Tiere).

Zahl des Monats 71%...

... der Österreicher vertrauen auf die Wirkung von Homöopathie. Das ergab eine aktuelle Analyse der österreichischen Marktforschungsgesellschaft Spectra. In den vergangenen Jahren gaben „nur“ 50 bzw. 62 % der Befragten an, homöopathischen Behandlungen zu vertrauen. Vor allem Frauen (80 %) begeistern sich für Globuli & Co.

Mediterrane Kost bei Diabetes

Gibt es eine Diabetes-2-Diät? Ja, sagen zumindest Wissenschafter der Universität in Alabama (USA). Diese fanden in einer Analyse heraus, dass sowohl die Low-Carb-Diät als auch die vegane sowie die mediterrane Diät helfen können, den Blutzucker zu senken und zudem das Körpergewicht zu reduzieren. Bei der Low-Carb-Diät werden Kohlenhydrate reduziert, bei der veganen Diät wird auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtet. Eine ausschließlich mediterrane Ernährungsweise ist reich an Olivenöl, Fisch, Gemüse und Obst, Nüssen und Vollkornprodukten; Lebensmittel komplett ausgeschlossen werden dabei aber nicht. Diese Diät ist es auch, die laut den Wissenschaftern am ehesten langfristig durchgeführt werden kann. 

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