Montag, 23. September 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2016.05

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - yuriyzhuravov

 

Wir befinden uns mitten im Frühling und Frühsommer – und somit auch in der Pollen­saison. Auch die Augen sind bei Allergikern stark betroffen: Gerade die Bindehaut besitzt sehr viele Zellen der Immunabwehr und ist daher bei einer allergischen Reaktion besonders betroffen. Mit ein paar einfachen Mitteln kann man die Symptome der Allergie, vor allem in den Augen, abwehren bzw. verringern:


Regelmäßig Hände waschen!
Der beste Schutz vor den Pollen sind verstärkte Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen.

Nicht die Augen reiben!
Trotz Händewaschen: Augenreiben ist tabu! Denn so kann Blütenstaub trotzdem in die Augen geraten.

Abends die Haare auswaschen!
So können die Pollen nicht auf den Kopfpolster und auf diesem Weg nicht in die Augen gelangen.

(Sonnen-)Brille aufsetzen!
Eine Sonnenbrille ist ideal, wenn sie auch seitlich abschließt und so vor dem Blütenstaub schützt. Speziell für Linsenträger gilt: Besonders auf harte Kontaktlinsen sollten Allergiker verzichten und stattdessen die optische Brille nützen. Unter den Linsen können sich nämlich sehr leicht Pollen sammeln und das Auge reizen.

Häufig unerkannt: Rheuma bei Schuppenflechte
Bis zu zehn Prozent aller Menschen mit Schuppenflechte entwickeln schmerzhafte Schwellungen an einem oder mehreren Gelenken – die sogenannte Psoriasis-Arthritis. Häufig sind, neben Gelenksentzündungen, auch Sehnenscheiden-, Knochen- und Wirbelsäulenentzündungen. Das Gelenk wird, wie bei der rheumatoiden Arthritis, ohne Behandlung langfristig zerstört. Dennoch bleibt die Krankheit häufig unerkannt – und das, obwohl sie gut behandelbar ist: „Wird frühzeitig mit der Medikamentengabe begonnen, können viele Patienten ein schmerzfreies Leben führen“, betont Professor Dr. Elisabeth Märker-Hermann, Direktorin der Klinik Innere Medizin IV an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden (Deutschland). In der Regel verschreiben Ärzte bei einer Psoriasis-Arthritis Rheuma-„Basis“-Medikamente, die sich positiv sowohl auf die rheumatischen Beschwerden als auch auf die Schuppenflechte auswirken.

Mit Sport gegen Krebs

„In Europa lassen sich rund 15 Prozent aller Krebserkrankungen auf mangelnde Bewegung zurückführen“, so Professor Dr. Karen Steindorf vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Damit sei der Krebsschutz durch Sport sogar größer als der durch den Verzicht auf Alkohol, betont die Expertin. Eine Reihe von Studien hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Sport das Risiko für so unterschiedliche Krebsarten wie Brust- und Darmkrebs, Lungen-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs deutlich senkt. „Die mögliche relative Risikoreduktion liegt dabei je nach Krebsart zwischen 20 und 40 Prozent“, sagt Steindorf. Der World Cancer Research Fund (WCRF) empfiehlt daher, täglich mindestens 30 Minuten moderat körperlich aktiv zu sein, wobei auch in den Alltag integrierte Aktivitäten wie Radfahren zur Arbeit oder Treppensteigen zählen. Und: „Die Bedeutung von Sport als begleitende Therapiemaßnahme während und nach einer Krebserkrankung wird immer deutlicher“, betont Steindorf.

Zahl des Monats 1.200

… Menschen in Österreich erkranken jährlich an Nierenkrebs, ca. 400 sterben nach dieser Diagnose. Nierenkrebs ist eine Erkrankung, die oft unbemerkt bleibt und zufällig diagnostiziert wird, bei zirka einem Drittel der Patienten entdeckt man die Krankheit erst im fortgeschrittenen Stadium. Nierenkrebs gilt als Erkrankung der wohlhabenden Welt, Risikofaktoren sind v. a. Übergewicht, Rauchen und hoher Blutdruck.

Wir werden immer dicker!

Eine umfangreiche internationale Metastudie zum Body-Mass-Index unter Beteiligung der Universität Zürich (Schweiz) belegt: Das Durchschnittsgewicht der Weltbevölkerung hat in den letzten 40 Jahren pro Jahrzehnt um 1,5 Kilogramm zugenommen. Im Detail: Weltweit sind 375 Millionen Frauen (5 Prozent) und 266 Millionen Männer (2,3 Prozent) übergewichtig oder gar fettleibig, also adipös. Steigen diese Zahlen in dieser Geschwindigkeit weiter an, schreiben die Experten der Universität Zürich, könnten im Jahr 2025 18 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen stark fettleibig sein (BMI von über 35). Der Body-Mass-Index berechnet sich aus Körpergewicht und Körpergröße.

Nur acht Prozent fühlen sich gesund

Laut der „Gesundheitsstudie 2016“ des Linzer market-Instituts, das 1.004 Personen über
16 Jahren befragte, fühlen sich nur acht Prozent der Österreicher und Österreicherinnen
„gesund“ – 2013, als die Studie zuletzt durchgeführt wurde, waren es noch 14 Prozent.
27 Prozent der Befragten gaben an, sich gesundheitlich weniger gut (23 Prozent) bzw. schlecht (4 Prozent) zu fühlen, während diese Werte 2013 in Summe bei 20 Prozent lagen. Auf Platz eins der gesundheitlichen Schädigungen lagen Rückenprobleme (47 Prozent), gefolgt von Übergewicht (41 Prozent), Problemen mit dem Bewegungsapparat (38 Prozent) sowie Blutdruck (24 Prozent). Zum ersten Mal wurden auch psychische Leiden abgefragt: Energielosigkeit und Schlafstörungen (29 bzw. 27 Prozent) wurden hier am häufigsten genannt.

Hausmittel Was tun bei Fieberblasen?
Rund 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung tragen das Herpes-simplex-Virus Typ 1 in sich. Bei etwa einem Drittel davon wird der Erreger aktiv. Die Symptome: juckende Bläschen, Brennen und Verkrustungen im Gesicht. Besonders häufig ist die Lippe betroffen. Meist greift man zu Fieberblasen-Cremes, um diese Symptome zu bekämpfen – jedoch raten immer mehr Mediziner, auch Hausmitteln eine Chance zu geben. So hilft Salzwasser, auf die entsprechende Stelle getupft, die Anzahl der Herpesbläschen zu vermindern. Zudem trocknet Salz die Bläschen aus. Gegen den Juckreiz (und als Desinfektionsmittel) hilft eine Zinksalbe. Auch Honig wirkt Wunder: Er ist antibakteriell, wirkt schmerzlindernd und beschleunigt die Heilung. Auch die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure wirkt antiviral und verhindert, dass mehrere Bläschen gleichzeitig entstehen.

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