Sonntag, 22. September 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgebe 2016.04

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - deyangeorgiev

 

Kinder zum Augenarzt!

Der Kontrollbesuch beim Augenarzt sollte ernst genommen werden – und das in jedem Lebensalter! Die erste augenärztliche Untersuchung ist bereits vor dem zweiten Geburtstag angesagt. „Bei Kindern, die beispielsweise schielen, gar schon vor dem ersten Lebensjahr. Auch Kinder, deren Eltern schielen oder eine Brille tragen, sollten schon im ersten Lebensjahr beim Augenarzt vorgestellt werden“, so Dr. Christina Beisse von der Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Deutschland. Aber: Auch unauffällige Kinder sollten den Augenarzt besuchen. Nur so kann etwa eine lebenslange Schwachsichtigkeit, Amblyopie genannt, verhindert werden. Die häufigste Ursache für eine Amblyopie, die im späteren Alter nicht mehr korrigiert werden kann, ist eine unterschiedliche Kurz- oder Weitsichtigkeit beider Augen. „Diese Störung kann der Kinderarzt in der Regel nicht erkennen“, warnt Beisse. Die Diagnose müsse ein Augenarzt – und zwar bereits im Kleinkindalter – stellen. Danach besteht die Gefahr, dass trotz Behandlung das Sehvermögen stark beeinträchtigt bleibt.

COPD Vorsicht bei Inhalatoren-Anwendung!

In Österreich ist bereits jeder fünfte Erwachsene von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) mit Symptomen wie Husten, vermehrter Schleimbildung und Atemnot betroffen. Um die Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, atmen die Betroffenen Medikamente als Sprühnebel über einen Inhalator ein. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Anwendung oft nicht klappt: Rund zwei Drittel aller Patienten mit Lungenerkrankungen wenden ihren Inhalator falsch an und gefährden so ihren Behandlungserfolg.  Um Fehler beim Einsatz des Gerätes zu vermeiden, empfehlen Experten den Betroffenen, eine Schulung zu besuchen, in der sie den richtigen Umgang mit dem Gerät lernen. Zudem kritisieren Experten, dass die Zahl der Inhalatoren-Modelle und inhalierbaren Medikamente in den vergangenen Jahren stark angestiegen sei – was für allgemeine Verwirrung sorgt. Sie fordern nun eine einheitliche, farbige Kennzeichnung von Inhalatoren, die gleiche Medikamentengruppen enthalten.

Hirnstimulation nach Schlaganfall

Jeder dritte Schlaganfall-Patient leidet an einer Sprachstörung, der sogenannten Aphasie. Bisherige Therapie-Ansätze waren nur mittelmäßig erfolgreich. Im Rahmen einer aktuellen deutschen Studie ist es Neurologen nun gelungen, durch elektrische Reize am Kopf (durch den Schädelknochen in das Gehirn) die Sprachfunktionen von Menschen mit einer Aphasie zu verbessern. „Wir konnten erstmals in einer doppelblinden Studie zeigen, dass die Gleichstromstimulation in Kombination mit Sprachtraining über einen Zeitraum von zwei Wochen die Sprachfunktion verbessert“, so Prof. Dr. Agnes Flöel von der Charité Berlin. Die Therapie verbesserte vor allem das Vermögen der Patienten, Gegenstände korrekt zu benennen. Die Betroffenen konnten aber auch Alltagssituationen, etwa beim Einkauf, oder Arztgespräche anschließend leichter durchführen.

Zahl des Monats 60%

… der Frauen und 25 Prozent der Männer in Österreich leiden regelmäßig an Verstopfung. Ursachen können falsche Ernährung, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, zu wenig Bewegung, Stress, aber auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Reizdarmsymptom oder Darmpolypen sein.

Schokolade gegen Bluthochdruck

Eine neue Studie aus Deutschland zeigt: Dunkle Schokolade hilft, den Blutdruck zu senken. Die insgesamt 13 Probanden verzehrten täglich eine Tafel dunkle Schokolade. Nach zwei Wochen zeigten die Messwerte, dass der obere, systolische Blutdruck um einen Wert von fünf Millimeter auf der Quecksilbersäule gefallen war. Die Forscher nehmen an, dass die im Kakao enthaltenen Polyphenole dafür verantwortlich sind – denn beim täglichen Verzehr von weißer Schokolade blieb die blutdrucksenkende Wirkung bei den Probanden aus. Die Experten warnen allerdings davor, Schokolade als Medikamentenersatz zu sehen: „Blutdrucksenkende Medikamente sind unverzichtbar für die Behandlung der Hypertonie!“

Wasser gegen Zucker!

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft empfiehlt, mehr Wasser zu trinken und auf gezuckerte Softdrinks zu verzichten. Mit Zucker gesüßte Getränke tragen durch ihre Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und ihrem gleichzeitig geringen Sättigungspotenzial zu Übergewicht und Insulinresistenz (einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes) bei. Am gesündesten ist es, täglich etwas mehr als zwei Liter Wasser zu trinken.

  • Warten Sie niemals auf den Durst, sondern trinken Sie davor schon ein paar Schluck Wasser!
  • Wasser sollte immer verfügbar sein. Das erste Glas zum Aufstehen, ein Glas vor und eines zu jeder Mahlzeit und ein letztes Glas vor dem Schlafengehen. Auch Wassergläser am Schreib- oder Wohnzimmertisch sind ratsam.
  • Trinkrituale können helfen: zum Beispiel ein Glas beim Heimkommen von der Arbeit.
  • Wer mit Wasser Schwierigkeiten hat, kann auch zu ungesüßten Tees greifen.

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