Montag, 17. Juni 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 03.2019

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.

 


Foto: iStock-Marco_Piunti

 

Gemeinsame Wohnung – – gemeinsames Zunehmen!

Kaum ziehen Pärchen zusammen, nehmen sowohl der Mann als auch die Frau zu – das behauptet eine deutsche Co-Studie (u. a. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung). Schuld daran seien veränderte Gewohnheiten: In Gesellschaft wird öfter und mehr gegessen als alleine. Kommt es zur Trennung, purzeln die Kilos wieder. Es wurden Daten von 20.000 Menschen über einen Zeitraum von 16 Jahren ausgewertet. 

Vorsicht Epilepsie-Medikamenten!

Ein Wechsel des Präparats kann zur Verschlimmerung der Symptome führen.

Epilepsie-Patienten werden mit sogenannten Antikonvulsiva behandelt, also speziellen Medikamenten, die gegen Krampfanfälle wirken. Eine deutsche Studie zeigt nun, dass nicht nur der Wechsel von Substanz zu Substanz problematisch sein kann (und nur bei Nicht-Erfolg der aktuellen Behandlung erfolgen sollte!), sondern schon der Wechsel von der einen Substanz eines Herstellers zu der gleichen Substanz eines anderen Herstellers (z. B. vom Originalpräparat auf ein Generikum, von einem Generikum auf ein anderes Generikum oder auch von einem Generikum zu einem Originalpräparat). Das Ergebnis: Das Risiko von wieder auftretenden epileptischen Anfällen bei bis dato anfallsfreien Patienten erhöhte sich nach Wechsel auf die gleiche Substanz eines anderen Herstellers um über 30 %. Davon schienen insbesondere ältere Patienten betroffen zu sein. „Verschiedene generische Präparate enthalten zwar die gleichen Wirkstoffe, unterscheiden sich aber mitunter hinsichtlich der Hilfsstoffe“, warnt Prof. Hajo M. Hamer, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie. „Wenn sich zudem die Darreichungsform, das Aussehen, die Größe oder die Stärke der Tabletten ändern, kann das zu Einnahmefehlern und Verwechslungen führen, die den Therapieerfolg gefährden und auch das Anfallsrisiko erhöhen.“

Depressionen schlecht fürs Herz

Dass die Prognose bei Krebs und koronarer Herzkrankheit (KHK) schlechter ausfällt, wenn die Betroffenen zusätzlich eine Depression entwickeln, ist wissenschaftlich belegt. Nun bewiesen Forscher aus Deutschland, Finnland, Schweden und China in einer gemeinsamen Studie, bei der Daten von insgesamt 221.720 Krebs- und KHK-Patienten ausgewertet wurden, dass auch bereits vorhandene Depressionen die später auftretende Krankheit negativ beeinflussen. Bei KHK-Patienten stieg das Sterberisiko um 34 %, wenn sie zwei Jahre vor der Diagnose Antidepressiva einnahmen, bei Krebspatienten immerhin um 10 %. 

Zahl des Monats 8...

... Stunden sollte die tägliche Nachtruhe laut einer kanadischen Studie maximal andauern. Jene Probanden, die mehr als acht Stunden schliefen, waren im Durchschnitt weniger körperlich aktiv, depressiver, tranken mehr Alkohol und griffen öfter zur Zigarette. Sie zeigten ein um 5 bis 17 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Optimale Schlafdauer daher: sechs bis acht Stunden.

Weintrauben gegen Rheuma

Eine aktuelle Studie aus Saudi-Arabien und Ägypten wies nach, dass der Inhaltsstoff Resveratrol, der u. a. in Weintrauben, Erdnüssen und Zwetschken vorhanden ist, die medikamentöse Behandlung bei rheumatoider Arthritis positiv unterstützt. Die 100 Probanden wurden weiterhin mit konventionellen Arzneimitteln behandelt, die Hälfte von ihnen erhielt zusätzlich täglich 1 Gramm Resveratrol in Kapselform. Das Ergebnis: Die Resveratrol-Gruppe wies nach drei Monaten geringere Schwellungen und Schmerzempfindlichkeit auf, auch die Entzündungsmarker im Blut sanken deutlich.    

Tiere helfen bei Demenz

Das Ergebnis einer aktuellen US-amerikanischen Metastudie, die 32 Studien zum Thema „Tiertherapie und Demenz“ auswertete, zeigt: Tiere haben positive Auswirkungen auf Demenzerkrankungen. Die Interaktion mit Tieren lindert u. a. die Unruhe der Betroffenen, zudem fördert sie die soziale Interaktion. Auf die (z. B. aggressive) Stimmung der Demenzerkrankten hatten die Tiere allerdings geringen Einfluss: Nur ein Teil der Probanden wies nach der Tiertherapie eine veränderte, sprich: positivere Stimmungslage als zuvor auf. Der Großteil der untersuchten Studien arbeitete mit Hunden, die Forscher gehen jedoch von ähnlichen Effekten mit anderen (Haus-)Tieren aus. 

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