Montag, 27. Mai 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 02.2016

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - Nejron

Glück verlängert das Leben

Dass glückliche Menschen tatsächlich länger leben als jene, die ständig Trübsal blasen, ist nichts Neues. Eine aktuelle britische Studie gibt nun auch die Antwort, warum dies so ist: Glückliche Menschen, so die Forscher, seien nicht etwa deshalb gesünder, weil sie einfach glücklich sind, sondern weil sie einen gesünderen Lebensstil führen. Jene der eine Million befragten Frauen (Männer wurden aus der Studie ausgeschlossen), die laut eigenen Angaben unglücklich waren, griffen häufiger zur Zigarette, betrieben weniger Sport und hatten seltener einen fixen Lebenspartner. Zudem, so die Forscher, achten unglückliche Frauen weniger auf eine gesunde Ernährung, kurz: achten weniger auf sich. „Krankheit macht an sich unglücklich. Aber Unglücklichsein selbst macht nicht krank“, so die Zusammenfassung der Ergebnisse.

Schlafstörungen - Tipps für eine gute Nacht

Rund ein Viertel aller Österreicher leidet an Schlafstörungen, besonders häufig sind Durchschlafstörungen. Bereits einfache Schlafhygiene-Regeln können jedoch helfen, wieder durchzuschlafen:

  1. Gehen Sie täglich zur selben Zeit schlafen und stehen Sie auch zur selben Zeit auf.
  2. Legen Sie kein Mittags- oder Nachmittagsschläfchen ein. Schlafreduktion wirkt bei Durchschlafstörungen Wunder!
  3. Im Bett sollte nur geschlafen, nicht gearbeitet oder ferngesehen werden. Lesen ist aber erlaubt.
  4. Versuchen Sie, mit freiem Kopf ins Bett zu gehen. Schreiben Sie belastende Gedanken auf, das kann helfen, das Gedankenkarussell zu stoppen. Auch eine eigens eingerichtete „Grübelecke“ im Wohnzimmer ist empfehlenswert.
  5. Vor dem Schlafengehen sollte schweres Essen sowie Sport vermieden werden!
  6. Können Sie nicht mehr einschlafen, verlassen Sie das Bett und versuchen Sie nicht, krampfhaft wieder einzuschlafen.

 

Mehr Eisen für schwache Herzen

Herzschwäche ist weiter verbreitet als häufig angenommen: Rund 300.000 Menschen sind in Österreich daran erkrankt. Ein unterschätzter und häufig nicht genügend behandelter Risikofaktor stellt dabei Eisenmangel dar. Eisenmangel, mit und ohne Verbindung mit Anämie, kann bei Patienten mit Herzschwäche zu erhöhter Sterblichkeit, reduzierter Leistungsfähigkeit und weiterer Verschlechterung der Lebensqualität führen. Dazu Experte OA Dr. Christian Ebner vom Krankenhaus der Elisabethinen in Linz: „Eisen wird in unterschiedlichen Organen des Körpers benötigt und gespeichert. Dazu gehören neben dem Blut auch die Leber oder die Skelettmuskulatur. Hinter dem häufigen Eisenmangel bei Menschen mit Herzinsuffizienz steht eine gestörte Eisenaufnahme aus dem Darm in Verbindung mit Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Hintergrund sind entzündliche Vorgänge und das erhöhte Vorhandensein des in der Leber gebildeten Peptids Hepcidin, das die Eisenaufnahme im Darm vermindert.“ Das Auffüllen des Eisenspeichers mittels Nahrung ist sehr schwierig, weshalb Experten bei diagnostiziertem Eisenmangel zu einer Behandlung mit Eisenpräparaten raten, bevorzugt zur intravenösen Gabe von Eisencarboxymaltose. Der Erfolg dieser Therapie sollte überwacht werden, damit die Substitution nicht über das Ziel hinausschießt. Eine Kontrolle der Eisenwerte wird nach drei bis sechs Monaten empfohlen.

Unsportliche Kinder haben schlechte Blutgefäße

Selbst bei Kindern wirkt sich schwache körperliche Fitness auf die Blutgefäße aus – sie werden steif und verengen sich zunehmend. Das belegt eine aktuelle finnische Studie. Mit anderen Worten: Bereits im Kindesalter wird der Grundstein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelegt. Denn steife Arterien können im Erwachsenenalter zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Außerdem konnten die Forscher feststellen, dass Kinder, die körperlich sehr aktiv sind, die flexibelsten Arterien besitzen. Aus unsportlichen Kindern müssen jedoch nicht zwangsläufig unsportliche Erwachsene werden: „Die Flexibilität der Arterien lässt sich in jedem Lebensalter durch Bewegung und gesunde Ernährung beeinflussen“, betont Professor Dr. med. Michael Böhm von der Deutschen Hochdruckliga.

Office-Eye-Syndrom

Mehr als 50 % aller Beschäftigten in Österreich nutzen einen Computer am Arbeitsplatz. Der damit verbundenen Belastung sind sich viele aber nicht bewusst: Schlechte Innenraumluft in Verbindung mit dem stundenlangen Blick auf den Bildschirm strapazieren den Körper und die Gesundheit. Laut einer aktuellen Studie verbringen Österreichs Arbeitnehmer 6,6 Stunden täglich vor dem Bildschirm. 70,6 % der Befragten tragen Brillen und/oder Kontaktlinsen – innerhalb der Gesamtbevölkerung sind es nur 52 %. Aber nur 3 % der Brillenträger verwenden eine passende Bildschirmbrille, 10 % eine ebenfalls geeignete Gleitsichtbrille, so die Umfrageergebnisse. 86 % aller Befragten klagen über gesundheitliche Probleme, allen voran Augenbrennen (40,2 %), trockene Augen (39,2 %) und Kopfschmerzen (30,4 %). All das sind Symptome des sogenannten Office-Eye-Syndroms und sind meist auf eine unzureichende Benetzung der Augenoberfläche zurückzuführen. Experten raten dazu, bewusst alle paar Sekunden zu blinzeln, genügend Abstand zum Bildschirm zu halten sowie einmal stündlich für 20 Minuten eine (Bildschirm-)Pause einzulegen. Auch Augengymnastik und eine gute Raumluft (ausreichend lüften!) sind sehr wichtig.

Verstopfung - Vielleicht ist’s die Schilddrüse

Leiden Sie an chronischer Verstopfung, sollten Sie auch an die Schilddrüse denken. Dieses wichtige Organ ist für nahezu alle wesentlichen Prozesse in unserem Körper verantwortlich, also auch für die Verdauung. Bei einer
Hypothyreose (Unterfunktion) werden zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet. Der Stoffwechsel ist also verlangsamt, was sich auch auf die Verdauung auswirkt. Symptome einer Schild­drüsen-Unterfunktion sind zum Beispiel trockene Haut, brüchige Nägel und Haare, häufiges Frieren sowie ein verlangsamter Puls.

 

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-05 130x173

Aktuelles Heft 05/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 7. Juni

 

Unsere Ausgabe 04/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Wie informieren Sie sich über Nebenwirkungen von Medikamenten?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information