Dienstag, 19. Februar 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2015.09
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Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: Rainer Sturm - pixelio.de

 

Ab unters Messer?

Über 20 Mio. chirurgische und nicht chirurgische kosmetische Eingriffe wurden im Jahr 2014 weltweit gemacht.

Das besagt eine aktuelle Statistik der International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS), der führenden internationalen Vereinigung für ästhetisch-plastische Chirurgie. Besonders die US-Amerikaner sind Fans von Schönheits-OPs: 20,1 % der weltweiten Eingriffe wurden in den USA durchgeführt (mehr als 4 Millionen!), gefolgt von Brasilien (10,2 %), Japan (6,2 %) und Südkorea (4,8 %). Unsere Nachbarn, die Deutschen, liegen mit 2,6 % auf einem der hinteren Plätze. Frauen ließen mehr als 17 Mio. kosmetische Eingriffe durchführen; das sind 86,3 % aller OPs. Bei den Männern sind es 2,5 Mio. (13,7 %). Insgesamt auf Platz 1 der chirurgischen Eingriffe landete die Lidkorrektur, gefolgt von Fettabsaugung, Brustvergrößerung, Fetttransfer und Nasenoperation. Wir meinen: Natürlichkeit ist immer noch am schönsten!

Krebserkrankung der Schilddrüse: Ultraschall erkennt Knoten sicher

Bei mehr als der Hälfte aller Menschen entwickeln sich im Laufe des Lebens kleine Knoten in der Schilddrüse. Entdecken Ärzte sie als Zufallsbefund bei einer Vorsorgeuntersuchung, ist dies kein Grund, die Knoten vorsorglich operativ zu entfernen. Denn in mehr als 90 % der Fälle geht davon keine Gefahr aus. Um jene zu erkennen, hinter denen sich ein Schilddrüsenkarzinom verbirgt, untersuchen Ärzte die Knoten mit Ultraschall und entnehmen bei Verdacht eine Gewebeprobe. „Der Ultraschall liefert uns entscheidende Hinweise, ob eine Gewebeprobe entnommen und genauer untersucht werden sollte“, so Dr. med. Wolfgang Blank von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Bedenken, dass dabei Krebserkrankungen übersehen werden könnten, hat eine italienische Langzeituntersuchung weitgehend ausgeräumt. Sie zeigt, dass Sonografie und Biopsie sichere Ergebnisse liefern: Bei 99,7 % der entdeckten Knoten bei 1.000 Patienten konnten die Ärzte eine Krebserkrankung korrekt ausschließen.

Achte gut auf deine Leber!

Am 26. September, also am Lebergesundheitstag, veranstaltet das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien einen Lebergesundheitstag. Im Mittelpunkt steht dieses zentrale Stoffwechselorgan unseres Körpers. Die Fettleber ist mittlerweile zur Volkskrankheit geworden, leiden doch in den Industrieländern mittlerweile bereits bis zu 40 % der Bevölkerung daran; 20 bis 30 % davon an einer nichtalkoholischen Fettleber („NASH“) – die meisten, ohne es zu wissen, denn eine Erkrankung der Leber macht lange Zeit keine Beschwerden. Die Veranstaltung  klärt über Ursachen und Prävention auf und bietet neben Vorträgen unter anderem auch einen Schnelltest, einen Fibroscan und eine Ernährungsberatung.

Zahl des Monats - 63,2 Jahre

Wir werden älter, sind aber länger krank

… verbringt Frau Österreicher in guter Gesundheit bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,6 Jahren.
Bei den Männern liegt der Durchschnittswert bei 61,7 Jahren und einer Lebenserwartung von 78,4 Jahren. Sprich: Wir werden immer älter, sind aber auch länger krank. Das ist das Ergebnis einer Studie der Donau-Universität Krems.

Kunden nerven!

Was stresst uns im Arbeitsbereich am meisten?
Dieser Frage ist eine aktuelle EU-weit durchgeführte Studie nachgegangen, bei der rund 50.000 Unternehmen teilnahmen. In Österreich wie in ganz Europa Risikofaktor Nummer eins: der Umgang mit schwierigen Kunden, Patienten bzw. Schülern (Ö: 59 %, EU-Durchschnitt: 58 %). In dieser Zahl spiegelt sich laut Studie das anhaltende Wachstum des Dienstleistungssektors wider. Hier die größten Stressfaktoren am heimischen Arbeitsmarkt im Überblick:

Schwierige Kunden/Patienten/Schüler:              59 %
Zeitdruck:                                                                   55 %
Anstrengende/schmerzhafte Körperhaltung:     53 %
Sich wiederholende Hand-/Armbewegungen:  44 %

Übersicht zu diesem Artikel:
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