Mittwoch, 18. September 2019

Natürlich schön durch den Winter

Ausgabe 2015.12/2016.01
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Je härter der Winter, desto natürlicher sollte die Pflege ausfallen. Mit Naturkosmetik durch die Eiszeit: Warum Bio-Pflege gerade jetzt so sinnvoll ist.


Foto: Can Stock Photo Inc. - envivo

Kälte, Wind und Dunkelheit machen nicht nur der Seele zu schaffen. Auch die Haut reagiert mit dem Winterblues.
Hinzu kommt der ständige Wechsel aus kalten Außentemperaturen und trockener, warmer Heizungsluft in Räumen.

Nicht nur sensible Menschen reagieren auf solche Klimaeinflüsse. Schuppen, Rötungen, Fältchen und sogar Juckreiz sind typische Nebenwirkungen des Winters. Väterchen Frost meint es eben nicht gerade gut mit uns. Doch dafür können wir jetzt umso mehr auf die Hilfe von Mutter Natur zählen. Natürliche und biologisch hochwertige Pflege-Essenzen sind gerade in den kühlen Wintermonaten oft das Einzige, was der Haut wirklich hilft. Nach dem Grundprinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ hat Naturkosmetik den Anspruch, zu pflegen, aber vor allem auch regenerierend zu wirken. Sie legt sich nicht nur wie ein Pflegefilm auf die Hautoberfläche, sondern dringt tief in die Dermis ein und unterstützt sie im Inneren bei ihren natürlichen Mechanismen. Es geht nicht um schnelle Wunder oder ein kurzfristig beruhigtes Hautbild, sondern um langfristige Stabilisierung der hauteigenen Balance. Schließlich ist nur gesunde und intakte Haut auch wirklich schöne Haut.

Nutzen aus der Natur. Dabei ist das Geheimnis pflanzlicher Rohstoffe ebenso simpel wie wirkungsvoll: Pflanzenstoffe sind Naturerzeugnisse. In ihrem Ursprung sind diese Rohstoffe oft extremen klimatischen Herausforderungen ausgesetzt, haben dabei aber über Jahrhunderte gelernt, sich selbst den widrigsten Umständen anzupassen. Clevere Naturkosmetika haben sich diese natürlichen Schutzmechanismen zunutze gemacht und lassen so unser größtes Organ davon profitieren. Ein Beispiel: Ein beliebter Wirkstoff natürlicher Hautpflege ist eine bestimmte Essenz des Edelweiß. Diese seltene Blume hat die Fähigkeit, in eisig kalten Höhenlagen zu gedeihen, da sie über Moleküle verfügt, die Wasser in ungemeiner Menge speichern können, ohne sie im Pflanzeninneren gefrieren zu lassen. Adaptiert in cremige Hautpflege, schützt und versorgt diese Essenz extrem trockene Haut auch bei Minusgraden mit Feuchtigkeit. Ferner werden in Naturprodukten spezielle Pflanzenöle und Wachse verarbeitet, von denen man weiß, dass sie in ihrem Lipidaufbau den menschlichen Hautfetten verwandt sind und damit besser mit der Haut harmonieren als ihre synthetischen Kollegen. Sie wirken dabei stabilisierend und schirmen gleichzeitig Umwelteinflüsse wie Wind und Kälte, ab.

Naturkosmetik: unterstützen statt belasten! Dass die Haut schützende Leistungen nicht vollumfänglich allein erbringen kann, ist klima- und zivilisationsbedingt. Durch Heizungen, trockene Kleidung und oft auch durch eine falsche Pflege wird der natürliche Hautschutz mit der Zeit instabil. Der im Winter ohnehin strapazierte Säureschutzmantel wird immer löchriger – und die Haut sensibler. Versuchen wir solche Pflegelücken nun allerdings durch synthetische Produkte wettzumachen, reagiert die Haut oft gereizter, als sie es ohnehin schon ist. In der Regel sind es Zusatzstoffe, wie Silikon, Parfum oder Konservierungsmittel, die die Haut unnötig reizen. Naturkosmetik bietet da eine sanfte Alternative. Sie zeichnet sich durch den Verzicht auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte sowie synthetische Fette aus. All diese Wirkstoffe sind nicht hautverwandt und damit unnötiger Ballast für die empfindliche Dermis.

Natur-Tipp:  Auch wenn es im Winter verlockend ist, verzichten Sie auf heiße Wassertemperaturen. Heißes Wasser entzieht der Haut mehr Fett und Feuchtigkeit als notwendig. Aus diesem Grund sollten auch heiße Vollbäder die Ausnahme bleiben. Wer den turmhohen Schaumbergen dennoch nicht widerstehen kann, badet im Sinne von Mutter Natur. Dafür gibt man dem Badewasser vier Liter Vollmilch und eine Tasse Mandelöl hinzu. Die Milch- und Mandelfette wirken einer Austrocknung größtenteils entgegen. So gerüstet, spricht nicht mehr viel gegen einen winterlichen Tauchgang. Schönheit im natürlichen Sinne ist schließlich nicht nur eine Frage der Haut, sondern auch der Seele. Und wo lässt sich der Winterblues besser vergessen als in der dampfend heißen Wanne?  

Naturkosmetik im Winter. Hautpflege für die kalte Jahreszeit muss nicht nur sanft sein, sondern auch wirkungsvoll. Cremes, die Wind und Wetter trotzen wollen, müssen einen schützenden Panzer gegen die Kälte bilden, die Haut gleichzeitig mit einem erhöhten Feuchtigkeitsvolumen versorgen, ohne Verdunstungen oder Erfrierungen in den Poren zuzulassen. Synthetische Kosmetika meistern diesen Spagat mit ausgeklügelten Texturen. Beispielsweise werden Lipidmoleküle so aufbereitet, dass sie in ihrem Kern ein Feuchtigkeitsmolekül umschließen. Auf diese Weise kann Feuchtigkeit in die Haut eindringen, wird aber durch den pflegend wirkenden Fettfilm zugleich am Verdunsten gehindert. Zwei Fliegen, eine Klappe. Doch leider vollzieht sich dieser Effekt meist nicht ohne künstliche Stabilisatoren, die zwar die Pflegeverbindung stabil halten, auf die sensible Haut aber gereizt reagieren kann. Naturkosmetik verzichtet auf solche Zusätze und arbeitet stattdessen mit Naturölen oder natürlichen Wachsen. Verarbeitet man diese gemeinsam mit einem Feuchtigkeit spendenden Wirkstoff, wie z. B. Aloe vera, entsteht eine natürliche Öl-in-Wasser-Emulsion, die den gleichen Effekt erzielt wie ihre künstlichen Kollegen. Naturöle und Wachse schirmen die Haut lückenlos vor Wind und Kälte ab und sind dabei so leicht, dass sie die Poren nicht am Atmen hindern.

Natur-Tipp: Ein pflegendes Gleichgewicht von Fett und Feuchtigkeit für die Haut kann man auch in Eigenregie schaffen. Befüllen Sie dafür eine Sprühflasche mit einer Hälfte reinem Aloe-vera-Saft sowie einer Hälfte (Thermal-)Wasser und benebeln Sie damit das gereinigte Gesicht. Im Anschluss massieren Sie ein hochwertiges Naturöl (z. B. Macadamia-, Mandel- oder Avocadoöl) in die feuchte Haut ein. Das Öl umhüllt das Wasser und dringt als natürliche Wasser-in-Öl-Emulsion in die Haut ein. Perfekter, einfacher und natürlicher kann Winterkosmetik nicht sein.   

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Natürlich schön durch den Winter
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