Montag, 19. August 2019

Natürlich gesund durch den Herbst - Selbstbestimmt leben

Ausgabe 2018.09
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Selbstbestimmt leben
Dass Bewegung unter freiem Himmel, idealerweise im Wald, laut TEM zu bevorzugen ist, versteht sich fast von selbst. „Die Eindrücke, die wir in der Natur sammeln, schärfen unsere Sinne und trainieren den Geist“, so Kögler. „Der Aufenthalt im Grünen hat eine enorme Wirkung auf unsere Stresshormone und die Immunparameter. Wer sich mindestens einmal pro Woche regelmäßig in der wilden Natur aufhält, kann die Anzahl seiner Killerzellen um 40 Prozent erhöhen.“ Zudem wird dabei schlechter Laune vorgebeugt. Denn: „Im Wald erleben wir eine Faszination, befinden uns im Hier und Jetzt und nicht etwa in der Traurigkeit der Vergangenheit oder in der Sorge um die Zukunft“, betont der TEM-Experte. „Außerdem haben Untersuchungen von Waldkindergärten in Dänemark ergeben, dass Kinder, die sich viel in der Natur aufhalten, ein toleranteres Sozialverhalten an den Tag legen.“ In unserer heutigen, zum Teil völlig medial überreizten Zeit, kann es also nur von Vorteil sein, Psychohygiene in der Natur zu betreiben.  Wer ein Scherflein nachlegen möchte, stellt sich während eines Spaziergangs im Freien Fragen, die laut Kögler zum Herbst passen: Was ist wichtig in meinem Leben? Sind das Freunde oder das neue Smartphone? Ist es wichtig, Stärken auszubauen oder Geld zu verdienen? Wofür bin ich geboren und kann ich das leben, wofür ich geboren bin? „Wer diese Fragen für sich beantwortet, kann auch sein Leben dahingehend steuern, ist zufriedener und bleibt gesünder. Andernfalls wird das eigene Leben fremdbestimmt, wodurch wiederum Unzufriedenheit und Krankheiten hervorgerufen werden können“, so Kögler.

Zurück zu den Wurzeln
Mitunter sind wir im Herbst aber auch gern richtige Nesthocker. Wie die Pflanzen, die sich vor dem Winter in die Wurzeln zurückziehen, bleiben auch wir gern einmal in den eigenen vier Wänden. Wer sich daheim verwöhnen möchte, träufelt abends ins Badewasser etwas Rosmarin-Öl – das wärmt und entspannt. Danach lässt man es sich auf dem Sofa gut gehen und lässt Salbei, Beifuß oder Weihrauch in Ölschalen oder Ähnlichem verrauchen. „Das Räuchern ist ein Ritual, das in der TEM dazu dient, sowohl Körper als auch Geist zu reinigen und in Einklang zu bringen“, sagt Kögler. Für all jene, die etwas härter im Nehmen sind und ihre Widerstandsfähigkeit stärken möchten, eignen sich kurze Kaltwasseranwendungen in Form von Kneipp’schen Knie- oder Schenkelgüssen. Wichtig dabei ist, dass der Kaltreiz nur auf einen warmen Körperteil gebracht wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Kältereiz nicht mit vermehrter Wärmebildung infolge besserer Durchblutung beantwortet wird, sondern, im Gegenteil, zu einer noch stärkeren Abkühlung des Körperteils führt. Beim Wechselunterschenkelbad beispielsweise werden die Unterschenkel zehn Minuten lang bei etwa 40°C warmem Wasser angewärmt und dann zehn Sekunden in eine zweite Wanne mit ganz kaltem Wasser gestellt. Dieser Wechsel wird wiederholt, wobei beim zweiten Mal in der Heißanwendung fünf Minuten reichen – Sie werden sehen: Der Sprung ins kalte Wasser wird sich lohnen!

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Natürlich gesund durch den Herbst
Seite 2 Alles wird gut!
Seite 3 Selbstbestimmt leben

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