Sonntag, 16. Juni 2019

Natürlich gesund durch den Herbst

Ausgabe 2018.09
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Erkältung und Stress? Nein danke! Sammeln Sie schon jetzt Kraft für die kühleren Monate – und lernen Sie, dem nun wieder hektisch werdenden Berufsalltag zu entfliehen. Wie das geht? Ganz einfach! Nützen Sie das jahrtausendealte Wissen der traditionellen europäischen Medizin und die Kraft der Natur.


Foto: © iStock-swissmediavision

Blicken Sie auch auf einen schönen Sommer zurück? Hatten Sie herrliche Urlaubstage und durften Sie die ein oder andere Grillparty in netter Gesellschaft genießen? – Schön! Dann schwelgen Sie weiter in der sommerlichen Erinnerung und zehren Sie von den zahlreichen Sonnenstunden. Schließlich werden die Tage allmählich wieder kürzer, der berufliche Terminkalender voller – und: das Erkältungs- und Stressrisiko größer. Unser Immunsystem benötigt also kräftig Unterstützung, um Viren und Bakterien abzuwehren. „Im Herbst stehen Kälte und Trockenheit im Vordergrund“, erläutert Allgemeinmediziner und medizinischer Leiter der Akademie für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) Dr. Gerhard Kögler. „Alles, was nun im Gegenzug Körper und Geist wärmt und vor dem Austrocknen schützt, trägt nach den TEM-Grundsätzen zum Erhalt der Gesundheit bei.“ Denn: In der traditionellen europäischen Medizin (siehe Kasten – Was ist TEM?) steht nicht das einzelne Symptom im Vordergrund. Vielmehr wird danach gefragt, unter welchen Voraussetzungen eine Krankheit überhaupt entstehen konnte. Diese Zugangsweise schenkt somit insbesondere den Aspekten Ernährung, Bewegung, Spiritualität, Umwelt und Energiehaushalt größte Aufmerksamkeit. „Wer in diesen fünf Segmenten achtsam lebt, kann Krankheiten entgegenwirken. Dem Immunsystem geht es letztlich nur dann gut, wenn sich der gesamte Kontext in Balance befindet“, weiß Kögler.  

Was ist TEM?

Die traditionelle europäische Medizin ist ein naturheilkundlich geprägtes Behandlungskonzept, dessen Wurzeln in der ägyptischen, griechischen und keltischen Medizin liegen. Es betrachtet den Menschen ganzheitlich und basiert auf der Annahme, dass sich die Humores (Säfte) Phlegma, Sanguis, Chole und Melanchole, die jeder von uns in sich trägt, in Balance befinden müssen, um gesund zu bleiben. Diese Ausgewogenheit kann mit adäquater Ernährung, Bewegung, therapeutischen Anwendungen und Spiritualität erreicht werden. Vor allem die Behandlung mit Heilpflanzen und heilenden Lebensmitteln hat in der TEM eine große Bedeutung. Um den individuellen Konstitutionstyp zu definieren, erfolgt eine ausführliche Diagnose von TEM-Experten mittels Gespräch, Irisdiagnostik oder Zungentest. Danach lässt sich ein passendes Behandlungskonzept maßschneidern.

Für weitere Fragen
können sich Interessierte direkt an die TEM-Akademie wenden. Ab 10./11. November 2018 starten hier wieder spannende Fortbildungskurse. Informieren Sie sich unter
www.tem-akademie.com

Essen Sie sich warm!
Aus TEM-Sicht ist die Ernährung ein wichtiger Teil des Präventionskonzepts. Im Herbst sollten vor allem jene (biologischen) Lebensmittel im Einkaufswagen landen, die befeuchtend bzw. erwärmend und optimalerweise antibakteriell, antiviral und/oder antioxidativ wirken. „Dazu gehören beispielsweise Grünkohl, Artischocken, Fenchel, Kresse, Kürbis, Bohnen, Rote Rüben, Mangold, Süßkartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich- und Karottengemüse sowie Herren- und Shiitake-Pilze“, zählt Kögler auf. „Empfehlenswert sind auch süße Apfelsorten, Brombeeren, Feigen oder Datteln.“ Auf Fleisch und Fisch kann man – dem Experten zufolge – aufgrund des vermehrt sauren Bindegewebes durch Fleischkonsum und des hohen Quecksilbergehalts beim Meeresfisch eher verzichten. Hingegen gönnt man sich mit frischen Smoothies aus den erwähnten Obst- und Gemüsesorten sowie schmackhaften Gerichten aus Ziegenkäse, Olivenöl, fermentiertem Soja bzw. Dinkel, Hafer, Roggen oder Buchweizen gesunde herbstliche Mahlzeiten.

Würziger Herbst
Das ideale Herbstgetränk lässt sich laut Kögler wiederum aus Ingwer, Zimt, Honig und Zitrone mixen. Schneiden Sie dazu den Ingwer in Scheiben, fügen Sie Zimt und Wasser hinzu und lassen Sie die Mischung etwa 20 Minuten am Herd köcheln. Danach reichen ein paar Tropfen Zitrone sowie ein wenig Honig – und fertig ist der erwärmende und Feuchtigkeit schenkende Zaubertrunk. Alternativ zu Ingwer und Zimt kann übrigens auch die entgiftend wirkende Kurkuma verwendet werden. Sie zählt – zusammen mit Chili, Maggikraut, Kümmel, Curry, Basilikum, Majoran, Muskatnuss, Pfeffer, Sesam oder Rosmarin – zu den Gewürzfavoriten im Herbst.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Natürlich gesund durch den Herbst
Seite 2 Alles wird gut!
Seite 3 Selbstbestimmt leben

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