Montag, 18. Februar 2019

Mythen über das Braunwerden

31. August 2011

Wir räumen mit falschen Informationen über das Sitzen in der Sonne auf. Sonnenlicht ist nur in Maßen gesund.


Foto: flickr.com - chaojikazu
Zum Thema Sonne sind viel zu viele falsche Informationen im Umlauf, die sich über Jahre hartnäckig hielten, sagen Dermatologen. Wer solchen Mythen auf den Leim geht, riskiere pro Jahr mindestens einen Sonnenbrand.

Hier einige Mythen:

Vorgebräunte Haut braucht keinen Sonnenschutz mehr!
Selbst nach vier bis sechs Wochen Strandurlaub erreicht man durch den natürlichen Bräunungsprozess höchstens einen Lichtschutzfaktor 4 bis 6.

Aus rot wird braun!
Ein besonders alter Mythos, der sich seit den 60er Jahren hält, als es gerade schick wurde, braungebrannt von der Adria zurückzukommen. Sonnenbrand ist ein Zeichen für einen ernsthaften Hautschaden, warnen Fachleute. Die gequälte Haut erzeugt eine gewisse Bräune, um sich vor weiteren Schäden zu schützen. Diese werde sichtbar, wenn die Rötung zurückgeht. Die Rötung an sich wird nicht braun.

Im Schatten oder unter einem Sonnenschirm bekommt man keinen Sonnenbrand!
Eine hohe UV-Dosis wird reflektiert, auch unterm Sonnenschirm. Im Sand beträgt die Reflektion beispielsweise 15 bis 25 Prozent der UV-Strahlung.

An einem bewölkten Tag braucht man keinen Sonnenschutz!
Stimmt nur für Westeuropa. In der Nähe des Äquators ist die Strahlung selbst an einem bewölkten Tag noch viel zu hoch, um ungeschützt im Freien zu sein.

Wenn sich erste Rötungen zeigen, reicht es, für ein paar Stunden in den Schatten zu gehen!
Ein Sonnenbrand erreicht seinen Höhepunkt nach 24 Stunden. Wenn Rötungen auftauchen, ist es bereits zu spät.

Mineralische Filter sind besser als chemische!
Mit ausschließlich mineralischen Filtern ist es nicht möglich, ausreichenden UV-A-Schutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) zu erzielen. Mineralische Filter reflektieren bloß das Sonnenlicht.

Sonnenschutzmittel mit hohem LSF können sparsamer aufgetragen werden!
Empfohlen sind etwa 30ml für einen Erwachsenen. Bei einer kleineren Menge ist auch der Schutz automatisch geringer.

Je öfter man Sonnenschutz aufträgt, desto länger kann man in der Sonne bleiben!
Erneutes Auftragen stellt nur den Schutzlevel des Produkts sicher, verlängert nicht die „erlaubte“ Sonnenzeit.

Wer vorsichtig ist, wird den Sommer aber trotzdem genießen können.
Denn Licht ist ein Lebenselexier für alles Leben auf der Erde, auch für uns Menschen. Die natürliche Sonnen- und Himmelsstrahlung wirkt in vielfältiger Weise gesundheitsfördernd. Zum einen bildet die Haut unter Sonneneinstrahlung das knochen- und abwehrstärkende Vitamin D, zum anderen produziert sie Immunstoffe (Interleukine), die je nach Dosis der Einstrahlung abwehrstärkend oder abwehrschwächend wirken.

Das Sonnenlicht wirkt aber auch auf unser Gemüt – fällt Licht (vor allem der blaue Anteil) auf die Netzhaut, hat das positive Effekte auf den Gehirnstoffwechsel – unter anderem dadurch, dass das in der Zirbeldrüse gebildete müde machende Hormon Melatonin gehemmt wird. Aber auch manche Hauterkrankungen heilen unter Sonnenlicht schneller ab – Akne etwa und auch Psoriasis.

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