Dienstag, 16. Juli 2019

Mit Wacholder unsere Abwehrkräfte stärken

Ausgabe 09/2012
Der Lauf der Sonne veranlasst viele Bäume dazu, im Herbst das Laubkleid fallen zu lassen, um so für den Winter gerüstet zu sein.

Foto: Miriam Höhne In den gemäßigten Breiten unserer Heimat hat es ein Zypressengewächs geschafft, sich allen meteorologischen Herausforderungen jahraus und jahrein zu stellen. Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) behält zu allen vier Jahreszeiten sein grünes Nadelgewand und wird allein schon aus diesem Grund zum Hoffnungsträger, wenn widrige Umstände die Tage mühsam werden lassen. Insbesondere gedeiht dieser Nadelstrauch in Heide- und Moorlandschaften und kommt gut mit kargem Boden zurecht.

Der Wacholder ist eine zweihäusige Pflanze, was bedeutet, dass es entweder männliche oder weibliche Gewächse dieser Art gibt. Die Früchte erscheinen als blaue Beeren. Der äußere Schein trügt jedoch. Denn der Maßholder, wie der stechende Gesell auch genannt wird, bildet wie die ihm verwandten Zypressen Zapfen mit drei fleischigen Schuppen aus, die jedoch im Laufe der zwei bis drei Jahre des Heranreifens so zusammenwachsen, dass es zu der uns bekannten Gestalt der Wacholderbeeren kommt. Aus diesen Früchten kann man mithilfe einer Dampfdestillation ein ätherisches Öl gewinnen, das einerseits den Organismus stärkt, andererseits aber auch den Geist an trüben Tagen aufrichtet. Zudem hilft das Einatmen des Wacholderaromas mit, dass wir nicht so den emotionalen Wellen ausgeliefert sind. Das ätherische Wacholderöl ist durch seine desinfizierende Wirkung unter anderem auch prädestiniert, bei Entzündungen der Atemwege diese durch Inhalation wieder frei zu bekommen.

Der einst in der Schweiz lebende Kräuterpfarrer Johann Künzle preist die Heilkraft der Wacholderbeeren bei chronischem Gelenksrheuma. Er empfiehlt eine Kur, in der man täglich zehn getrocknete Maßholderbeeren kaut, jeden Tag eine Beere mehr isst, bis man bei der Zahl 30 anlangt, um dann im selben Maß wieder bis auf den Tag der Einnahme von 10 Beeren reduziert. Da aber Wacholderbeeren eine stark harntreibende Wirkung besitzen und die Nieren reizen können, ist jede innerliche Anwendung mit diesen Früchten nur anzuraten, wenn jemand vollständig intakte Nieren hat.

Unbedenklich ist jedoch, den Wacholder im eigenen Garten als Zier- und Vogelschutzgehölz zu pflanzen, um so einen Beitrag für die Umwelt zu liefern. Möchte man in einem Teil des eigenen grünen Paradieses einen Heidegarten anlegen, empfiehlt es sich, das Zypressengewächs mit Birken, Besenginster oder Kieferngewächsen zu kombinieren. In jedem Falle strahlt der Wacholderstrauch eine beständige Lebenskraft aus, die mit einer ernsten Würde in Verbindung steht.

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