Montag, 18. März 2019

Mit frischem Schwung in den Frühling

Ausgabe 2019.03
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Zwei Drittel der Österreicher leiden unter Frühjahrsmüdigkeit. Das muss nicht sein! Wir haben die besten Tipps, wie Sie die nächsten Wochen mit viel Elan, Leichtigkeit und Lebensfreude genießen können.

 


Foto: iStock-gruizza

Es ist paradox: Sobald der Frühling seine zarten Fühler auszustrecken beginnt, scheint die ganze Welt am Erwachen zu sein. Erste Blumen sprießen aus dem noch harten Boden, Bäume und Sträucher schmücken sich mit zarter Blüte, die Vögel liefern den fröhlichen Soundtrack zum Geschehen. Und wir? Fühlen uns erschöpft, dauermüde und so gar nicht in der Blüte unseres Lebens. Die Frühlingsmüdigkeit hat uns fest im Griff. Laut einer Umfrage des Hildesheimer Wickert-Instituts geben rund zwei Drittel der Befragten an, mit den erwähnten und weiteren Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufschwäche und Antriebslosigkeit zu kämpfen.

Massive Umstellung belastet
Doch warum kreucht und fleucht es rund um uns, während wir am liebsten einfach nur schlafen würden? „Mit dem Frühling kommen nach dem langen, kalten und dunklen Winter sehr viele neue Einflüsse auf den Menschen zu“, erläutert Allgemeinärztin und Komplementärmedizinerin Dr. Tina Träxler. „Die vermehrte Sonneneinstrahlung, die milderen Temperaturen, der Wechsel zwischen kalt und warm – all das wirkt sich auf unseren Körper aus. Unser Organismus stellt sich mit verschiedenen Reaktionen auf den Frühling ein und die Auswirkungen spüren wir als Frühjahrsmüdigkeit“, so die TCM-Ärztin. Vor allem in unserem Hormonsystem herrscht nun rege Betriebsamkeit und es kommt zu einem Schlagabtausch von Melatonin und Serotonin. Ersteres ist auch als Schlafhormon bekannt. Melatonin wird vor allem in der dunklen Jahreszeit gebildet, um dem Körper zu signalisieren, dass es nun an der Zeit für Winterschlaf wäre. Werden im Frühling die Tage länger und strahlt die Sonne öfter und stärker vom Himmel, so ist dies der Startschuss für die Serotonin-Produktion. In der Hormondrüse des Gehirns, dem Hypothalamus, wird der als Glückshormon bekannte Botenstoff nun vermehrt ausgeschüttet und gleichzeitig die Melatonin-Produktion gedrosselt. „Diese massive Hormonumstellung verlangt dem Organismus viel Energie ab und macht uns zu schaffen“, erklärt Träxler. „Gleichzeitig belastet der ständige Wechsel zwischen warm und kalt den Kreislauf.“ Denn wenn die Quecksilbersäule im Thermometer nach oben klettert, reagieren unsere Blutgefäße auf die milderen Temperaturen. Sie weiten sich und führen dazu, dass der Blutdruck sinkt.

So vermeiden Sie das große Gehnän!

Dr. Tina Träxler verrät, wie Sie fit in den Frühling starten.

Kalt-warm in den Tag Wechselduschen am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen! „Durch das Abwechseln von kalt und warm werden die Gefäße auf Trab und unser Kreis - lauf in Schwung gebracht“, so Träxler.

Guten Morgen, Sonnenschein! Machen Sie den Himmelskörper, der nun immer öfter und länger scheint, zu Ihrem Verbündeten gegen die Frühjahrsmüdigkeit! „Passen Sie Ihren Ta - gesrhythmus an die Sonne an – das Tageslicht ist der wichtigste Zeitgeber für unsere innere Uhr“, rät die Ärztin

Mut zur Farbe „Packen Sie nun dunkle Kleidungsstü - cke weg und schlüp - fen Sie in Buntes. Die frischen Farben signa - lisieren unserem Ge - hirn: ‚Es ist Zeit für Leichtigkeit!‘ Und so hebt sich auch auto - matisch unsere Stim - mung!“

Frühjahrsputz Wenn Sie gerade dabei sind, die Win - terkleidung zu ver - stauen: Hängen Sie gleich einen Frühjahrsputz an. „Aufräumen, ausmis - ten, reinigen, gut lüften – all das tut auch unserer Seele gut. Denn wenn alles ordentlich und an seinem Platz ist, fühlen wir uns auch innerlich aufgeräumt und haben Energie für Neues“, so Träxler

Leichte Kost Gesunde, frische, vitaminreiche Ernährung ist nun besonders wichtig, um in der neuen Jahreszeit an - zukommen. „Essen Sie jetzt auch lieber mehrmals täglich kleine, leichte Mahlzeiten, so kommt unser Stoffwechsel in Schwung!“

Viel frische Luft Eine Extraportion Sauerstoff bringt unsere Gehirn - zellen in Frühlingsmodus und vertreibt die Müdigkeit. „Zudem kurbelt die frische Frühlingsluft unseren Kreislauf an.“ Diese können Sie übrigens auch schon zu Hause nützen – mit Atem- oder leichten Fitness - übungen am offenen Fenster.

Alles, nur nicht schlafen Guter Schlaf ist wichtig und gesund – dieser sollte sich aber gerade jetzt auf eine erholsame Nachtruhe beschränken. „Geben Sie Ihrem Bedürfnis nach Schlaf tagsüber nicht nach, denn damit erschweren Sie Ihrem Körper die Umstellung und füh - len sich danach nur noch müder“, so Träxler

Zeit für Freunde Während es im Win - ter ratsam wäre, es so mancher Tierart nachzumachen und sich in den Winter - schlaf zu begeben, lautet das Motto nun: Rein ins Leben! „Treffen Sie Freunde, ver - abreden Sie sich, genießen Sie, dass es nun länger hell ist – soziale Kontakte wecken neue Lebensgeister in uns!“

Bestaunen Sie das Wunder Natur Sie fühlen sich müde und schlapp? „Suchen Sie sich einen besonders schönen Platz in der Natur und bestaunen Sie, was um Sie herum passiert. Nehmen Sie die neue, bunte Farbenwelt wahr, genießen Sie die erste laue Brise, hören Sie bewusst das Vogel - gezwitscher“, rät Dr. Träxler.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mit frischem Schwung in den Frühling
Seite 2 Raus aus den Federn!

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