Dienstag, 17. September 2019

Meue aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2018.02
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Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


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Sport? Ja! Aber mit Maß und Ziel!

Sport ist, das ist nichts Neues, gesund und tut Körper und Seele gut. Man kann es allerdings auch übertreiben, wie eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (D) belegt: Insgesamt nahmen 54 männliche und 29 weibliche Triathleten an der Untersuchung teil, das Durchschnittsalter betrug 43 Jahre. Alle Probanden bezeichneten sich als sportlich hochaktiv und trainierten mindestens zehn Stunden wöchentlich. Die Forscher stellten bei 17 % der Männer Vernarbungen am Herzmuskel fest. Diese sogenannten „myokardialen Fibrosen“ können lebensbedrohliche Herz­rhythmusstörungen zur Folge haben. Als mögliche Ursache nennen die Studienleiter eine bereits bestehende und zuvor nicht erkannte Herzmuskelentzündung, ausgelöst wahrscheinlich von einer Überbelastung des Herzens durch zu viel Sport an der Leistungsgrenze – denn nur rund vier Prozent der Normalbevölkerung weisen solche Herzmuskel-Vernarbungen auf. Wieso keine Frauen betroffen waren, konnte nicht vollends geklärt werden, die Forscher vermuten jedoch einen Zusammenhang mit dem Männerhormon Testosteron.

Aggressiver Blutkrebs - Fortschritt bei patienten­spezifischer Therapie

Patienten mit aggressiven Blutkrebsarten, die einen Rückfall erleiden, haben oft schlechte Überlebensprognosen. Effektive Therapien zu finden, ist schwierig, da sich Krebszellen rasch verändern und die genauen Auswirkungen der verschiedenen Genmutationen auf die Eigenschaften des Tumors nicht ausreichend bekannt sind. Die Methode „Pharmacoscopy“ (entwickelt vom CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österr. Akademie der Wissenschaften und der MedUni Wien) ermöglicht einen neuen Ansatz: In vom Patienten entnommenen Blutproben können Wirkstoffkombinationen ex vivo (außerhalb des Körpers) getestet werden. Das vorläufige Ergebnis der aktuellen Studie: 88,2 % der Patienten erlangten eine vollständige oder teilweise Remission (Nachlassen der Krankheitssymptome), verglichen mit 23,5 % ohne Pharmacoscopy. Die Zeitspanne zwischen dem Studienstart und dem Beginn des Fortschreitens der Krankheit bzw. dem Tod des Patienten erhöhte sich um das Vierfache.

Asthma und Schwangerschaft

Eine Studie des Hvidovre Hospitals in Dänemark zeigt den Zusammenhang zwischen Asthma und der weiblichen Fruchtbarkeit: Von 744 Frauen mit Asthma, die zwischen 2007 und 2013 ein Kind auf die Welt brachten, wurden 12 % mithilfe einer Fertilitätsbehandlung schwanger – in der Kontrollgruppe mit 2.136 Frauen, welche nicht an der Atemwegserkrankung leiden, waren es nur 7 %, die sich solch einer Behandlung unterziehen mussten. Die Studienleiter nehmen an, dass die durch Asthma verursachten chronischen Entzündungen den Östrogen-Level verändern und so die Fruchtbarkeit reduzieren. Die Studienergebnisse zeigten aber auch, dass der Einfluss von Asthma durch eine entsprechende Therapie abgeschwächt werden kann. Besonders bei bestehendem Kinderwunsch sollten sich Betroffene einer konsequenten Asthmabehandlung unterziehen.

Zahl des Monats 84%

... der Österreicher sind davon überzeugt, dass die Ernährung unsere Gesundheit stark beeinflusst. Das ergab eine Umfrage zum Thema „Ernährung und Gesundheit in Österreich“, durchgeführt von Marketagent.com. Es gibt sowohl im Altersvergleich als auch zwischen Männern (82 %) und Frauen (85 %) nur marginale Unterschiede. 56 % der Österreicher bestätigten, dass sie versuchen, nahrhafte und gesunde Produkte zu sich zu nehmen.

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