Montag, 23. September 2019

Meine Schönheit - meine Gesundheit

Ausgabe 2014.10
Seite 1 von 2

Flecken im Gesicht? Aknenarben? Probleme mit Schlupflidern? GESÜNDER LEBEN - Leserinnen und -Leser konnten in den vergangenen Wochen ihre persönlichen Fragen an die besten Dermatologen und Fachärzte für Ästhetische Chirurgie stellen.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - thandra

 

In den vergangenen Wochen erreichten im Rahmen der Aktion „Meine Schönheit – meine Gesundheit“ zahlreiche Leseranfragen unsere Redaktion. Wir haben diese Anfragen an die besten Fachärzte weitergeleitet. Auf Leserwunsch sind sämtliche Anfragen anonymisiert. Leider können wir hier nicht sämtliche Fragen und Antworten veröffentlichen. Als Leserservice haben wir diese aber persönlich beantwortet und als E-Mail bzw. per Brief geschickt.

Ihre Fragen — von Fachärzten beantwortet!

Flecken durch Antibabypille
Durch die Einnahme der Antibabypille leide ich unter roten Hautflecken im Gesicht. Von einer Freundin habe ich von der Fractionallaserbehandlung erfahren. Kommt diese Behandlung für mich infrage?

Dr. Bernadette Vago: Wenn die Rötungen durch erweiterte Gefäße (Couperose) entstanden sind, dann kommt keine Fractionallaserbehandlung infrage. Hier kann man aber mit einem NDYAG-Laser arbeiten. Dieser „verklebt“ die Venenwand und der rote Blutfarbstoff wird nach und nach abtransportiert. Sind diese rote Flecken jedoch Ekzeme, dann muss entweder das Präparat gewechselt werden oder eine Lokaltherapie mit einem leichten Kortison begonnen werden.

DR. BERNADETTE VAGO
Fachärztin für Dermatologie und
Venerologie und Ästhetische Medizin, Wien
Women&Health.at

Hilfe bei Gewichtszunahme
Eine Freundin hat mir anvertraut, dass sie unter Depressionen leidet und sie Antidepressiva nehmen muss. Seit Beginn der Medikamenteneinnahme hat sie an Gewicht zugelegt. Sie bewegt sich regelmäßig und achtet auf ihre Ernährung, trotzdem kann sie ihr Gewicht nicht reduzieren. Ist hier eine Fettabsaugung sinnvoll?

Dr. Thomas Aigner: Eine definitive Aussage, ob in diesem Fall eine Fettabsaugung sinnvoll bzw. möglich ist, kann ich nur in einem persönlichen Beratungsgespräch geben. Es hängt davon ab, ob es sich um ein Fettdepot oder um überschüssige Haut handelt. Auch gibt es verschiedene Lokalisationen von Fettgewebe. Fettzellen, die sich im Bauchraum befinden, können leider nicht abgesaugt werden. Man sollte auch bedenken, dass durch eine Fettabsaugung das Bindegewebe nicht fester wird und überschüssige Haut nicht behandelt werden kann. Eine Fettabsaugung ist eine Operation, mit der man definierte Problemzonen behandeln kann und es daher zu einer Konturverbesserung kommt. Eine Methode, um Gewicht zu verlieren bzw. die das Abnehmen ersetzt, ist sie jedoch nicht.

DR. THOMAS AIGNER
Facharzt für Plastische, Ästhetische und
Rekonstruktive Chirurgie,
Wien

Bauchstraffung kann helfen
Ich bin Mitte 40 und habe drei Kinder. Leider hat meine Figur unter den Schwangerschaften gelitten. Vor allem mein Bauch ist nicht mehr so straff wie früher. Ich leide darunter, können Sie mir eine Bauchstraffung empfehlen?

Dr. Paul Pointinger: Es ist häufig so, dass gerade nach Schwangerschaften der gesamte Bauch in Mitleidenschaft gezogen wird. Viele glückliche Muttis leiden beim Blick in den Spiegel, weil der Nabel plötzlich nach unten zeigt. Über dem Nabel wölbt sich überschüssige Haut und die Schwangerschaftsstreifen lassen sich einfach nicht wegkriegen. Hier helfen auch keine Fitnessstudiobesuche mehr. Der Grund für diesen Zustand ist, dass sich durch die Größenzunahme des Bauches während der Schwangerschaft die längs verlaufenden Muskeln voneinander entfernen können und dadurch der Bauch unkontrolliert die Haut und den Nabel dehnen kann. Hier kann eine Bauchdeckenstraffung sehr gut weiterhelfen. Wer Angst vor einer Vollnarkose hat, kann bei mir diesen Eingriff im Dämmerschlaf erleben. Der Eingriff dauert cirka drei Stunden. Sie können die Klinik in den meisten Fällen am Operationstag verlassen. Körperliche Schonung wird für zirka drei Wochen empfohlen. Die Narbe verläuft in der Bikinizone sowie um den Nabel und verblasst mit der Zeit. Was bleibt, ist ein schöner straffer Bauch.

DR. PAUL POINTINGER
Facharzt für Plastische, Ästhetische und
Rekonstruktive Chirurgie,
Wien

Nicht nur ein optisches Problem
Ich (52 Jahre, weiblich) bin in meinem Blickfeld eingeschränkt, weil meine Augenlider fast bis zur Pupille herunterhängen. Mittlerweile stört mich das sehr. Bitte helfen Sie mir, damit ich wieder gut sehen kann.

Dr. Nikolaus Redtenbacher: Schlupflider und Tränensäcke entstehen durch den natürlichen Alterungsprozess, übermäßigen Sonnenkonsum und Mimik. Für eine Lidstraffung gibt es neben den ästhetischen auch medizinische Gründe. Einerseits kann überschüssige Haut am Augenlid Ursache für eine beträchtliche Gesichtsfeldeinschränkung sein. Andererseits kann es am Unterlid altersbedingt zu einem Ektropium kommen, das Unterlid kann dabei wegen der Abschlaffung des Gewebes nicht mehr eng am Augapfel anliegen. In diesen beiden Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Eingriffs. Bei der Oberlidoperation werden überschüssige Haut, Fettgewebe und eventuell ein Teil der erschlafften Haut entfernt. Den zirka einstündigen Eingriff sollten Sie nach einem ausführlichen Beratungsgespräch von einem plastischen Gesichtschirurgen oder Augenarzt durchführen lassen. Die Lidstraffung wird bei lokaler Betäubung durchgeführt. Durch die Augenlidkorrektur wird nicht nur die Augenpartie jünger und frischer, oft ist dadurch auch eine deutliche Vergrößerung des Gesichtsfeldes möglich.

DR. NIKOLAUS REDTENBACHER
Plastischer Gesichtschirurg, HNO-Facharzt,
Wien/NÖ

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Meine Schönheit - meine Gesundheit
Seite 2 Aknenarben

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