Montag, 06. Juli 2020

Mein Kind ist gesund - Die Motorik

Ausgabe 09.2014
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Die Motorik. Kinder entwickeln ihre Beweglichkeit auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Während sich die einen rollend, robbend und/oder krabbelnd fortbewegen bis sie letztendlich frei gehen können, lassen andere diese Zwischenstufen einfach aus und setzen ganz plötzlich zweibeinige Schritte – manche schon mit neun, manche erst mit 18 Monaten. Als Elternteil können Sie Ihrem Kind Gehen, Hüpfen und Klettern nicht beibringen, das schafft es ganz allein. Lauflernhilfen o. ä. sind komplett fehl am Platz und schränken die natürliche Entwicklung eher ein. Allerdings können Sie die Bewegungsfreude und -fertigkeiten fördern: Achten Sie z. B. darauf, dass es sich täglich ausreichend bewegt, besuchen Sie Schwimm- oder Turnkurse, lassen Sie es im Garten oder auf dem Spielplatz klettern, toben sowie balancieren und seien Sie selbst ein gutes Vorbild, indem Sie moderaten Sport in Ihren Alltag integrieren. „Ballspiele eignen sich sehr gut, um die Motorik zu fördern. Für die Feinmotorik sind z. B. Kegelspiele sehr empfehlenswert“, so Böck. Medizinischer Rat sollte eingeholt werden, wenn Ihnen Besonderheiten im Bewegungsverhalten wie z. B. auffallende Ungeschicklichkeit (z. B. häufiges Stolpern), Schonhaltung, Schmerz oder das Vermeiden einer Extremität auffallen.

„Sauber“ werden. Auch von der Windel verabschieden sich Kinder zu verschiedenen Zeitpunkten. Auf dem WC sein Geschäft zu verrichten ist schließlich ein Zeichen besserer Körperkontrolle und größere Selbstständigkeit – und diese verläuft nicht nach einem standardisierten Plan. „Die Bereitschaft seitens des Kindes erfolgt meist frühestens ab dem Ende des zweiten Lebensjahres. Bis zum 5. Lebensjahr werden die meisten Kinder sauber. Erzwingen kann man diese natürliche Entwicklung aber nicht“, erklärt Böck. Vielmehr können Eltern ihre Kinder unterstützen, indem sie ihm spielerisch erklären, was es auf dem Klo zu tun hat, kindgerechte Toilettenaufsätze nutzen, loben, wenn es „erfolgreich“ war, und entspannt bleiben, wenn auch einmal etwas „daneben“ geht. Wichtig ist, keinen Druck auszuüben, um eine Stresssituation zu vermeiden. Ärztlicher Rat ist dann gefragt, wenn Ihr Kind z .B. älter als fünf Jahre ist und immer noch Windeln benötigt oder es bereits trocken war und nun wieder einnässt.

Gesunde Ernährung. Angesichts der Tatsache, dass ca. 30 % der Wiener Buben im Alter von 6 bis 18 Jahren und ca. 25 % der Wiener Mädchen im gleichen Alter übergewichtig sind und dadurch das Risiko für Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Frühschäden des Stützapparates bereits in jungen Jahren steigt, spielt eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle. Eltern tragen hier eine wichtige Vorbildfunktion und sollten im Rahmen einer „Ernährungserziehung“ auf eine gesunde Kost ihrer Sprösslinge achten. „Etwa 50 % der Kalorienzufuhr sollte aus Kohlenhydraten, ca. 20 % aus Eiweiß und maximal 30 % aus Fett bestehen“, so Böck. Weiters können gemeinsame Besuche auf Obst- und Gemüsemärkten, die Mithilfe der Kinder in der Küche, gemeinsam eingenommene Mahlzeiten, Rituale und altersgerechte Tischmanieren Voraussetzung für ein gesundes Essverhalten sein – und zwar von Kindesbeinen an.


Zahlreiche weitere Informationen zur geistigen und körperlichen Entwicklung von Kindern finden Sie z. B. unter www.kinderarzt.at

Übersicht zu diesem Artikel:
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